TV Dötlingen verliert zweites Endspiel in Folge / Bredehöft: „Das ist bitter“

Bastian Morche schießt VfL Stenum zum Pokalsieg

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VfL-Kapitän Julian Dienstmaier (vorne links) präsentiert seinen Mannschaftskollegen den Pokal.

Delmenhorst - Von Sven Marquart. Thomas Baake startete noch einen halbherzigen Fluchtversuch, doch es gab kein Entkommen: Bereits nach wenigen Metern hatte Bastian Morche den Trainer des Fußball-Kreisligisten VfL Stenum eingeholt und verpasste ihm nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg im Kreispokalfinale über den TV Dötlingen die obligatorische Sektdusche. Anschließend lagen sich Coach Baake und Siegtorschütze Morche in den Armen.

„Es war kein schönes Spiel, und der Sieg war hart erkämpft“, sagte der tropfnasse und klebende Baake, nachdem sich der erste Jubel gelegt hatte. „Aber das Gefühl, etwas erreicht zu haben, ist unbeschreiblich! Die Jungs sollen Vollgas geben – das haben sie verdient. Und ich werde das auch tun“, kündigte der VfL-Coach an. Wenig später wurde es schon wieder feucht: Torhüter Marco Scheffler bedachte den Übungsleiter mit einem Guss aus dem riesigen Bierhumpen, den der Pokalsponsor zur Verfügung gestellt hatte.

Die gut 200 Zuschauer auf der DTB-Anlage Am kleinen Meer hatten keinen spielerischen Leckerbissen gesehen. Dafür zwei Mannschaften, die taktisch äußerst diszipliniert zu Werke gingen. Allerdings wirkten die Stenumer zu Beginn einen Tick wacher. Dötlingens Schläfrigkeit nutzte Bastian Morche: Der 21-Jährige erzielte mit einem strammen Flachschuss das 1:0 (4.).

Es sollte der einzige Treffer in der chancenarmen Partie bleiben. Für Stenum hätte Morche nach einem Solo auf 2:0 erhöhen können, doch sein Schuss klatschte an den Außenpfosten (24.). Den Ausgleich verpassten Roman Seibel, der mit einem Kopfball aus Nahdistanz an Marco Scheffler scheiterte (69.), und Sebastian Bröcker, dessen Freistoß knapp am VfL-Tor vorbeisegelte (90.+2). Die dickste Möglichkeit hatte jedoch Joole Bredehöft, dessen Linksschuss vom Innenpfosten ins Feld zurück sprang (89.). „Den habe ich schon drin gesehen“, meinte der Mittelfeldspieler. Nach dem Abpfiff sank er enttäuscht auf den Rasen. „Das ist schon bitter, wenn man zwei Mal hintereinander im Finale verliert“, sagte Bredehöft. Im vergangenen Jahr hatte der TV Dötlingen mit 1:3 das Nachsehen gegen den SV Atlas. „Wir probieren’s ein drittes Mal“, erklärte Dötlingens Trainer Georg Zimmermann.

Trost spendete den Unterlegenen Thomas Baake. Er outete sich als „Fan der Dötlinger Mannschaft, die uns jedes Mal alles abverlangt“. So wie zuvor schon in den beiden Kreisliga-Partien (1:0/0:0). Kaufen kann sich der Tabellenneunte für die Komplimente freilich nichts, während die Stenumer am Sonntag die Chance haben, mit einem Sieg beim VfR Wardenburg das Double perfekt zu machen.

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