Meister Wildeshausen verspielt bei GVO Oldenburg 3:0-Pausenführung – 4:4

Dittrichs Verletzung schockt VfL

Musste für die Schlussphase ins Tor: Linksverteidiger Philipp Finger. Foto: Marquart

Wildeshausen – Die Partystimmung beim VfL Wildeshausen war wie weggeblasen. Trotz einer 3:0-Pausenführung musste sich der Meister der Fußball-Bezirksliga beim Tabellenzweiten GVO Oldenburg mit einem 4:4 begnügen. Doch was wesentlich schlimmer wog: VfL-Keeper Felix Dittrich verletzte sich und musste mit Verdacht auf Achillessehnenriss ins Krankenhaus gebracht werden.

Dittrich hütete anstelle des abwesenden Kapitäns Sebastian Pundsack das Tor. Auf der Ersatzbank hatte U 23-Schlussmann Maik Backhus Platz genommen. Doch weil die Krandel-Kicker vor Dittrichs Verletzung bereits dreimal gewechselt hatten, musste Linksverteidiger Philipp Finger für die letzten zehn Minuten zwischen die Pfosten. Obwohl GVO unter anderem bei zwei Eckstößen gefährlich vor das Wildeshauser Tor kam, blieb Finger ohne Gegentreffer.

Doch das tangierte Marcel Bragula allenfalls am Rande. „So eine zweite Halbzeit ist nicht hinnehmbar. Darüber müssen wir sprechen. Es darf nicht passieren, dass du zur Pause mit 3:0 führst und plötzlich mit 3:4 hinten liegst“, ärgerte sich der VfL-Coach. Immerhin konnte er seiner Crew zugute halten, dass ihr noch das 4:4 gelang.

Dabei hatte der Nachmittag aus Sicht der Gäste optimal begonnen. GVO ließ sich nicht lumpen und spendierte dem Meister zwei Fässer Bier. Auch nach dem Anpfiff agierten die Osternburger zunächst sehr freigiebig. Bereits in der sechsten Minute durfte Lennart Feldhus nach einem perfekten Pass von Michael Eberle aus 18 Metern flach zum 1:0 ins linke Eck verwandeln. Feldhus servierte anschließend für Maximilian Seidel, der GVO-Keeper Lukas Oltmanns beim 1:0 keine Chance ließ (11.). Wenig später zappelte der Ball zum dritten Mal im GVO-Netz. Doch Schiedsrichter Muhammed Yasin (BV Garrel) hatte ein Foulspiel von Feldhus gesehen, der einen Freistoß von Lukas Schneider eingeköpft hatte (14.). Für das 3:0 zeichnete schließlich Marius Krumland verantwortlich: Nach Eckstoß von Christoph Stolle und Kopfballverlängerung von Schneider verwandelte der Innenverteidiger am zweiten Pfosten eiskalt im Stile eines Torjägers (43.).

„In der ersten Halbzeit waren wir sehr effektiv. Aber was in der zweiten Hälfte passiert ist, kann ich mir nicht erklären“, rätselte Bragula. Plötzlich reihte die beste Defensive der Liga Fehler an Fehler – und GVO nutzte das auch ohne den Toptorschützen Lasse Dworczak (25 Saisontreffer) weidlich aus. Vor dem 1:3 durch Tilko Trebesch patzte Thorben Schütte (47.). Beim 2:3 hatte Maximilian Schmidt viel zu viel Platz (55.). Das 3:3 resultierte aus einem nicht unhaltbaren Fernschuss von Patrick Warns (61.). „Aber schon vorher haben wir keinen Druck auf den Ball bekommen“, monierte Bragula. Und schließlich gelang Patrick Janzen sogar noch das 4:3 für die Gastgeber (77.). Doch im direkten Gegenzug markierte VfL-Kapitän Sascha Görke das 4:4 (78.).

Kurz darauf verletzte sich dann Felix Dittrich und versetzte den Meister in einen Schockzustand.  mar

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