Eindeutiges Votum: 39 von 40 Clubs stimmen gegen einen Zusammenschluss

Nein zu einer Kreisfusion: „Wir sind alleine lebensfähig“

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„Wir wollen unsere Eigenständigkeit wahren“, sagte Erich Meenken. Der kommissarische Vorsitzende des Fußballkreises Oldenburg Land/Delmenhorst sprach sich gegen eine Fusion aus.

Kirchhatten - Ratzfatz wurden die Fusionspläne vom Tisch gewischt. 39 von 40 Clubs (eine Enthaltung) aus dem Fußballkreis Oldenburg Land/Delmenhorst stimmten jetzt bei der Arbeitstagung in Kirchhatten gegen einen Zusammenschluss mit den Nachbarkreisen Ammerland, Friesland, Wilhelmshaven, Wesermarsch und Oldenburg-Stadt. Ganz im Sinne des kommissarischen Vorsitzenden: „Wir sehen uns mit unserem Personal weiterhin gut aufgestellt, wir sind in der Lage, die Aufgaben auch unter der Prämisse des DFB-Masterplans aus dem Ehrenamt heraus erfüllen zu können“, hatte Erich Meenken schon vor der Abstimmung gesagt: „Wir wollen unsere Eigenständigkeit wahren.“

Der Schlingerkurs der vergangenen Monate fand damit ein eindeutiges Ende. Denn bei der Frühjahrstagung Anfang Februar hatte sich alles noch anders angehört. Der damalige Kreisvorsitzende Hartmut Heinen (im März zurückgetreten) hatte dort die Fusionspläne vorgestellt und die Werbetrommel für solch einen Zusammenschluss gerührt. Doch vielen waren die weiten Entfernungen des Mammut-Kreises ein Dorn im Auge. Ein Beispiel: Die A-Jugend der SG DHI hätte nach dem damaligen Stand zum FSV Jever reisen müssen (105 Kilometer).

Auch in den anderen Kreisen ist eine Fusion weitaus weniger beliebt als vielfach angenommen. „Ich nehme die Abstimmung freudestrahlend zur Kenntnis“, sagte jetzt Ralf Geisler, Spielausschuss-Vorsitzender des NFV-Kreises Ammerland, in Kirchhatten: „Auch bei uns haben sich zehn der zwölf größten Vereine dagegen ausgesprochen.“

Auch Manfred Nolte fiel ein Stein vom Herzen: „Im Januar/Februar wurde ich noch von einigen als Rebell und Ketzer hingestellt, weil ich dagegen war. Umso mehr freue ich mich jetzt über dieses Abstimmungsergebnis“, sagte der Spielausschussvorsitzende des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst: „Wir sind alleine lebensfähig. Für uns gibt es nun keine Handhabe mehr, uns an den Ausschüssen für eine Fusion zu beteiligen. Wir werden den fünf anderen Kreisen mitteilen, dass es sich für uns erledigt hat.“

Das rigorose Nein zu einem Großkreis bedeute aber nicht, dass man sich vor künftigen Kooperationen im Spielbetrieb scheue. „Es wird diesbezüglich Gespräche mit den Kreisen Vechta und Cloppenburg geben“, sagte Meenken.

Schließlich werde dies ja schon im Jugendbereich praktiziert. Dort gibt es eine Zusammenarbeit mit gemeinsamen Kreisligen von Mannschaften aus dem Ammerland, der Wesermarsch, der Städte Delmenhorst und Oldenburg sowie des Kreises Oldenburg. Solche Kooperationen müssten aber immer vernünftig abgewägt werden, meinte Meenken: „Man muss sich immer den Blick für das Notwendige wahren. Doch diesen Großkreis mit teilweise Entfernungen von deutlich mehr als 100 Kilometern empfinden wir im Vorstand als zu groß, um ihn als alternativlos betrachten zu können.“

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