Corona stoppt Faustball-Teams

DFBL beschließt Absage der Hallensaison

Karen Kläner vom TV Brettorf hechtet nach einem Faustball.
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„Nicht angemessen“: Brettorfs Kapitänin Karen Kläner fände es unter den gegenwärtigen Voraussetzungen unpassend, Faustball zu spielen.

Das Präsidium der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) hat beschlossen, die Hallensaison 2020/2021 komplett abzusagen. Betroffen sind auch die DM-Endrunden in sämtlichen Altersklassen. Grund ist die Coronapandemie.

  • Die Faustball-Hallensaison 2020/2021 entfällt komplett.
  • DM-Endrunden werden nicht ausgetragen.
  • Es gibt keine Auf- und Absteiger.

Brettorf/Ahlhorn – Die Entscheidung war praktisch alternativlos: Während einer Videokonferenz am Montagabend hat das Präsidium der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) beschlossen, die Hallensaison 2020/2021 aufgrund der Coronapandemie komplett abzusagen. Davon betroffen sind auch die deutschen Meisterschaften in sämtlichen Altersklassen. Da es keine Auf- und Absteiger gibt, sind die Männer des VfK 01 Berlin, die sich von vornherein gegen einen Start ausgesprochen hatten, auch im nächsten Winter erstklassig.

Hoffnung auf sinkende Infektionszahlen erfüllt sich nicht

„Es herrschte große Einigkeit. Angesichts der momentanen Entwicklung lässt sich das nicht anders handhaben“, verdeutlicht DFBL-Präsident Ulrich Meiners. In der Hoffnung, dass die Infektionszahlen runtergehen, hatte der Verband vor etwa zwei Wochen noch alternative Spielpläne erstellt. Demnach hätten die Mannschaften Ende Januar das Training wieder aufnehmen und Anfang Februar spielen sollen. Doch das Pandemiegeschehen torpedierte diese Idee. Eine weitere Verschiebung des Saisonstarts war nicht möglich, da für die ersten beiden März-Wochenenden bereits die deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer geplant waren, bevor es im April wieder aufs Feld geht. „Deshalb haben wir gleich einen Schlussstrich gezogen“, begründet Meiners.

Enttäuschung und Verständnis beim TV Brettorf

„Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht, aber es war ja schon in den letzten Wochen abzusehen, dass keine Hallensaison stattfinden wird“, sagt Malte Hollmann, der Kapitän des Männer-Erstligisten TV Brettorf. Dennoch hat der 24-jährige Angreifer „volles Verständnis“ für die Entscheidung. Ähnlich äußert sich seine Vereinskollegin Karen Kläner. „Wir hatten immer gehofft, dass wir doch noch spielen können, auch wenn sich schon länger abgezeichnet hatte, dass das im Januar nicht möglich sein wird“, meint die Kapitänin des Brettorfer Erstliga-Teams. Sie akzeptiert den Beschluss, „weil es unter diesen Voraussetzungen nicht angemessen wäre, Faustball zu spielen“.

Wir haben von fast allen Vereinen die Rückmeldung bekommen, dass sie Bauchschmerzen hätten, unter diesen Bedingungen eine DM-Endrunde zu organisieren.

DFBL-Präsident Ulrich Meiners 

Immerhin haben die DM-Ausrichter jetzt Planungssicherheit. „Wir haben von fast allen Vereinen die Rückmeldung bekommen, dass sie Bauchschmerzen hätten, unter diesen Bedingungen eine DM-Endrunde zu organisieren“, berichtet Meiners. Besonders leid tut es dem DFBL-Präsidenten für den TSV Gärtringen und den TSV Ötisheim, die die Titelkämpfe der Frauen beziehungsweise Männer ausrichten sollten. „Wir können Gärtringen und Ötisheim nicht einmal anbieten, die Meisterschaften im darauffolgenden Jahr zu veranstalten – das tut weh“, bedauert der Ahlhorner. Denn für die Endrunden 2022 hat die DFBL aus Moslesfehn (Frauen) und Hagen (Männer) schon Bewerbungen. 

Kreativität der Vereine ist gefordert

Meiners wünscht sich, dass zumindest in einigen Regionen noch Hallentraining oder Freundschaftsspiele möglich werden, wenn es die Verfügungslage zulässt. „Ganz entscheidend ist die soziale Komponente“, betont der 67-Jährige: „Neue Mitglieder gewinnen kann man gerade nicht, deshalb ist es wichtig, dass wir zumindest keine verlieren – es ist die Aufgabe der Vereine, da kreativ zu werden.“

„Annähernd normale Feldsaison“?

Nach dem nun besiegelten Aus der Hallenrunde hofft Meiners, „dass wir eine annähernd normale Feldsaison spielen können – da sind wir dann an der frischen Luft“. Vorerst müssen sich die Brettorfer Teams weiterhin individuell und bei gemeinsamen Online-Sessions fit halten. „Schließlich haben wir ein großes Ziel“, verweist Malte Hollmann auf die „Heim-DM“ am 14. und 15. August kommenden Jahres. „Hoffentlich bleibt die Planung bestehen.“

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