START IN DIE SAISON Dötlingens neuer Trainer Joachim Puchler legt großen Wert auf Defensive

Drozdowski soll als Leitwolf vorangehen

Vier Neue für den TV Dötlingen: Trainer Joachim Puchler (v.l.), Mittelfeldspieler Niclas Schemionek sowie die Innenverteidiger Philipp Karthäuser und Bartosz Drozdowski. Foto: Marquart

Dötlingen – Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Markus Welz angekündigt, dass für ihn in diesem Sommer nach dann drei Spielzeiten als Trainer des Fußball-Kreisligisten TV Dötlingen Schluss sein würde. Als Nachfolger kam für den Mannschaftsrat „eigentlich nur einer infrage“, berichtet Gerrit Schüler. Der 27-Jährige setzte sich an einem Dezember-Abend zusammen mit Betreuer Fabian Grashorn und Abwehrspieler Julian Eilers ins Auto, um dem Wunschkandidaten einen Hausbesuch abzustatten. Als Lockmittel hatten sie Weizenbier und eine Kaderliste mit 24 Zusagen für die Saison 2019/2020 im Gepäck. Tatsächlich konnte das Trio Joachim Puchlers Interesse wecken. Wenige Tage später sagte der B-Lizenzinhaber zu.

„Joachim war vor einiger Zeit schon mal als Gasttrainer bei uns. Er gilt als Defensivspezialist. Und wir denken, dass es selbst den Älteren unter uns guttut, das Fußballspielen mit taktischer Disziplin nochmal richtig von Grund auf zu lernen“, erläutert Schüler, warum die Wahl auf Puchler fiel.

Die ersten Vorbereitungswochen stimmen den 52-jährigen Dünsener schon mal positiv. „Die Mannschaft ist sehr motiviert und engagiert“, lobt Puchler, der zu seiner aktiven Zeit beim TuS Varrel in der Bezirksliga kickte. Erfahrung als Übungsleiter sammelte er unter anderem beim Harpstedter TB. Berufsbedingt kümmerte sich der Informatiker zuletzt vorwiegend um Kreisauswahlmannschaften und engagierte sich in der Trainerausbildung. „Inzwischen kann ich aber viel von zuhause aus arbeiten und muss nicht mehr so viel reisen.“

Zumindest auf dem Papier verfügt Puchler über einen großen Kader. Allerdings lassen einige Langzeitverletzte das üppige Aufgebot schrumpfen: Puchlers Sohn Lukas und Finn Kipper sind durch Kreuzbandrisse außer Gefecht gesetzt. Lukas Welz und Kevin Strumpski müssen wegen Muskelbündelrissen pausieren. „Das sind alles potenzielle Stammspieler, wenn sie fit sind!“, betont Puchler. Er hadert besonders mit Strumpskis Ausfall, „weil ich mit ihm etwas vorhatte“. Der flinke Mittelfeldspieler war eigentlich als Rechtsverteidiger vorgesehen.

Im Abwehrzentrum plant Puchler mit zwei Neuzugängen: Bartosz Drozdowski (35) und Philipp Karthäuser (25). Letzterer war zwar Leistungsträger beim SC Dünsen, allerdings „nur“ in der 2. Kreisklasse. „Aber Philipp ist technisch sehr versiert. Er muss sich nur an das Tempo gewöhnen“, meint Puchler. Deutlich größer sind seine Erwartungen an Routinier Drozdowski: „Bartosz hat auch schon höher gespielt – er kann die Mannschaft auf dem Feld führen.“ Der künftige Leitwolf wechselte vom Kreisliga-Vizemeister Ahlhorner SV zum TV Dötlingen. Ein Schritt, der auf den ersten Blick verwundert, denn mit dem ASV hätte er in der neuen Saison sehr wahrscheinlich um den Titel gespielt. Auf den zweiten Blick wird die Entscheidung jedoch plausibel: Drozdowski wohnt in Brettorf und arbeitet in Aschenstedt, außerdem kickt sein Sohn beim TV Dötlingen.

Dritter Neuzugang ist Mittelfeldspieler Niclas Schemionek. Der 19-Jährige war in der abgelaufenen Serie für den A-Junioren-Bezirksligisten SG DHI Harpstedt am Ball. „Niclas ist total unbekümmert. Es macht Spaß ihm zuzusehen. Ich hoffe, dass er sich das bewahrt“, wünscht sich Puchler.

Dagegen schmerzt der Verlust von Torschützenkönig Shqipron Stublla (zum Ahlhorner SV). „Seine 28 Treffer verteilen wir auf andere Spieler“, kündigt Puchler an: „Wenn wir das so umsetzen, wie ich mir das vorstelle, sind wir nicht mehr von einem Spieler abhängig.“ Der Abteilung Attacke gehört ab sofort auch wieder Gerrit Schüler an. Ex-Coach Welz hatte den gelernten Offensivmann zum Innenverteidiger umfunktioniert. „Es hat hinten schon Spaß gemacht, weil man da das ganze Spielfeld vor sich hat. Trotzdem spiele ich lieber im Sturm, weil es da mehr aufregende Situationen gibt“, freut sich Schüler.

Auch wenn Puchlers Hauptaugenmerk zunächst auf der Defensive ruht, möchte er „einen attraktiven Fußball spielen, der auch den Jungs Spaß macht – nur dann ist man auch erfolgreich“. Als Ziel hat er einen einstelligen Tabellenplatz ausgegeben. Unter seinem Vorgänger wurde der TV Dötlingen einmal Vierter (2018) und zweimal Zehnter (2017, 2019).  mar

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