Die Suche nach dem Spielrhythmus

Saisonfinale: TV Brettorf darf in die Siegerrunde, Ahlhorner SV muss in die Verliererrunde

Andrej Macht vom Faustball-Erstligisten Ahlhorner SV bei der Ballannahme.
+
Magere Ausbeute: Den Ahlhorner Erstliga-Faustballern um Andrej Macht gelangen im bisherigen Saisonverlauf erst zwei Satzgewinne. In der Verliererrunde will sich der ASV Selbstvertrauen für die Aufstiegsspiele holen.

Brettorf/Ahlhorn – Saisonfinale in der 1. Faustball-Bundesliga Nord. An diesem Sonnabend steht für die Männer die Sieger- und Verliererrunde auf dem Programm. Mit dabei: der TV Brettorf und der Ahlhorner SV.

Während die Brettorfer als Ausrichter der deutschen Meisterschaft (28. und 29. August) völlig entspannt zur Siegerrunde nach Berlin fahren können, weil sie bereits für die Endrunde qualifiziert sind, sieht die Situation bei den Ahlhornern hingegen etwas anders aus. Der Klassenerhalt ist rechnerisch nicht mehr möglich. Doch aufgrund der Coronapandemie bleibt der Mannschaft von Spielertrainer Tim Albrecht ein Hintertürchen offen. Als Absteiger aus der ersten Liga ist der ASV zumindest für die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga Nord gesetzt. Dennoch haben sich die Ahlhorner für die Verliererrunde einiges vorgenommen. Immerhin fungieren sie als Ausrichter, wollen sich vor heimischem Publikum ordentlich präsentieren. Los geht es sowohl in Berlin als auch in Ahlhorn jeweils um 15 Uhr.

Während es die Brettorfer (aktuell Dritter) in der Siegerrunde mit Tabellenführer TSV Hagen 1860, dem Zweiten Berliner TS und Gastgeber VfK 1901 Berlin zu tun bekommen, müssen sich die Ahlhorner als Schlusslicht mit dem VfL Kellinghusen, Leichlinger TV sowie TK Hannover auseinandersetzen.

„Wir fahren natürlich nach Berlin, um die Spiele zu gewinnen“, lässt Brettorfs Trainer Klaus Tabke keine Zweifel aufkommen. Doch als Favorit sieht er seine Mannschaft in der Bundeshauptstadt nicht unbedingt: „Gerade die Hagener haben eine sehr routinierte Mannschaft zusammen“, stehen zu Recht an der Spitze der Tabelle. Und auch die Berliner TS hat es in sich. „Sie sind in dieser Saison viel routinierter als wir aufgetreten“, weiß Tabke: „Wir dagegen haben unseren Spielrhythmus noch nicht richtig gefunden.“ Dieser soll aber so schnell wie möglich wiedergefunden werden. „Gerade auch mit Hinblick auf die anstehende DM“, blickt Tabke voraus: „Am Ende wird in Berlin die Tagesform entscheiden. Was ich von meinen Jungs erwarte, ist, dass sie dort 100 Prozent geben. Aber gleichzeitig auch nicht ihre Lockerheit verlieren.“

Und selbst wenn die Finalrunde nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen sollte, wäre dies kein Beinbruch. Zwar qualifizieren sich nur die ersten Drei für die DM in Brettorf, aber als Ausrichter wäre das Tabke-Team auch als Vierter sicher bei der Heim-DM dabei.

Über solche Konstellation brauchen sich die Ahlhorner keine Gedanken zu machen. Als Tabellenletzter spielt die DM in ihren Überlegungen eh keine Rolle. Viel mehr geht es darum, in welcher Liga sie zukünftig auflaufen werden: 1. Bundesliga Nord oder 2. Bundesliga Nord? Die Tendenz geht eher Richtung Liga zwei.

Das liegt unter anderem auch daran, dass die Crew aus der Gemeinde Großenkneten keines ihrer sieben Ligaspiele gewinnen konnte. Selbst wenn die Ahlhorner alle ihre Begegnungen in der Verliererrunde gewinnen sollten, stehen sie als Absteiger fest. Es geht nur noch darum, wer den Ahlhornern dann in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga folgen wird.

Denn aufgrund der Coronapandemie ist es den beiden Absteigern aus der 1. Bundesliga Nord ausnahmsweise gestattet, an der Aufstiegsrunde teilzunehmen. Insofern wollen Tim Albrecht und Co. nun für eben diese Selbstvertrauen tanken. „Leider können wir in der Verliererrunde nichts mehr reißen, können maximal noch den siebten Platz erreichen. Deswegen wollen wir unbedingt noch das eine oder andere Spiel gewinnen – allein schon für den Kopf“, blickt Tim Albrecht voraus: „Zumal wir zu Hause vor heimischem Publikum auflaufen. Insofern können wir ganz locker aufspielen, haben wenig bis gar keinen Druck.“

Dass es diese Saison nicht so lief, wie es sich die Ahlhorner vorgestellt haben, liegt laut Tim Albrecht auch an ihnen selbst: „Wir hatten zwar gute Ansätze, aber waren in den entscheidenden Phasen nicht da. Uns sind in der Saison einfach zu viele Fehler passiert. Das zeigt auch der Blick auf die Tabelle. Bisher haben wir nur zwei Sätze gewinnen können.“ Daher ist es Tim Albrecht auch wichtig, dass sein Team in der Verliererrunde ein anderes Gesicht zeigt als zuletzt: „Sollte es uns gelingen, können wir zumindest mit einer breiten Brust die Aufstiegsrunde angehen.“

Diese setzt sich dann wie folgt zusammen: Die beiden Letzten der 1. Bundesliga Nord bilden zusammen mit den Erst- und Zweitplatzierten der 2. Bundesliga West und Ost jeweils zwei Dreiergruppen. Die Erstplatzierten der jeweiligen Dreiergruppen steigen dann in die 1. Bundesliga Nord auf.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Trainer Wennmann: „Der Jupp spinnt“

Trainer Wennmann: „Der Jupp spinnt“

Trainer Wennmann: „Der Jupp spinnt“
Alle Augen auf Grieskirchen

Alle Augen auf Grieskirchen

Alle Augen auf Grieskirchen
Mannschaft des VfL Wildeshausen II in Quarantäne

Mannschaft des VfL Wildeshausen II in Quarantäne

Mannschaft des VfL Wildeshausen II in Quarantäne
Tolle Stimmung und Werder-Sieg

Tolle Stimmung und Werder-Sieg

Tolle Stimmung und Werder-Sieg

Kommentare