Rechtsverteidiger tritt mit VfL Wildeshausen bei Ex-Club BV Cloppenburg an

Dreher trifft auf seine alte Liebe

Schnelles Wiedersehen: Rechtsverteidiger Alexander Dreher tritt mit dem VfL Wildeshausen bei seinem Ex-Club BV Cloppenburg an. Foto: Büttner

Wildeshausen – Als der Spielplan der Fußball-Landesliga fertig war, suchte Alexander Dreher sofort nach einer ganz bestimmten Partie. Schnell wurde er fündig. Bereits am fünften Spieltag muss der Rechtsverteidiger mit seinem neuen Verein VfL Wildeshausen bei seinem Ex-Club BV Cloppenburg antreten. An diesem Freitag, 19.30 Uhr, ist es soweit. „Ich freue mich auf das schnelle Wiedersehen und dass wir nicht im Winter, sondern bei guten Bedingungen spielen“, fiebert Dreher der Begegnung entgegen. Die Fußblessur, an der er seit einiger Zeit laboriert, blendet er dabei aus. „Ich hoffe natürlich, dass ich in der Startelf stehe“, sagt der Blondschopf.

Wenige Wochen nach seinem Wechsel von der Friesoyther Straße in den Krandel sind Drehers Kontakte zum BVC natürlich noch heiß und die Erinnerungen an seine drei Oberliga-Spielzeiten im Zebra-Dress frisch. „Im Verein war sehr viel Chaos. Aber in der Mannschaft hat es immer gestimmt, sonst wäre es sogar noch weiter bergab gegangen“, glaubt der 28-Jährige.

Der einst so stolze Regionalligist ist nach zwei Abstiegen (2016, 2019) inzwischen nur noch sechstklassig. „Wenn wir den älteren Wildeshausern in den 80er- oder 90er-Jahren erzählt hätten, dass der VfL mal ein Pflichtspiel gegen den BV Cloppenburg bestreitet, hätten die gefragt, ob wir Tabletten nehmen“, verdeutlicht VfL-Coach Marcel Bragula.

Nicht nur für Dreher ist die Partie in der M&P-Arena eine ganz besondere. Schließlich ist er nicht der einzige Wildeshauser mit einer BVC-Vergangenheit. Innenverteidiger Mika Ostendorf wechselte ebenfalls in diesem Sommer aus der Cloppenburger U 19 an die Hunte. Abwehrchef Marius Krumland hatte diesen Schritt bereits im Jahr davor vollzogen. Krumland war es auch, der seinen Kumpel Dreher nach Wildeshausen lotste.

Umgekehrt wirbelt für die Crew von BVC-Coach Wolfgang „Maxe“ Steinbach in Janek Jacobs ein ehemaliger Wildeshauser. Der 25-jährige Flügelflitzer wurde in der vergangenen Saison beim VfL Oythe nicht glücklich und heuerte nun wieder in Cloppenburg an, wo er bereits von 2016 bis 2018 spielte.

Jacobs bilde zusammen mit Torjäger Dio Ipsilos, Derrick Ampofo und Benny Boungou eine der besten Offensivreihen der Landesliga, findet Bragula. „In der Offensive sind sie echt stark“, bestätigt Dreher die Einschätzung seines Trainers. Dafür sei der Tabellensechste hinten anfällig: „Da könnte was gehen – gerade über unsere schnellen Außen.“

Allerdings darf der Aufsteiger auch die eigene Defensive nicht vernachlässigen. Zwar kassierten die Krandel-Kicker in vier Landesliga-Partien erst zwei Gegentreffer, dafür fingen sie sich beim Bezirkspokalaus in Brake gleich deren drei (1:3). „Hauptproblem war das Umschalten nach Ballverlusten. Da müssen wir kompakter und aggressiver sein“, fordert Bragula. Allerdings fehlten ihm am Mittwoch aus unterschiedlichen Günden auch zehn Akteure (Jan Lehmkuhl, René Tramitzke, Robin Ramke, Sebastian Bröcker, Marius Krumland, Thorben Schütte, Alexander Kupka, David Lohmann, Philipp Finger, Steven Müller-Rautenberg). Zumindest Lehmkuhl, Schütte und Ramke dürften in Cloppenburg wieder dabei sein.

Die Gastgeber müssen auf die gesperrten Jan-Philip Plaggenborg und Michael Lohe verzichten. Verteidiger Plaggenborg hatte beim 3:0-Auswärtserfolg über GW Firrel wegen Foulspiels und Meckerns Gelb-Rot gesehen (54.), Mittelfeldspieler Lohe nach einem groben Foul sogar glatt Rot (33.).  mar

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