Delmenhorster trainiert designierten Kreisliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen II

Döner tritt Höttges-Nachfolge an

Neue Aufgabe: Mete Döner trainiert in der kommenden Saison den VfL Wildeshausen II.

Wildeshausen – Der VfL Wildeshausen II ist seinem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen. Nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg über den TSV Ganderkesee II benötigt der Spitzenreiter der 1. Fußball-Kreisklasse aus den verbleibenden sechs Partien lediglich noch drei Punkte, um nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze verdrängt werden zu können.

Während allenfalls noch leichte Restzweifel an der Kreisliga-Rückkehr bestehen, ist bereits sicher, wer die Krandel-Kicker in der kommenden Saison trainiert. Wie VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel mitteilte, wird Mete Döner im Sommer die Nachfolge von Andree Höttges antreten. Den Noch-Coach zieht es bekanntlich zum Bezirksligisten SV Tur Abdin Delmenhorst.

Mete Döner führte in der vergangenen Saison RW Hürriyet als Vizemeister der 1. Kreisklasse zum Kreisliga-Aufstieg. Doch nach nur fünf Spielen der laufenden Serie erklärte der 39-Jährige bei den Delmenhorstern seinen Rücktritt. „Ich hatte gemerkt, dass ich eine Pause brauche und der Mannschaft nach drei Jahren eine andere Ansprache guttun würde“, erläutert Döner.

Vor seinem Engagement bei Hürriyet hatte der Einzelhandelskaufmann bereits erfolgreich beim KSV Hicretspor gearbeitet, den er in der Kreisliga-Spielzeit 2014/2015 zum Klassenerhalt führte. „Was Mete bislang geschaffen hat, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, betont Jöckel. Als Spieler war Döner ebenfalls für Hürriyet und Hicretspor aktiv, außerdem kickte der Delmenhorster für den SV Baris. Sein fußballerisches Rüstzeug erhielt Döner allerdings beim TV Jahn.

Den Kontakt zum zweifachen Familienvater stellte Marcel Bragula, der Trainer des Wildeshauser Bezirksliga-Teams, her. „Marcel hat mich gefragt, ob ich Lust hätte beim VfL einzusteigen, und dann ging alles ruckzuck. Wir haben uns zwei-, dreimal mit Ottmar Jöckel getroffen und schnell festgestellt, dass unsere Vorstellungen übereinstimmen“, berichtet Döner. Er wird Halil Ocak als Co- und Fitnesstrainer sowie „eventuell noch ein, zwei Spieler“ in den Krandel mitbringen.

„Wir haben nach einem Trainer gesucht, der noch jung ist, aber auch schon Erfahrung hat“, beschreibt Jöckel das Anforderungsprofil. Döner habe „einen sehr guten Leumund“ und viele seiner ehemaligen Spieler hätten äußerst positiv über ihn gesprochen. „Mete Döners Führungsstil ist anders als der von Andree Höttges: Er ist sehr kooperativ, diskussionsfreudig, dabei aber ruhig und überzeugend“, charakterisiert Jöckel den künftigen Übungsleiter der U 23.

Die Zusammenarbeit ist zunächst auf ein Jahr angelegt. „Mete soll mit der Mannschaft die Kreisliga halten, was bestimmt nicht einfach werden wird“, nennt Jöckel die Zielsetzung. „Für einen Aufsteiger ist der Klassenerhalt natürlich das primäre Ziel“, bestätigt Döner. Allerdings hat er sich auch „die Weiterentwicklung der einzelnen Spieler“ auf die Fahne geschrieben.

Der erste Eindruck von seiner künftigen Mannschaft sei jedenfalls positiv, versichert Döner: „Die Jungs machen alle einen netten, sympathischen Eindruck, und ich freue mich darauf, sie bald näher kennenzulernen.“ Allerdings wurde Döner ebenfalls Augenzeuge, wie sich die VfL-Reserve gegen die tiefstehende Verteidigung des TSV Ganderkesee II „hin und wieder sehr schwer getan hat“.

Diese Einschätzung teilte auch Amtsinhaber Höttges. „Die erste Halbzeit war sehr zäh. Wir hatten zu wenig Geschwindigkeit“, meinte der VfL-Coach. So ging es torlos in die Pause. „Die zweite Halbzeit war von uns sofort besser. Wir haben schneller und konzentrierter gespielt“, schilderte Höttges. Das schlug sich dann auch in Zählbarem nieder. Nach einem schönen Pass von Schahuaz Amir-Juki, der viele schlaue Spielzüge einleitete, tunnelte Henning Nitzsche TSV-Keeper Daniel Lübben zum 1:0 (52.). Auch das 2:0 ging auf Nitzsches Konto (63.). Den lupenreinen Hattrick verdarb sich der VfL-Torjäger selbst, indem er mit einem Foulelfmeter an Lübben scheiterte. Den Abpraller drückte Rascho Saadi zum 3:0 in die Maschen (74.).  mar

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

100 Tage vor dem Brexit: Boris Johnson wird neuer Premier

100 Tage vor dem Brexit: Boris Johnson wird neuer Premier

Schützenfest in Twistringen am Sonntag

Schützenfest in Twistringen am Sonntag

Schützenfest in Twistringen am Montag

Schützenfest in Twistringen am Montag

Sarah Köhler holt Silber - Wellbrock enttäuscht

Sarah Köhler holt Silber - Wellbrock enttäuscht

Meistgelesene Artikel

Alles verlernt? FC Huntlosen neben der Spur

Alles verlernt? FC Huntlosen neben der Spur

Pia Neuefeind brennt aufs Comeback

Pia Neuefeind brennt aufs Comeback

Drei hungrige „Neue“ für den FC Huntlosen

Drei hungrige „Neue“ für den FC Huntlosen

Krickes Kopfball ist beim 0:0 die beste VfL-Chance

Krickes Kopfball ist beim 0:0 die beste VfL-Chance

Kommentare