VfL Wildeshausen beim 1:4 in Oythe anfällig bei hohen Bällen

„Ein ganz schwacher Auftritt“

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René Tramitzke (2.v.l.) brachte den VfL Wildeshausen mit 1:0 in Führung. Doch am Ende triumphierten seine ehemaliger Mannschaftskollege Marcel Hesselmann (4.v.l.) und der VfL Oythe mit 4:1. 

Oythe - Von Sven Marquart. Katerstimmung bei den Landesliga-Fußballern des VfL Wildeshausen: Durch das 1:4 (1:1) versetzten sie den VfL Oythe am Mittwochabend unmittelbar vor dem Stoppelmarkt erst so richtig in Feierlaune. „Vor allem technisch und taktisch war das ein ganz schwacher Auftritt von uns“, ärgerte sich Wildeshausens Trainer Marcel Bragula über die Niederlage.

Wie schon bei der 1:2-Auftaktpleite gegen Vorwärts Nordhorn vergaben die Krandel-Kicker erneut eine Führung und kassierten auch an der Hasenweide ein Gegentor in der Nachspielzeit. „Da sind wir wieder nicht konzentriert“, schimpfte Bragula über das 1:1 durch Sebastian von Merveldt nach einem Eckstoß von Stephan Stukenborg unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff (45.+1). Es war einer von insgesamt drei Gegentreffern, die aus Kopfbällen resultierten. „Dabei hatten wir die Lufthoheit und eine klare Zuordnung“, schäumte Bragula.

Die Gäste hätten dem Team von Trainer Alket Zeqo durchaus die Party verderben können. „Ich fand Nordhorn besser als Oythe, aber wir waren diesmal zwei Klassen schlechter“, zog Bragula einen Vergleich zum couragierten Auftritt drei Tage zuvor. Dabei schien zunächst alles für die Wildeshauser zu laufen. Bis auf einen Schuss von Oythes Kapitän Fabian Meyer, den Torhüter Sebastian Pundsack per Fußabwehr klärte (8.), ließ die Wittekind-Crew kaum etwas zu. Der Ex-Wildeshauser Marcel Hesselmann breitete sogar verzweifelt die Arme aus, weil er keine Anspielstation fand (11.).

Und wie aus dem Nichts dann das 1:0 für die Huntestädter: Nach einer Freistoßflanke von Jan Lehmkuhl stieg René Tramitzke hoch. Zwar bekam Oythes Keeper Willi Heise die Finger noch an die Kugel, doch der Kopfball des Sturmtanks war zu wuchtig (19.).

Nach dem Dämpfer kurz vor der Pause stellte Bragula vom anfänglichen 4:2:3:1-System auf ein 4:4:2 um. „Das hat bis zum 1:2 gut geklappt – davor haben wir keinen Zugriff bekommen“, erläuterte der Coach. Taktisch bedingt opferte er Tramitzke und schickte Sascha Abraham und Sebastian Bröcker in die Spitze. Doch offensiv bedienten sich seine Schützlinge zu oft der falschen Mittel. „Wir haben überhaupt keinen richtigen Spielaufbau betrieben. Sobald wir ein bisschen Druck gekriegt haben, haben wir die Bälle nur nach vorne geknülzt“, monierte er. Die eher kurzgewachsenen Kevin Kari und Sebastian Bröcker waren für derlei Anspiele zudem die falschen Adressaten. „Und unser Prunkstück, das zentrale Mittelfeld, war überhaupt nicht präsent“, rügte Bragula seine beiden Sechser Sascha Görke und Jan Lehmkuhl.

Hinzu kam, dass dem Übungsleiter für die Abteilung Attacke die Alternativen fehlten, weil Maximilian Seidel (Knöchelprobleme) und Lennart Feldhus (Erkältung) nicht einsatzfähig waren. Bis auf einen eigentlich harmlosen Distanzschuss von Sascha Görke, der erst durch einen Platzfehler gefährlich wurde (73.), und einen Kopfball von Sascha Abraham genau in seine Arme (89.) blieb Heise beschäftigungslos.

Auf der Gegenseite nutzten Philip Schönewolf (76.), Sebastian von Merveldt (82.) und Nico Emich (90.) die Wildeshauser Schwächen bei hohen Bällen gnadenlos aus.

Stenogramm

VfL Oythe – VfL Wildeshausen 4:1 (1:1) - VfL Oythe: Heise - M. Hesselmann, A. Wohlers (84. P. Wohlers), Stukenborg (74. Suffner), Kohls, Emich, Greifendorf (46. Schönewolf), Meyer, Strey, Stublla, von Merveldt - VfL Wildeshausen: Pundsack - Flege, P. Hesselmann, Bröcker, K. Kari (80. A. Kari), Görke, J. Lehmkuhl, Apostel, Abraham, Tramitzke (46. Stuckenschmidt), Schneider - Tore: 0:1 (19.) René Tramitzke, 1:1 (45.+1) Sebastian von Merveldt, 2:1 (76.) Philip Schönewolf, 3:1 (82.) Sebastian von Merveldt, 4:1 (90.) Nico Emich - Schiedsrichter: Benjamin Henke (BV Kneheim) - Zuschauer: 250.

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