Leistungsgerechtes 1:1 zwischen VfL Wildeshausen und Frisia Wilhelmshaven

Eberle beim Ausgleich eiskalt

Entscheidend gestört: Wildeshausens Thorben Schütte (2.v.r.) bremst Frisias Angreifer Hugo Magouhi.
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Entscheidend gestört: Wildeshausens Thorben Schütte (2.v.r.) bremst Frisias Angreifer Hugo Magouhi.

Wildeshausen – Einträchtig standen Kevin Radke vom VfL Wildeshausen und Patrick Degen vom WSC Frisia Wilhelmshaven an der Spielfeldumrandung und plauschten. Vor dem Smalltalk unter den beiden ehemaligen Atlas-Kollegen war es auf dem Rasen weit weniger freundschaftlich zugegangen. Ihre beiden neuen Mannschaften hatten sich in der Fußball-Landesliga ein ziemlich hitziges Duell geliefert, das mit dem 1:1 (0:0) einen angemessenen Ausgang fand. „Da war Feuer drin! Vom Spielverlauf her ist das Unentschieden gerecht“, bestätigte VfL-Coach Marcel Bragula.

Frisia begann forsch. Der ambitionierte Aufsteiger legte sofort den Vorwärtsgang ein und hatte durch Florian Janssen auch die erste Chance der Partie (4.). Auf der Gegenseite parierte WSC-Keeper Deik Oetjen den satten Schuss von Michael Eberle mit nur einer Hand (7.). Einen Wilhelmshavener Eckstoß von Ercan Karavul köpfte Hugo Magouhi knapp neben den Kasten (17.). Dann landete ein abgefälschter Linksschuss von Degen am Pfosten (19.).

Um das starke Pressing der Gäste zu umgehen, verzichteten die Wildeshauser weitgehend auf gepflegtes Kurzpassspiel, sondern setzten vermehrt auf Langholz. Nach gut einer halben Stunde trat Steve Köster an, doch der Versuch des Siegtorschützen aus dem Papenburg-Spiel (2:1) landete nur am hinteren Torgestänge (34.). Kurz darauf behauptete Köster den Ball im Strafraum und legte auf Maximilian Seidel ab, der jedoch über den Querbalken zielte (36.). Die dickste VfL-Chance der ersten Hälfte bot sich unmittelbar vor der Pause Sascha Görke: Von Timo Goldner mustergültig bedient, bekam der VfL-Kapitän die Kugel aber nicht an Oetjen vorbei (45.).

Die zweite Hälfte begann mit 13-minütiger Verspätung, weil sich Schiedsrichterassistent Christopher Hartmann verletzt hatte und nicht mehr weitermachen konnte. Für ihn sprang nach einigem Hin und Her der Wildeshauser Bastian Flege ein.

Nach Möglichkeiten für Frisia-Torjäger Tim Rister (51.) und Görke (64.) zappelte die Kugel schließlich im Netz: Doch Degens Treffer fand wegen Abseits keine Anerkennung (68.). Wie die Jadestädter jubelten wenig später auch die Wildeshauser vergeblich. Einen Eckstoß von Radke boxte sich Oetjen, der von Thorben Schütte und René Tramitzke hart bedrängt wurde, ins eigene Tor (71.). Doch auch diesen Treffer gab Schiedsrichter Rainer Wulftange (TuS Haste 01) nicht. „Das war niemals ein Foulspiel!“, ärgerte sich Bragula und war überzeugt: „Wenn das Tor zählt, gewinnen wir das Spiel.“

Denn während die Krandel-Kicker noch reklamierten, schaltete Frisia blitzschnell um, und Marius Preisinger traf von halblinks zum 1:0 ins lange Eck (71.). „Das Tor war nicht regulär! Eigentlich wäre vorher Anstoß gewesen“, schnaubte Bragula. Der 46-Jährige protestierte so heftig, dass ihm Wulftange mit den Worten „Hier ist jetzt Ruhe, mein Freund!“ die Gelbe Karte zeigte.

Hätte Degen anschließend nicht die Latte, sondern zum 2:0 getroffen (75.), wäre das Spiel entschieden gewesen. Stattdessen verlängerte Tramitzke einen Abschlag von VfL-Keeper Miguel Förster auf Eberle, der eiskalt das 1:1 markierte (81.).

Kam der bereits verwarnte Magouhi nach einem harten Einsteigen gegen Lukas Schneider noch ungeschoren davon (83.), sah Melvin Lamberty wenig später die Rote Karte. Weil das Spiel weiterlief, während ein Teamkollege am Boden lag, ließ sich der WSC-Kapitän zu einer Beleidigung hinreißen (86.). Um Mindestabstände scherte sich bei der folgenden Rudelbildung keiner der 22 Akteure. Doch so sehr die Emotionen hochkochten, so schnell kühlten sich die erhitzten Gemüter nach dem Schlusspfiff auch wieder ab.

Von Sven Marquart

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