Wildeshausen II heute zum Derby in Dötlingen / Harpstedt prüft Wardenburg

Döner hat mehr Abwehr-Alternativen

Wieder dabei: Roman Seibel fehlte dem TV Dötlingen zuletzt wegen seines Hausbaus, steht heute im Derby gegen den VfL Wildeshausen II aber zur Verfügung.

Dötlingen – „Jetzt laufen die fiesen Wochen“, beschreibt Huntlosens Trainer Maik Seeger das Paket, das in der nächsten Zeit die Fußball-Kreisligisten aus der Region schultern müssen. Nacheinander stehen ihnen der VfR Wardenburg, Ahlhorner SV und Atlas Delmenhorst II bevor. „Allesamt Teams, die oben mitspielen werden“, verdeutlicht Seeger – und bezieht da auch den Harpstedter TB mit ein. Während der HTB heute in Wardenburg ran muss, reist Seegers FCH morgen nach Ahlhorn. Spannung verspricht zudem das heutige Derby zwischen dem TV Dötlingen und dem VfL Wildeshausen II.

VfR Wardenburg - Harpstedter TB (Freitag, 19.30 Uhr): Jörg Peuker weiß, dass einige Beobachter der Kreisliga Wardenburg und Harpstedt zu den Mitfavoriten um den Titel zählen. Deshalb sieht der HTB-Trainer dieses Duell schon als ein Schlüsselspiel an: „Danach wissen wir, wohin für uns ungefähr die Reise geht.“ Die beiden jüngsten Trainingswochen stimmen ihn optimistisch, dass sich sein Team besser präsentiert als während der jüngsten 0:4-Schlappe beim VfR in der Vorsaison: „Das war kurz nach der Winterpause, aber jetzt sind wir gut im Flow des Großplatzes.“ Zudem schweben ihm „ein paar Systemänderungen“ vor. Keine Rolle in diesen Überlegungen spielen die Langzeitverletzten Linus Jasper, Niklas Fortmann und Timo Höfken sowie der an einer Fußblessur laborierende Alexander Geisler und Hendrik Glück, der sich bei einem Einsatz mit der zweiten Mannschaft eine Platzwunde zugezogen hatte.

TV Dötlingen - VfL Wildeshausen (Freitag, 20.00 Uhr): Die Vorfreude bei den Hausherren aufs Derby ist groß, die Stimmung nach dem ersten Saisonsieg am Sonntag in Hasbergen gut. „Wir haben Moral bewiesen“, freute sich Dötlingens Trainer Joachim Puchler über das 4:3 nach einem 1:3-Rückstand, wenngleich er angesichts der vier Hasberger Platzverweise und der Roten Karte gegen seinen Spieler Philipp Karthäuser einräumte: „Mit Fußball hatte das wenig zu tun.“ Der nur für eine Partie gesperrte Karthäuser fehlt heute ebenso wie die Langzeitverletzten Johan Hannink (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch) und Kevin Strumpski (Muskelbündelriss). Der zuletzt angeschlagene Benjamin Bohrer könnte ebenso ins Mittelfeld zurückkehren wie der mit seinem Hausbau beschäftigte Stürmer Roman Seibel. Zudem hat Hendrik Sandkuhl seinen Trainingsrückstand nach dem Urlaub aufgeholt und wäre ebenfalls eine Alternative. „Wildeshausen ist wie alle zweiten Mannschaften eine Wundertüte“, weiß Puchler angesichts der Gefahr, dass die Landesliga-Reserve Verstärkungen aus dem Erstherren-Kader bekommt. „Aber wenn wir unsere eigenen Fehler abstellen, bin ich optimistisch.“ Er schätzt, dass heute diejenige Mannschaft als Sieger vom Platz geht, „die mehr Willen zeigt“.

Von dieser Mentalität vermisste Mete Döner während der jüngsten Niederlage des von ihm trainierten VfL gegen den VfL Stenum II die eine oder andere Portion. Spielerisch war er nicht unzufrieden, „aber es geht immer noch ein Stück besser.“ Im gestrigen Abschlusstraining wollte er an der Defensivarbeit feilen und die Anfälligkeit bei Kontern minimieren. „In Dötlingen möchten wir Wiedergutmachung für das 0:1 in Stenum betreiben“, gibt Döner als Marschroute aus. Dafür hat er in der Abwehr nun wieder mehr Alternativen: Innenverteidiger Peter Schlüter und Linksverteidiger Matthias Hennig haben ihre Verletzungen auskuriert.

Ahlhorner SV - FC Huntlosen (Samstag, 15.00 Uhr): „Von der Papierform her ist es ein Derby, von der Realität her nicht“, urteilt FCH-Trainer Maik Seeger angesichts der unterschiedlichen Philosophien beider Vereine. Während sich die Ahlhorner in diesem und im vorigen Sommer gezielt von außerhalb verstärkt hatten, halten Seeger & Co. am Konzept fest, vorwiegend mit „Huntloser Jungs“ zu arbeiten.

Seegers jüngste Beobachtung des Gegners ist allerdings schon fast ein Muster ohne Wert. Denn inzwischen haben sich Shqipron Stublla und Liridon Stublla schwer verletzt. „Das ist schon ein erheblicher Faktor“, weiß Seeger um den Qualitätsverlust in der Offensive. Er selbst muss ebenfalls einige Ausfälle kompensieren, „aber dafür kehren auch wieder einige zurück. Unser Kader ist groß genug“, vertraut der Coach seinem Team. Unter anderem ist Dennis Jielg wieder dabei, der nach seiner Hochzeit und den Flitterwochen zumindest wieder auf der Bank Platz nimmt.  ck

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