Dreht Hermes im Derby wieder auf?

Duell der Faustball-Erstligisten Ahlhorner SV und TV Brettorf beschließt Hinrunde

Brettorfs Angreifer Hauke Rykena (links) und Ahlhorns Jan Hermes beim Blockduell.
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Umkämpftes Derby: Beim bislang letzten Aufeinandertreffen in der Halle lieferten sich Brettorfs Hauke Rykena (l.) und Ahlhorns Jan Hermes viele packende Duelle – am Ende triumphierte Brettorf hauchdünn mit 5:4.

Ahlhorn – Das Interesse am Landkreisderby zwischen den Erstliga-Faustballern des Ahlhorner SV und TV Brettorf ist ungebrochen. Corona und der 2G-plus-Regelung zum Trotz, hatten sich bis Mittwochabend bereits rund 75 Zuschauer angemeldet. Aus Gründen des Infektionsschutzes werden aber nur 30 Prozent der Plätze in der Ahlhorner Sporthalle Am Lemsen besetzt. Das heißt: Etwa 100 Personen können an diesem Freitag ab 20 Uhr dabei sein.

Klaus Tabke hat in seinem langen Faustballerleben schon einige Derbys mitgemacht. „Inzwischen ist die Rivalität zwischen beiden Vereinen nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor 20 Jahren“, findet Brettorfs Trainer. Mittlerweile kribbelt es bei ihm auch nicht mehr Tage im Voraus. „Das kommt dann, wenn ich die Halle betrete“, sagt der 56-Jährige. Anders bei seiner Crew. „Die Jungs sind heiß!“, sagt Tabke vor dem letzten Hinrundenspiel.

Beim bislang letzten Aufeinandertreffen unterm Hallendach hatte sich Brettorf am 20. Dezember 2019 in einem epischen Duell nach 2:17 Stunden Spielzeit mit 5:4 durchgesetzt. Im Hinspiel derselben Saison hatten die Schwarz-Weißen ihren schwächelnden Konkurrenten in nicht einmal einer Stunde mit 5:0 abgewatscht. Dafür war der ASV in der Saison 2018/2019 zweimal als Sieger vom Feld gegangen (5:2/5:3). Die Serie 2020/2021 fiel dann der Pandemie zum Opfer.

Und diesmal? „Ich hoffe, dass wir die Punkte mit nach Hause nehmen. Wenn ich auf die Tabelle gucke, sind wir Favorit – alles andere wäre nicht ehrlich“, sagt Tabke. Bei einem Sieg würde sein Team nach Punkten mit dem Tabellenzweiten TSV Hagen 1860 gleichziehen, bei einem 5:2 oder einem höheren Erfolg den DM-Ausrichter sogar auf Platz drei verdrängen. „Wenn wir das Spiel nach Hause kriegen, sieht es schon ganz gut aus“, meint Tabke. Ja, wenn. Denn der TVB-Coach weiß nur zu gut, dass ASV-Schlagmann „Jan Hermes immer ordentliche Spiele gegen uns gemacht“ hat.

„Natürlich würden wir uns freuen, wenn die Fünf mal wieder bei uns steht. Allerdings wissen wir, dass die Brettorfer als Favorit ins Spiel gehen. Wenn sie Normalform erreichen, wird es schwer“, sagt Tim Albrecht. Für Ahlhorns Spielertrainer ist das Derby „immer noch eine besondere Geschichte“. Er erinnert sich an „viele spannende Spiele über neun Sätze“. Der 29-Jährige hofft, dass seine Mannen „eine gute Leistung auf den Hallenboden kriegen“ und auch diesmal für einen ausgeglichenen Verlauf sorgen können. Im Erfolgsfall würden die Ahlhorner auf den fünften Tabellenplatz klettern und sich im Kampf um den Klassenerhalt ordentlich Luft verschaffen.

Die Gastgeber müssen auf Allrounder Erik Grotelüschen verzichten, der sich vor zwei Wochen in Hagen eine Knieverletzung zugezogen hatte. „Das Kreuzband und das Innenband sind wohl heile geblieben, aber eventuell hat der Meniskus was abbekommen“, berichtet Tim Albrecht von der MRT-Untersuchung. Auf Brettorfer Seite laboriert Linkshänder Vincent Neu weiterhin an Ellenbogenproblemen.

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