VfL Wildeshausen reist nach Abbehausen / Tramitzke: „Hätte gerne mitgeholfen“

Ebel will mit Punkten für die Seele aus der Ergebniskrise

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Linksverteidger Lukas Schneider (l.) und Betreuer Martin Schmale (r.) führen Rene Tramitzke vom Platz. ·

Wildeshausen - Schlimme Verletzungen kannte Rene Tramitzke bisher nur vom Hörensagen. Dafür hat es den Stürmer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen nun mit großer Wahrscheinlichkeit richtig erwischt. „Meniskus- oder Kreuzbandriss, das sind die schlimmsten Vermutungen der Ärzte“, sagt der 20-Jährige. Eine abschließende MRT-Untersuchung soll endgültig Klarheit bringen. Bis es soweit ist, bleibt wenigstens ein Funken Hoffnung, dass „nur“ die Kapsel betroffen ist. Beim TSV Abbehausen (Sonntag, 15 Uhr) wird sich VfL-Trainer Klaus Ebel jedenfalls nach Alternativen umschauen müssen.

Doppelt bitter: Nachdem die vergangenen Wochen und Monate beim Goalgetter der vergangenen Saison eher das Prädikat holprig verdient hatten, schien er nun auf einem guten Weg zu sein, wie ein Hattrick bei der Reserve in der Kreisliga verdeutlichte. Doch als Einwechselspieler in der Partie gegen Eintracht Wiefelstede waren nach nicht einmal 15 Minuten alle Hoffnungen wieder zerstört.

„Ich wollte einen langen Ball erlaufen, mein Gegenspieler hat mich angesprungen und ich bin weggeknickt“, schildert Tramitzke die für ihn verhängnisvolle Szene. Dabei hätte er sein Team beim Tabellensiebten aus Abbehausen gerne unterstützt, denn die Mannschaft habe „einiges gutzumachen“, wie Tramitzke mit Blick auf die letzten Ergebnisse anmerkt. „Da hätte ich natürlich gerne mitgeholfen, aber das hat sich nun ja erledigt.“

Alles möchte Coach Ebel allerdings auch nicht schlechtreden: „Vom Auftreten her ging es eigentlich, aber punktemäßig war das natürlich Mist. Eigentlich hätten wir gewinnen müssen.“ Und so steht die Mannschaft ein wenig unter Zugzwang, um den Anschluss nach ganz oben nicht zu verspielen. „Umso schöner wäre es gewesen, wenn ich endlich wieder einen Stürmer zumindest auf der Bank gehabt hätte“, trauert Ebel um den Ausfall Tramitzkes.

So richtig rund ist es allerdings auch bei den Gastgebern in den letzten Wochen nicht gelaufen. Nur ein Punkt aus drei Begegnungen steht zu Buche. „Die sind auch nicht in der Verfassung wie noch zu Saisonbeginn“, hat auch Klaus Ebel beobachtet. „Aber deren Wende zum Besseren wollen wir verhindern und unsere Ergebniskrise beenden.“ Ob schön herausgespielt oder eher schmutzig, ist Ebel dabei relativ egal. „Wir hatten zuletzt auch viel Pech, das darf sich jetzt ruhig ausgleichen. Wir brauchen drei Punkte für die Seele.“ · lka

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