Willenssache: VfL Wildeshausen empfängt ausgeruhten SV Tur Abdin

Einsatzgarantie für Görke

Fällt aus: Rechtsverteidiger Jannik Wallner zerrte sich beim 1:1 gegen den ESV Wilhelmshaven den Oberschenkel und wird dem VfL Wildeshausen im Derby gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst fehlen. Foto: Marquart

Wildeshausen – Die Pause ist kurz. Gerade einmal 50 Stunden nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den ESV Wilhelmshaven müssen die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen schon wieder ran. An diesem Dienstag, 19 Uhr, gastiert der SV Tur Abdin Delmenhorst im Krandel, um den Tabellenführer zu einem heißen Tanz in den Mai aufzufordern.

„Wir haben lediglich einen Tag Zeit zum Regenerieren. Der eine oder andere wird ganz sicher schwere Beine haben. Aber daran dürfen wir keine Gedanken verschwenden. Wir müssen den Hebel ganz schnell wieder umlegen“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula. Dagegen war die Crew seines Trainerkollegen Edgar Kary am Wochenende spielfrei und geht somit ausgeruht ins Derby. „Das wird also auch eine Willenssache“, meint Bragula.

Abgesehen von der Belastung bietet die Partie gegen den Tabellenachten vor allem die Chance es besser zu machen als am Sonntag. „Viel schlechter geht es ja auch nicht mehr“, betont Bragula. Und eine ordentliche Leistungssteigerung sollten seine Mannen schon zeigen: „Denn bei allem Respekt vorm ESV Wilhelmshaven: Abdin ist ein ganz anderes Kaliber.“

In der Tat. Mit bislang 66 erzielten Treffern sind die Aramäer die Torfabrik der Liga. „Die Mannschaft spielt tollen Kombinationsfußball. Wenn wir denen so viel Raum geben wie dem ESV, kann das richtig in die Buxe gehen“, warnt Bragula. Besonders vor den oberligaerfahrenen Simon Matta (22 Saisontreffer) und Can Blümel hat er großen Respekt. Aber auch Johannes Artan, Lukas Matta und Manuel Celik bürgen für hohe Offensivqualität. „Wenn sie ihre Leistung abrufen, kann der Gegner auch mal ganz schön Haue bekommen“, meint Bragula. Der SV Baris (1:8) und der TuS Obenstrohe (1:4) werden wissen, wovon er spricht. Allerdings hat Abdin auch ein großes Problem: die fehlende Konstanz.

Im Hinspiel machten die Wildeshauser aus einem frühen 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung. „Aber Abdin hört nie auf“, weiß Bragula. Sein Team fing sich das 3:3, ehe Sascha Görke in letzter Minute den Wildeshauser 4:3-Erfolg sicherstellte. Der Siegtorschütze musste gegen den ESV Wilhelmshaven wegen seiner fünften Gelben Karte eine Zwangspause einlegen. Nach abgebrummter Sperre erhält Görke von seinem Trainer eine Einsatzgarantie, wenngleich Alexander Kupka und Christoph Stolle in der Mittelfeldzentrale eine ordentliche Partie boten.

Dagegen blieben René Tramitzke, Kevin Kari und Michael Eberle weit unter ihren Möglichkeiten und können sich ihrer Startelfplätze nicht sicher sein. Unfreiwillig muss Bragula wieder einmal auf der Position des Rechtsverteidigers umdisponieren, nachdem sich Jannik Wallner gegen den ESV den Oberschenkel gezerrt hat. Bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute war Wallner für Bragula „ein Lichtblick“. Ein Kandidat für den Job wäre Hauke Glück, aber auch eine Dreierkette könnte eine Option sein. So oder so: „Wir müssen punkten – dessen ist sich jeder bewusst“, bekräftigt Bragula.  mar

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