VfL-Kapitän Pundsack auch gegen ESV Wilhelmshaven nur auf der Bank

Dittrich darf drinbleiben

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Beim VfL Wildeshausen aktuell die Nummer eins: Felix Dittrich wird auch im Heimspiel gegen den ESV Wilhelmshaven das Tor hüten.

Wildeshausen – Never change a winning team. Diese vom einstigen englischen Nationalcoach Sir Alfred Ramsey geprägte Weisheit findet im modernen Fußball kaum noch Anwendung. Trainer krempeln ihre Formation heutzutage nicht mehr allein bei Sperren und Verletzungen um, sondern auch aus Gründen der Taktik und Belastungssteuerung. Nur zwischen den Pfosten setzen sie gern auf Kontinuität. Doch ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase hat Marcel Bragula beim Bezirksliga-Spitzenreiter VfL Wildeshausen den Torwart gewechselt. So wird im Heimspiel gegen den ESV Wilhelmshaven (Sonntag, 15 Uhr) wie schon beim 3:0 über den Heidmühler FC und beim 3:2 in Stenum Felix Dittrich anstelle von VfL-Kapitän Sebastian Pundsack das Wildeshauser Tor hüten.

„Unser Torwarttrainer Eike Bothe hat mir gemeldet, dass beide auf Augenhöhe sind“, berichtet Bragula. Er entschloss sich zum Wechsel, weil Pundsack vor dem Heidmühle-Spiel krank war und zuletzt nur eingeschränkt trainieren konnte. Da Dittrich in beiden Partien gut hielt, sieht der VfL-Coach „aktuell keinen Grund, ihn wieder rauszuziehen“. Außerdem seien beide Schlussmänner eng befreundet. „Sie gönnen es sich gegenseitig.“ So kommt Dittrich in der laufenden Saison auf acht, Pundsack auf 14 Einsätze. Dabei sind die Krandel-Kicker mit Dittrich als letztem Mann noch ungeschlagen und büßten lediglich beim 0:0 in Bümmerstede Punkte ein. Ein gutes Omen für die Partie gegen den Tabellenvierzehnten von der Jade?

„Wir sind klarer Favorit, und ich will den Gegner nicht starkreden – aber das wird kein Selbstgänger“, warnt Bragula. Seine Mannschaft kämpfe um den Meistertitel, der Eisenbahner Sportverein um den Klassenerhalt: „Das verspricht ein spannendes Spiel.“ Zumal im Kader seines ESV-Kollegen Michael Janßen „einiges an Qualität“ steckt: So verfügen Tim und Lucas Janßen über Oberliga-Erfahrung. Torjäger Nayil Nalbant (neun Saisontreffer) weiß, wo die Bude steht, und Mohammed Hammoud hält Bragula für „einen der besten Sechser der Liga“. Trotzdem haben die Wilhelmshavener ein ausgewachsenes Defensivproblem. Zusammen mit dem SV Baris Delmenhorst, der es nach den beiden jüngsten Klatschen in Stenum (3:7) und beim SV Tur Abdin (1:8) ebenfalls auf 73 Gegentreffer bringt, stellen sie die Schießbuden der Liga. Vier Tore schenkten ihnen die Wildeshauser Thorben Schütte (18.) und René Tramitzke (43./78./89.) beim 4:0 im Hinspiel ein.

Schütte und Tramitzke gehören genauso wie Maximilian Seidel und Jannik Wallner dem Mannschaftsrat an. Einer aus diesem Quartett wird die Wittekind-Crew am Sonntag als Kapitän aufs Feld führen. Wer? „Das werde ich nach dem Abschlusstraining festlegen“, kündigte Bragula am Freitag an. Denn während Pundsack auf der Bank Platz nehmen wird, ist sein Vertreter Sascha Görke nach der fünften Gelben Karte gesperrt.

Bragulas Hoffnung, dass über Ostern der eine oder andere Spieler nach auskurierter Verletzung zurückkehrt, erfüllte sich nicht.  mar

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