Sieg im Nachholspiel gegen BW Bümmerstede

VfL Wildeshausen für Spitzenspiel gegen SV Brake gerüstet

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VfL-Linksverteidiger Lukas Schneider (Nummer 3) bejubelt seinen Freistoßtreffer zum 2:0.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Eindrucksvoll hat sich Fußball-Bezirksligist VfL Wildeshausen für das Spitzenspiel gegen den SV Brake (Sonntag, 15 Uhr) in Stellung gebracht: In der Nachholpartie gegen den Tabellenvierten BW Bümmerstede wahrte der Klassenprimus mit dem 4:0 (1:0) seine blütenweiße Weste und blieb bereits zum sechsten Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer. Kein Wunder also, dass VfL-Coach Marcel Bragula strahlte: „Es war ein rundum perfekter Tag.“

Bei den Krandel-Kickern fand sich Andreas Kari trotz seiner starken Leistungen gegen den SV Baris (Tor und Vorlage) und den SV Eintracht Wiefelstede (Doppelpack) zunächst auf der Bank wieder. Dort herrschte dichtes Gedränge. Denn mit Außnahme von Felix Dittrich und Jannik Wallner (beide Urlaub) stand der komplette Kader zur Verfügung. „Wir haben wieder mehr Möglichkeiten – auch Kevin Kari ist wieder einsatzbereit“, freute sich Bragula.

Diszipliniertes Mittelfeldpressing sorgt für Kontrolle

Von Beginn an kontrollierte seine Crew das Geschehen. Ohne sich herauslocken zu lassen, spielte sie ein diszipliniertes Mittelfeldpressing. Nach einem Freistoß von Michael Eberle aus dem Halbfeld zeigte Schiedsrichter Nico Menke (TV Munderloh) auf den Elfmeterpunkt. Kevin Binder hatte VfL-Torjäger René Tramitzke im Strafraum an der Schulter herunter gerissen (9.). Abwehrchef Lennart Flege trat an und verwandelte sicher zum 1:0 (10.).

Anschließend vergaben Eberle (16./38.), Tramitzke (18./31.) und Maximilian Seidel (25.) weitere Chancen. Zur Pause mussten sich die Gastgeber den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nicht schon zu diesem Zeitpunkt für klare Verhältnisse gesorgt hatten und die Blau-Weißen weiter im Spiel waren. „In der ersten Halbzeit haben wir kein Offensivfeuerwerk abgebrannt“, analysierte Bragula, „aber wenn wir hinten nichts zulassen und das Umschaltspiel funktioniert, bekommen wir unsere Chancen.“ Und davon sollte es im zweiten Durchgang einige geben.

Per Freistoß aus gut 20 Metern erhöhte Lukas Schneider auf 2:0 (58.). Zuvor hatte Nico Menke den ersten Versuch von Eberle zurückgepfiffen. Dann scheiterten der inzwischen eingewechselte Andreas Kari (66.) und Eberle (68.) an Heini Thormann. Der BW-Keeper parierte auch den folgenden Schuss von Sebastian Bröcker. Gegen Bröckers Nachschuss war er dann machtlos – 3:0 (74.). „Einer geht noch rein!“, schallte es da von der gut besetzten Tribüne. Sascha Görke tat den Zuschauern diesen Gefallen und erhöhte im Nachsetzen auf 4:0 (84.). Vorher hatte Eberle für einen Fallrückzieher, den Thormann im Nachfassen parierte, Szenenapplaus bekommen (76.).

Bümmerstede bringt keine Torchance zustande

„Mit dem 4:0 sind wir noch gut bedient. Der VfL hat uns nicht den Hauch einer Chance gelassen“, sagte Timo Ehle. Bümmerstedes Trainer stapfte nach dem Abpfiff schnurstracks in die Kabine. Sein Team hatte in den gesamten 90 Minuten nicht eine wirkliche Torchance zustande gebracht.

„Am allermeisten freut mich, dass wir wieder zu null gespielt haben“, sagte Bragula und konnte sich mit Blick auf das schon prall gefüllte Punktekonto einen Seitenhieb auf jene VfL-Kritiker nicht verkneifen, die den Landesliga-Absteiger vor der Saison auch in der Bezirksliga wieder im Tabellenkeller vermutet hatten: „Den Klassenerhalt sollten wir damit gesichert haben.“ Dass es bei den Wildeshausern so gut laufen würde, sei aber „selbst bei einer mutigen Prognose so nicht zu erwarten“ gewesen.

Im Freudenbecher des Tabellenführers gab es aber auch noch einen kleinen Wermutstropfen: Maximilian Seidel verletzte sich an der Wade und musste von Feld getragen werden (69.). „Aber selbst wenn er gegen Brake ausfallen sollte – dann spielen eben andere“, erklärte der vor Selbstvertrauen strotzende Bragula.

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