Wildeshausens Co-Trainer übernimmt bei Kreismeisterschaft / Gebhardt-Bauer vor Titel-Hattrick?

Ebel gibt den „Tribünen-Adler“

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Wildeshausens Trainer Klaus Ebel wird, wie bereits im vergangenen Jahr, wieder nur von der Tribüne aus das Geschehen seines Teams verfolgen.

Ganderkesee - Direkt am ersten Wochenende des Jahres steht für die Fußballer des VfL Wildeshausen die erste Reifeprüfung an. Schließlich geht das Team von Klaus Ebel als Titelverteidiger in die von heute Abend bis Sonntag laufende Kreis-Hallenmeisterschaft. Damit ist der Wildeshauser Bezirksligist in der neuen Halle in Ganderkesee (Am Steinacker) das gejagte Team.

28 Mannschaften spielen ab heute (18.00 Uhr) bis morgen Abend auf dem Indoor-Kunstrasen in Ganderkesee zunächst in fünf Vorrundengruppen, bevor am Sonntag um 10 Uhr die Finalrunde beginnt.

Es wird also ein langer Marsch Richtung Titelverteidigung für den VfL Wildeshausen: „Zunächst einmal wollen wir den zweiten Tag erleben, also in die Finalrunde kommen. Auch das Halbfinale muss unser Ziel sein“, sagt Ebel, der nicht direkt am Spielgeschehen beteiligt sein wird. Wie im vergangenen Jahr nimmt der VfL-Chefcoach auf der Tribüne Platz, sein Co-Trainer Jörg Peuker gibt stattdessen den „Einflüsterer“ von der Bank aus: „Es geht einfach darum, mal ein bisschen Verantwortung abzugeben. Unser Co-Trainer muss auch mal die Chance haben, allein verantwortlich zu sein“, erklärt Ebel seine eigene „Versetzung“ auf die Tribüne.

Der VfL-Trainer wird als „Tribünen-Adler“ natürlich trotzdem das Geschehen seines Teams aus erhöhter Position genau unter die Lupe nehmen und sich nach den Spielen mit Peuker austauschen. „Diesmal bin ich es eben, der assistiert“, so Ebel, der sich selbstbewusst vor dem Turnier gibt: „Wir haben als Mannschaft sicherlich das beste Aufgebot im Landkreis. Aber in der Halle ist es immer etwas Spezielles, da spielt auch die Reduzierung des Kaders eine Rolle“, erklärt der VfL-Trainer.

Insgesamt zwölf Spieler durften die Trainer vor dem Turnier nominieren, pro Partie dürfen jedoch nur neun Akteure eingesetzt werden. Majues Gebhardt-Bauer dürfte beim VfL ein Spieler sein, der seinen Platz unter den neun „Stammkräften“ sicher hat. Schließlich kann Gebhardt-Bauer den Hattrick schaffen – 2012 gewann er die Hallenkreismeisterschaften mit dem Ahlhorner SV, letztes Jahr schoss er als Torschützenkönig den VfL Wildeshausen zum Titel. „Derzeit klappt es allerdings noch nicht so gut bei Majues“, beschreibt Trainer Ebel seine Eindrücke aus den bisherigen Vorbereitungsturnieren. Trotzdem kann Gebhardt-Bauer natürlich jederzeit für spielentscheidende Momente sorgen. „Ich bin niemand, der die Technik raushängen lässt“, sagt Gebhardt-Bauer selbst über sich, „mein Spiel ist eher geradlinig. Ich suche auch in der Halle schnell den Torabschluss.“ Als ärgsten Konkurrenten hat der Wildeshauser Goalgetter den FC Hude und den letztjährigen Finalgegner TV Munderloh ausgemacht.

Auf den Weg zur Titelverteidigung muss sich der VfL Wildeshausen zunächst in der Gruppe D gegen die Kreisligisten SC Colnrade und Harpstedter TB, gegen den SC Dünsen aus der 1. Kreisklasse sowie gegen die Außenseiter Bookholzberger TB (2. Kreisklasse) und die Kickers Ganderkesee (4. Kreisklasse) beweisen.

„Für uns ist das mit drei Derbys natürlich eine interessante Gruppe“, sagt Harpstedts Trainer Marcus Metschulat. Hauptsächlich sei das Turnier aber eine willkommene Abwechslung. „Trotzdem: Wenn wir dahin fahren, wollen wir selbstverständlich auch am nächsten Tag noch dabei sein“, fordert Metschulat. Sein Trainerkollege Wolfgang Gloge vom Gruppengegner SC Colnrade geht die Sache ähnlich an: „Ich fahre zu den Kreismeisterschaften ohne große Gedankengänge hin. Auch wenn wir vernünftig auftreten wollen, beschäftigt mich bereits jetzt der Punktspielstart deutlich mehr.“

Doch nun ist erstmal Budenzauber in Ganderkesee angesagt. Übrigens müsste VfL-Trainer Ebel gar nicht auf der Tribüne sitzen, um das Treiben seiner Akteure begutachten zu können. Wie im vergangenen Jahr werden alle Spiele live in einem Festzelt vor der Halle übertragen. · wie

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