Schadwinkel-Team landet bei Landesmeisterschaft auf dem Treppchen

Dünsens Korbballerinnen feiern Überraschungscoup

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Die Korbballerinnen des SC Dünsen holten jetzt überraschend den dritten Platz bei der Landesmeisterschaft: Dorina Andriola (von links), Katharina Wolpmann, Gina Marie Schweers, Lea Lunkeit, Carina Radolla, Anna-Lena Brümmer, Bianca Timmermann und Nina Meyer (v.l.). Auf dem Foto fehlen Tabea Stark und Sophie Völkner.

Dünsen - Damit hatte wohl niemand gerechnet. Als Nachrücker-Team waren die Korbballerinnen des SC Dünsen zur Landesmeisterschaft nach Brake gereist, ohne große Ambitionen, wie Trainerin Andrea Schadwinkel betonte: „Für uns galt das Olympische Motto: ‚Dabei sein ist alles.‘“ Am Ende waren sie nicht nur dabei, sondern bei der Sieger-ehrung mittendrin – als drittbestes B-Juniorinnen-Team.

In der Vorrunde trafen die SCD-Korbballerinnen zunächst auf den FC Gessel-Leerßen. Die Teams kennen sich aus dem Eff-Eff, da sie gemeinsam in der Bezirksoberliga spielen. Die Liga schloss der FC als Meister ab, und dieses Potenzial zeigten sie auch beim 7:3 (3:2)-Sieg. Doch das Schadwinkel-Team grämte sich nicht, kam gegen den TB Stöcken eindrucksvoll zurück – 13:6 (7:2). Trainerin Schadwinkel lobte im Anschluss vor allem die sehr gute Abwehrleistung. An diese Performance konnte der SCD auch gegen den Ovelgönner TV anknüpfen – 15:11 (9:5).

Gegen den TV Stuhr hingen die Trauben dann doch zu hoch. Die B-Juniorinnen aus dem Bremer Dunstkreis überrollten Dünsen bereits in der Anfangsphase, so dass es schnell 1:5 (10.) stand. Schließlich ging die Begegnung mit 8:5 an den TV Stuhr, der sich letztlich auch mit einem Finalsieg gegen den FC Gessel-Leerßen den Landes-Titel holte.

Doch trotz der Niederlage war das Turnier für Dünsen noch nicht beendet. Gegen Viktoria Linden hatte das Schadwinkel-Team die Chance, das zuvor kaum für möglich Gehaltene zu schaffen: Einen Medaillenrang. Es entwickelte sich ein wahrer Korbball-Krimi. Zur Halbzeit lag Dünsen hauchdünn mit 7:6 in Führung. Und auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich beide Teams nichts – die Führungen wechselten ständig. Am Ende hatte der SC Dünsen den längeren Atem und gewann mit 12:11 – der Podestplatz war perfekt.

Die Leistung ist umso höher einzuschätzen, da die Mannschaft von Schadwinkel eigentlich nur sechs aktive Spielerinnen hat. Eigens für das Turnier kam Lea Lunkeit zurück, die zwar im B-Jugendalter ist, aber eigentlich schon für die A-Juniorinnen an den Start geht. Zudem verstärkten drei C-Juniorinnen das SCD-Team.

Klar, dass aus Trainerin Schadwinkel nach dem Erfolg der Stolz sprach: „Meine Mädels haben in jedem Spiel schönen Korbball gezeigt. Die Abwehr hat sehr gut funktioniert, die Körbe sind oftmals durch Distanzwürfe entstanden. Im Angriff haben es die Mädels immer wieder verstanden, den Gegnerinnen nach Doppelpässen oder Distanzwürfen die Bälle in den Korb zu legen.“ Ein weiteres Erfolgsrezept sei der überragende Teamgeist gewesen. · wie

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