TV Dötlingen muss den Verlust von Sebastian Bröcker und Roman Seibel auffangen

Zimmermann: „Ich sehe uns nicht als Abstiegskandidaten“

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Verlängerte Arme des Trainers: Dötlingens Coach Georg Zimmermann (M.) mit seinen Kapitänen Julian Eilers (l.) und Jonas Krumland.

Dötlingen - Von Sven Marquart. Kontinuierlich hat Georg Zimmermann den TV Dötlingen während seiner fünfjährigen Trainerzeit weiter entwickelt. Zwei Mal erreichte der B-Lizenzinhaber mit seiner Mannschaft das Kreispokalfinale und führte sie nach dem Titelgewinn in der 1. Fußball-Kreisklasse in der vergangenen Saison bis auf Platz neun in der Kreisliga. Doch wie geht die Geschichte weiter?

Denn in Sebastian Bröcker (zum Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen) und Roman Seibel (zum Bezirksligisten SV Tur Abdin) stehen Zimmermann zwei torgefährliche Akteure nicht mehr zur Verfügung. Bröcker erzielte in der abgelaufenen Serie 14, Seibel 13 Treffer. „Besonders der Verlust von Sebi tut sehr weh. Es sind nicht nur seine Tore, auch die Arbeit im Mittelfeld muss nun ganz anders verteilt werden – ich weiß nicht, wie die jungen Leute, die nachrücken, das schaffen“, sagt der Coach auch mit Blick auf die A-Junioren Tim Meiners, Felix Brand und Maximilian Struve sowie Gillian Barnickel aus der zweiten Herrenmannschaft (4. Kreisklasse).

Eine „richtige Granate“ konnte Zimmermann nicht nach Dötlingen lotsen. Einziger externer Neuzugang ist Torhüter Harm Aike Hollmann (vorher VfL Wildeshausen). Der 21-Jährige hätte mit Hendrik Schulz um den Platz zwischen den Pfosten konkurrieren sollen. Doch unmittelbar, nachdem der Wechsel eingetütet war, brach sich Hollmann bei einem Motorradunfall den Arm, und zwar so kompliziert, dass er laut Zimmermann „im Jahr 2015 garantiert keinen Ball mehr fangen wird“. Weil sich Maximilian Welz mit unbekanntem Ziel verabschiedet hat, steht der TV Dötlingen nun ohne Ersatzkeeper da. „Notfalls müssen wir improvisieren“, sagt Zimmermann.

In seinem Kader vermisst der Übungsleiter „gestandene Spieler zwischen 24 und 28, die von allen akzeptiert werden und Ruhe reinbringen können“. Deshalb müssen beim TV Dötlingen bereits jüngere Akteure viel Verantwortung übernehmen. Diesbezüglich sind besonders Kapitän Julian Eilers (24) und dessen Stellvertreter Jonas Krumland (22) gefordert. „Ihr Wort hat Gewicht. Wenn sie etwas sagen, hören die anderen zu“, erläutert Zimmermann. Die beiden Innenverteidiger seien nicht nur körperlich robust, sondern auch intelligent. Aufgrund seiner Moral und seines Willens traut der Coach außerdem Johannes Ullerich eine herausragende Rolle zu.

„Wichtig wird sein, wie wir in die Saison reinkommen – die Jungs haben eine sehr hohe Erwartungshaltung an sich selbst“, berichtet Zimmermann. Es werde schwierig, besser abzuschneiden als in der Vorsaison. Aber so viel ist für den 61-Jährigen klar: „Ich sehe uns nicht als Abstiegskandidaten, sondern im dezenten Mittelfeld.“

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