TV Dötlingen zieht durch 5:2 beim TSV Ippener ins Kreispokal-Viertelfinale ein

Zwei Treffer, drei Vorlagen: Bröcker der Mann des Tages

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Dötlingens Sebastian Bröcker (l., im Laufduell mit Dennis Bullmann) war mit drei Vorlagen und zwei Treffern der Mann des Tages.

Gross Ippener - Von Sven Marquart. Ecke, Tor – so einfach kann Fußball sein! Wie einfach, zeigte Kreisliga-Aufsteiger TV Dötlingen gleich drei Mal beim 5:2 (3:0) im Kreispokal-Achtelfinale über den letztjährigen Klassenkonkurrenten TSV Ippener. Die ersten drei Dötlinger Treffer resultierten aus Eckstößen von Sebastian Bröcker. Die beiden anderen Tore besorgte der Mann des Tages dann selbst.

Gästecoach Georg Zimmermann hatte auf seinen etatmäßigen Kapitän Julian Eilers (Wadenprellung) verzichtet, um ihn für das Punktspiel gegen RW Hürriyet zu schonen. Anstelle von Innenverteidiger Eilers brachte der Übungsleiter mit Bröcker einen zusätzlichen Offensivmann und operierte hinten mit einer Dreierkette – ein prima Schachzug, wie sich bald herausstellen sollte.

Die Anfangsviertelstunde gehörte allerdings den Ippeneranern, ehe Joole Bredehöft völlig ungehindert zum 1:0 einköpfen durfte (14.). Beim 2:0 ließen die Gastgeber Gerrit Schüler gewähren (37.), beim 3:0 erfreute sich Roman Seibel aller Freiheiten (40.). Diesmal hatte Hendrik Sandkuhl kurz ausgeführt, bevor Sebastian Bröcker flankte. „Diese Variante haben wir schon mal im Training geübt – dazu muss man aber auch das Selbstvertrauen haben“, freute sich Georg Zimmermann.

Nachdem Roman Seibel den Ball an den Pfosten des leeren Tores gesetzt hatte (44.), hätten Florian Schamberg (45.) und Marco Brockmann (45.+1) noch vor dem Wechsel verkürzen können. So ging es mit dem 3:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Sebastian Bröcker mit einer tollen linken Klebe vom linken Strafraumeck auf 4:0 (57.).

Die Partie wurde nun zunehmend hektischer, so dass Schiedsrichter Horst Dräger (Delmenhorster TB) kurzzeitig den Überblick verlor: Der Unparteiische zeigte Burak Aruk für ein Foul an Gerrit Schüler Gelb-Rot, dabei war Ippeners Sechser noch gar nicht verwarnt. Nach TSV-Protesten und Rücksprache mit seinem Assistenten nahm Dräger den Platzverweis zurück (57.).

Bis zum 5:0 durch Sebastian Bröcker (67.) hatte Dötlingen die Zügel fest in der Hand. „Dass die Spannung rausgeht, hat mir nicht gefallen – wir hätten weiter von Mann zu Mann spielen sollen“, monierte Georg Zimmermann. Denn trotz des aussichtslos scheinenden Rückstandes wehrte sich der TSV Ippner vehement und kam durch einen von Spielertrainer Andreas Lorer verwandelten Foulelfmeter zum 1:5 (72.). TSV-Kapitän Florian Schamberg war im Strafraum zu Fall gekommen.

Marco Brockmann betrieb mit dem 2:5 weiter Ergebniskosmetik (81.). Dabei hätte es nicht bleiben müssen, denn wenig später traf Brockmann nur den Pfosten (88.). Außerdem verzog Ninos Koria knapp (89.).

Zu diesem Zeitpunkt war Dötlingen bereits in Unterzahl: Niklas Hiegemann hatte für eine völlig übermotivierte Grätsche an der Außenlinie zu Recht die Rote Karte gesehen, wenngleich sein „Opfer“, Marco Brockmann, in dieser Szene auch eine gehörige Portion schauspielerisches Talent bewies (85.). „Bei diesem Spielstand muss Niklas den Zweikampf an der Seitenlinie gar nicht mehr führen“, rügte Georg Zimmermann seinen Angreifer.

„Die letzten zehn Minuten waren richtig stark von uns. Aber wer nach drei Standards drei Tore bekommt, hat es auch nicht verdient weiterzukommen. Dötlingen war im Kopf einen Tick schneller als wir“, resümierte TSV-Coach Alexander Heidt.

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