VfL Wildeshausen verspielt beim 3:2 in Bunde beinahe einen 3:0-Vorsprung

Drei Punkte für Papa Elia

Zwei Treffer steuerte Maximilian Seidel zum 3:2 beim TV Bunde bei. Bereits beim 5:1 im Nachholspiel gegen den VfL Oythe hatte er einen Doppelpack geschnürt. Insgesamt kommt Wildeshausens Angreifer jetzt auf zehn Saisontore. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Marco Elia bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Und das aus gutem Grund: Am Freitag war der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen zum ersten Mal Vater geworden. Doch nicht nur die Geburt seines Sohnes Gabriel ließ den 40-Jährigen strahlen: Durch das 3:2 (2:0) beim TV Bunde sind die Krandel-Kicker nun schon seit sieben Spielen ungeschlagen und haben als Tabellensechster bereits 30 Punkte auf dem Konto – der Klassenerhalt rückt immer näher.

„Das Spiel wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Dass es am Ende ein Dreier geworden ist – umso schöner“, strahlte Elia, der sich direkt nach dem Abpfiff ins Auto setzte, um schnellstmöglich wieder bei seiner kleinen Familie zu sein. Zuvor hatten er und der VfL-Anhang jedoch noch einmal kräftig um den bereits sicher geglaubten Sieg zittern müssen. „Dabei sah es so aus, als hätten wir alles im Griff gehabt“, pustete Elia durch.

Denn die Gäste hatten komfortabel mit 3:0 geführt. Nach einer halben Stunde köpfte Maximilian Seidel einen Eckball von Storven Bockhorn zum 1:0 ins Netz (30.). Kurz vor der Pause hämmerte Torjäger Lennart Feldhus einen Freistoß aus 20 Metern unten rechts zum 2:0 in die Maschen (42.). Und in der zweiten Halbzeit verwertete Seidel eine Feldhus-Ablage von der Strafraumgrenze zum 3:0 (58.). Der Drops schien gelutscht.

„Wer mir da gesagt hätte, dass wir am Ende mit 3:2 gewinnen, den hätte ich für verrückt erklärt. Ich habe geglaubt, dass es 5:0 oder 6:0 ausgeht“, sagte Elias Trainerpartner Marcel Bragula. Unter anderem ließen Seidel (52.) und Lennart Flege (54./Pfosten) Großchancen aus. „Wir müssen das 4:0 machen, aber da fehlte die Zielstrebigkeit“, schimpfte Bragula. Stattdessen musste er eine „dunkle halbe Stunde“ miterleben.

Denn in der Schlussphase brachten sich die Wildeshauser kräftig in die Bredouille. Storven Bockhorn wollte das Geschehen beruhigen und spielte einen langen Rückpass auf den weit vor seinem Tor stehenden Sebastian Pundsack. Der Keeper konnte den Ball nur in Brusthöhe annehmen, die Kugel sprang einige Meter weiter, und Keno Schmidt sagte danke – 1:3 (69.).

Direkt nach dem Anstoß leistete sich Bockhorn einen weiteren kapitalen Schnitzer. Die Gastgeber fingen seinen Querpass ab, doch Pundsack konnte mit größter Mühe den Anschlusstreffer verhindern. Es passte zu seinem gebrauchten Tag, dass sich Bockhorn auch noch die fünfte Gelbe Karte abholte. Der Routinier ist damit für das Auswärtsspiel beim SV Holthausen-Biene (Sonnabend, 26. März, 16 Uhr) gesperrt.

„Eine Stunde lang war alles wunderbar: Wir waren hinten stabil, haben Chancen kreiert – und plötzlich brichst du ein“, ärgerte sich Bragula. Seine Crew bettelte nun förmlich um das 3:2 und bekam es durch Keno Schmidt prompt serviert (72.). Anschließend lag sogar der Ausgleich in der Luft. Doch Sebastian Pundsack, der schon in der ersten Halbzeit mehrfach bravourös gehalten hatte, hielt den Dreier fest. „Bunde hat großen Kampfgeist gezeigt und hätte den Punkt am Ende verdient gehabt“, gestand Bragula. Stattdessen wanderten die Zähler aus dem Rheiderland an die Hunte.

„Wir haben jetzt 30 Punkte. Damit sind wir glücklich und zufrieden. Die zehn Punkte, die uns noch fehlen, werden wir schon irgendwie holen. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass wir auch in der nächsten Saison in Wildeshausen Landesliga-Fußball sehen werden“, bilanzierte Bragula nach dem erlösenden Schlusspfiff. - mar

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