Wildeshausens Trainer Bragula geht von einer brutalen Abstiegsrunde aus

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Hat noch ein Fünkchen Hoffnung auf die Aufstiegsrunde: Wildeshausens Coach Marcel Bragula.
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Hat noch ein Fünkchen Hoffnung auf die Aufstiegsrunde: Wildeshausens Coach Marcel Bragula.

Marcel Bragula muss sich noch ein wenig gedulden. „Am Montag soll ein virtueller Staffeltag stattfinden“, berichtet der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen. Dann weiß der Coach auch genau, an welchen Tagen die beiden noch ausstehenden Nachholspiele über die Bühne gehen sollen. „Theoretisch besteht für uns noch die Chance auf die Aufstiegsrunde“, erklärt der VfL-Coach. Dafür müsste Wildeshausen, aktuell Siebter, aber noch den vierten Tabellenplatz erreichen.

Wildeshausen – Und gerade eines der beiden Nachholspiele hat es in sich. So müssen die Wildeshauser ausgerechnet noch gegen den Klassenprimus SV Hansa Friesoythe ran – und gegen den Fünften SV Sparta Werlte. Beide Begegnungen müssten gewonnen werden, um die Chance zu wahren. Außerdem ist die Bragula-Elf auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen. „So lange die Chance aber besteht, werden wir alles dafür tun, sie zu nutzen. Auch wenn sie nur sehr, sehr gering ist.“

Doch Bragula ist auch Realist, geht eher davon aus, dass er mit seinem Team ab 13. März die Abstiegsrunde bestreiten muss. Während die vier ersten Mannschaften der Weser-Ems Staffeln I und II in die Aufstiegsrunde einziehen und den Aufstiegsplatz zur Oberliga Niedersachsen ausspielen, bilden die restlichen fünf Teams der Staffel I und der Staffel II (sechs Teams) die Abstiegsrunde. Von denen mindestens sechs Mannschaften den Gang in die Bezirksliga antreten müssen. „Da ist dann jedes Spiel ein Endspiel für uns“, sagt Bragula.

Aber da weder der VfL-Coach noch seine anderen Trainerkollegen in die Zukunft schauen können, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als erst einmal den Abschluss der Qualifikationsrunde abzuwarten: „Anschließend kann ich auch mehr sagen.“ Zumal die Punkte gegen die Ligakonkurrenten mit in die Abstiegsrunde genommen werden und die Wildeshauser anschließend nur noch gegen die Teams aus der Staffel II antreten müssen. „So oder so: Auf uns kommt eine brutale Abstiegsrunde zu“, ist sich Bragula sicher, der dennoch mit dem bisherigen Verlauf der Qualifikationsrunde alles andere als unzufrieden ist. „Ich bin sehr erleichtert, dass es uns nach so einem Riesen-Umbruch gelungen ist, trotzdem wieder eine landesligafähige Mannschaft auf den Platz zu schicken. Man darf ja nicht vergessen, dass wir insgesamt zehn Abgänge und zehn Neuzugänge hatten. Es sind viele junge Spieler zu uns gekommen, teilweise auch aus unterklassigen Ligen. Die Mannschaft musste erst einmal komplett neu zusammengestellt werden. Das ist uns aber gut gelungen. Das Team funktioniert“, freut sich Bragula: „Wir sind in keinem Ligaspiel abgeschossen worden, in keine Krise gerutscht. Die Mannschaft war stabil. Und sie ist absolut konkurrenzfähig. Damit bin ich natürlich sehr zufrieden.“

Vor allem die Neuzugänge Marco Nakelski (kam vom Ligakonkurrenten SC Blau-Weiß Papenburg) und Mattes Hehr (TV Dötlingen) haben Bragula überzeugt. „Marco hat uns vor allem mit seiner Erfahrung weitergeholfen. Das war nicht zu erwarten. Immerhin hatte er zuletzt viele Verletzungspausen. Aber auch Mattes hat meine Erwartungen voll erfüllt“, sagt Bragula, der aber auch Lucas Abel und seine beiden Torhüter Nico Falk und Janne Kay lobt: „Ich möchte aber auch Christoph Stolle hervorheben. Er hat diese Saison überragende Spiele für uns gemacht, war einer der Leistungsträger. Er ist mittlerweile fünf Jahre im Verein und eine absolute Bereicherung für uns.“

Womit Bragula jedoch nicht zufrieden war, ist, dass „auch Spiele dabei waren, in denen wir leichtfertig Punkte hergeschenkt haben. Ich erinnere nur an das Heimspiel gegen den Tabellenletzten VfL Germania Leer, wo wir bereits 2:0 geführt und dann noch mit 2:3 verloren haben. Da haben wir uns durch individuelle Fehler um den Sieg gebracht. Diese individuellen Fehler sind uns in der Saison noch zwei, drei weitere Male passiert. Unter dem Strich haben wir so insgesamt fünf bis acht Punkte hergeschenkt. Das ist natürlich ärgerlich und stellt mich alles andere als zufrieden. Mit der entsprechenden Punktezahl hätten wir Weihnachten schon den Klassenerhalt feiern können.“

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