DFBL hält an Starttermin fest

Faustball-Feldsaison beginnt am Wochenende 19./20. Juni

Jule Weber vom Faustball-Erstligisten TV Brettorf bei der Ballannahme.
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Wieder im Teamtraining: Jule Weber und die Erstliga-Frauen des TV Brettorf.

Brettorf/Ahlhorn – Es soll wieder losgehen! Das Präsidium der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) hat während seiner Sitzung am Montagabend den Starttermin für die Bundesliga-Feldsaison 2021 festgezurrt. Der erste Spieltag in der 1. Bundesliga steigt demnach am 19. und 20. Juni.

Viele Fragezeichen, Unwägbarkeiten und Problemstellungen begleiteten die Verantwortlichen des deutschen Faustballs in den vergangenen Monaten. Bei der Absage der Hallensaison 2020/2021 im Herbst waren große Hoffnungen auf die Feldrunde gesetzt worden. Doch der anvisierte Auftakt am ersten Mai-Wochenende musste verlegt, auch spätere Termine verschoben werden. Nach den zuletzt erfreulichen Entwicklungen bei den Corona-Infektionszahlen und damit verbundenen Lockerungen – so hoffen die Verantwortlichen – hat das Warten auf den Saisonstart nun ein Ende.

Am 19. Juni sollen die ersten Faustbälle in den Bundesligen über die Leinen fliegen. Es ist jeweils nur eine einfache Spielrunde geplant. Auch bei den Erstliga-Männern sollen Spieltage mit drei Teams stattfinden. „Das bedeutet, dass Mannschaften nicht zwingend als Ausrichter auftreten müssen, wenn es die Lage an ihrem Ort nicht zulässt“, erklärt DFBL-Präsident Ulrich Meiners auf der Internetseite des Verbandes.

Für die 1. Bundesligen sind weitere Spieltage an den Wochenenden 26./27. Juni, 10./11. und 17./18. Juli vorgesehen. Auf die Wochenenden dazwischen sowie aufs erste August-Wochenende könnte im Notfall ausgewichen werden. In den 2. Bundesligen sind Spieltage am 26./27. Juni, 3./4., 17./18. sowie 24./25. Juli geplant. Die genauen Spielpläne sollen laut Verband noch in dieser Woche veröffentlicht werden.

„Es ist schön, dass man wieder ein Ziel vor Augen hat, auf das man gemeinsam hinarbeiten kann“, sagt Tim Albrecht, der Spielertrainer des Erstligisten Ahlhorner SV. Seit vergangener Woche können die ASV-Faustballer wieder zu zehnt aufs Feld, nachdem sie bereits Mitte März in Zweiergruppen gestartet waren. „Vom Ballgefühl und der Technik haben wir da schon eine ganze Menge machen können. Jetzt ist es natürlich noch einmal eine neue Situation, wenn man mit zehn Leuten auf dem Spielfeld trainieren kann“, sagt Albrecht. „Wir werden das in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch einmal intensiver angehen.“ Die geplanten Dreierspieltage sieht der Nationalspieler dabei sogar als möglichen Vorteil für den ASV: „Über drei Sätze hat man vielleicht noch eher die Chance, eins der favorisierten Teams zu schlagen.“

Die Vorfreude ist auch bei Tim Lemke zu spüren. Er hat für die Heim-DM 2021 den Trainerposten bei den Brettorfer Erstliga-Frauen übernommen. Am vergangenen Mittwoch stand nach langer Pause die erste Einheit im Team auf dem Programm. „Wir können jetzt endlich unsere DM-Vorbereitung starten“, sagt Lemke. Die Mannschaft plane zusätzliche Einheiten, um sich bis zum Saisonauftakt in Form zu bringen. „Der Körper muss langsam hochfahren. Gerade auf dem Feld müssen wir nach so einer langen Pause auf die Bänder aufpassen, die bei schnellen Richtungswechseln auf dem Rasen gefährdet sind“, erläutert der TVB-Coach. Alle hätten sich danach gesehnt, wieder auf dem Platz zu stehen. „Wichtig ist aber, dass möglichst schnell Gleichberechtigung herrscht und alle Bundesligisten trainieren können. Dann sollten wir das, was zumutbar ist, auch umsetzen.“

Jugend-Landesmeisterschaften noch vor den Sommerferien?

Auch auf Landesebene laufen derzeit die Planungen für den Faustball-Spielbetrieb. „In Niedersachsen ist insbesondere für den Nachwuchs wieder eine ganze Menge möglich“, sagt Landesfachwart Bernd Schnackenberg (Wangersen) mit Blick auf die aktuelle Coronaverordnung. In Absprache mit den Bezirksfachwarten sollen die Bezirksspielrunden in den Jugendklassen mit jeweils zwei Spieltagen bis Anfang Juli abgeschlossen sein. Somit könnten noch vor den Sommerferien die Landesmeisterschaften in allen Jugendklassen über die Bühne gehen. „Das wäre natürlich die optimale Lösung. Und ich sehe gute Chancen, dass wir die Termine einhalten können“, sagt Schnackenberg. Sollte der Plan nicht aufgehen, müsste in den Sommerferien gespielt werden. Im Erwachsenenbereich und bei den Senioren scheint ein Saisonstart – der aktuell auf den 20. Juni terminiert ist – dagegen noch nicht absehbar. „Vielleicht gibt es zum 1. Juni Änderungen in der Verordnung, damit wir konkretere Aussagen treffen können“, hofft Schnackenberg. „Wir werden uns im Landesfachausschuss Anfang Juni noch einmal kurzfristig abstimmen.“

Von Sönke Spille

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