Zwei Freistoßtreffer beim 5:1 über Eintracht Oldenburg / Tramitzke Torschützenkönig

Eberle ebnet VfL Wildeshausen den Weg zur Vizemeisterschaft

Standardspezialist: VfL-Angreifer Michael Eberle (vorne) verwandelte im abschließenden Saisonspiel beim SV Eintracht Oldenburg zwei Freistöße direkt. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Ende gut, alles gut! Nach einer nahezu perfekten Hinrunde und einer äußerst holprigen zweiten Saisonhälfte haben die Fußballer des VfL Wildeshausen die Bezirksliga-Spielzeit 2017/2018 versöhnlich zum Abschluss gebracht: Durch das 5:1 (0:1) beim Absteiger SV Eintracht Oldenburg sicherten sich die Krandel-Kicker hinter dem SV Brake die Vizemeisterschaft.

Allerdings war der zweite Platz zur Pause mächtig in Gefahr. „Wir haben eine grauenhafte erste Halbzeit gespielt“, ärgerte sich VfL-Coach Marcel Bragula. Nach einer Einzelleistung, die seine Mannschaft nicht konsequent genug verteidigte, hatte Alexander Weyhe die Etzhorner mit 1:0 in Führung gebracht (20.). Anschließend parierte Wildeshausens Torhüter Felix Dittrich ultrastark im Duell mit Tim-Chris Winzeck. „Wenn da das 0:2 fällt, wird es schwer“, meinte Bragula. Aber auch so hatte sein ehemaliger Trainerpartner Marco Elia mit dem VfB Oldenburg II beim Zwischenstand von 1:1 (Endergebnis: 1:2) gegen den TSV Abbehausen nach 45 Minuten im Fernduell mit Wildeshausen die Nase vorn.

„In der Kabine hätten wir uns dann fast in die Haare gekriegt“, berichtete Bragula. Es fielen einige deutliche Worte. Die Leistung aus dem ersten Durchgang „konnten wir nicht so stehen lassen“. Allerdings erwischten die Gäste wieder keinen guten Start. Doch dann ebnete Michael Eberle den Wildeshausern den Weg. Mit seinem linken Fuß zirkelte der VfL-Angreifer einen Freistoß vom rechten Strafraumeck über Eintracht-Keeper Dennis Pollmann hinweg zum 1:1 ins Netz (53.). Und weil es so schön war, ließ er mit einer Kopie des ersten Treffers auch gleich noch das 2:1 folgen (56.).

Anschließend initiierte Eberle mit einem feinen Pass in die Schnittstelle das 3:1 durch René Tramitzke, der allein aufs Tor zulief und eiskalt vollstreckte (79.). Es war zugleich der 24. Saisontreffer des Wildeshauser Sturmtanks, der sich damit auch die Torjägerkanone sicherte. „Für René freut es mich besonders! Das ist ein ganz toller Junge. Er ist in Hannover stationiert und kommt trotzdem immer zum Training“, lobte Bragula seinen Goalgetter.

Nun war die Wittekind-Crew auf den Geschmack gekommen und legte noch zwei weitere Treffer nach. Andreas Kari spielte seine Geschwindigkeit aus und erzielte aus 20 Metern mit links das 4:1 (86.). Kurz darauf schob er auch noch das 5:1 hinterher (88.). „Auch das freut mich ungemein. In der Pause saß Andreas wie eine geprügelter Hund in der Kabine, weil er in der ersten Halbzeit zwei dicke Dinger vergeben hat“, erzählte Bragula. Überhaupt war der 43-Jährige „stolz darauf, wie sich die Mannschaft zusammengerissen hat“.

Nach dem Abpfiff feierten die Spieler mit den rund 50 mitgereisten Fans. „Das sind tolle Szenen, die sich hier abspielen“, schwärmte Bragula am Ende einer langen, kräftezehrenden Saison. - mar

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