1:2 gegen Rastede: Bohrer verschießt Elfmeter, Hesselmann produziert Eigentor

Ebel-Elf droht ein ungemütlicher November

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Konnte der VfL-Offensive auch keine Impulse mehr geben: der eingewechselte Tobias Kern (l.).

Wildeshausen - Von Sven MarquartWeltuntergangsstimmung im Krandelstadion: Dunkle Wolken und kalter Regen begleiteten die erste Heimniederlage des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen. Durch das 1:2 (1:1) gegen den FC Rastede rutschte der amtierende Vizemeister vom dritten auf den vierten Tabellenplatz ab und hat nun schon neun Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Kickers Wahnbek.

Es passte zu den äußeren Begleitumständen, dass Benjamin Bohrer einen Foul elfmeter vergab, und Innenverteidiger Marcel Hesselmann per Eigentor den Ausgleich verschuldete. „Es gibt Tage, da läuft alles daneben. Wenn selbst die Top-Spieler Mist an den Füßen haben, wird es schwer zu gewinnen“, ächzte VfL-Trainer Klaus Ebel.

Obwohl die Wildeshauser keine gute Partie machten, bot sich ihnen überraschend die Chance, in Führung zu gehen: Hendrik Lehners ließ im Strafraum das Bein stehen, Benjamin Bohrer nahm die Einladung an und fiel – Foulelfmeter. Bohrer trat selbst an und schoss gar nicht mal schlecht, doch FC-Keeper Thomas Henke ahnte die Ecke und parierte (24.). „Damit fing das Grauen an“, stöhnte Klaus Ebel. Auch ein schönes Solo von Maximilian Seidel endete bei Rastedes Kapitän. Weil Henke aber nur nach vorne klären konnte, hatte Jan Lehmkuhl nach abgesessener Rotsperre keine Mühe, zum 1:0 einzuschieben (33.).

Der Vorsprung hielt genau acht Minuten: Kai Meyer verlor ein Laufduell gegen Jan-Eric Mahnkopf. Dessen Schuss kullerte an VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack vorbei in Richtung Torlinie. Eigentlich hätte Marcel Hesselmann genügend Zeit gehabt, um die Situation zu bereinigen. Aber der Verteidiger war sich offenbar unschlüssig, mit welchem Fuß er klären sollte und drosch den Ball zum 1:1 ins Netz (41.).

Direkt nach dem Wechsel folgte die nächste kalte Dusche für die Krandel-Kicker: Einen Eckstoß von Malte Schwerdtfeger köpfte Maik Ebeling unbedrängt und wuchtig zum 2:1 ein (47.). „Danach hatten wir noch 44 Minuten Zeit, was zu schaffen, aber offensiv war das zu dünn – wir haben uns nicht eine Torchance mehr herausgespielt“, ärgerte sich Klaus Ebel.

Dagegen machten die Rasteder „Löwen“ ihrem Namen in kämpferischer Hinsicht alle Ehre und fuhren nicht unverdient ihren fünften Sieg in Folge ein. Der Dreier spülte sie in der Tabelle auf Platz sieben. „Daran sieht man, dass man schon mit einer guten Einstellung punkten kann“, sagte Klaus Ebel. Seiner Elf droht nun ein ungemütlicher November . . .

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