Faustball-WM

Deutsche Frauen ohne Probleme

Erfolgreicher WM-Auftakt: Brettorfs Ida Hollmann bleibt mit Deutschland auch im 43. und 44. Spiel in Folge ungeschlagen.
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Erfolgreicher WM-Auftakt: Brettorfs Ida Hollmann bleibt mit Deutschland auch im 43. und 44. Spiel in Folge ungeschlagen.

Auftakt nach Maß: Die deutsche Faustball-Nationalmannschaft der Frauen ist am Mittwoch mit zwei deutlichen Siegen in die Weltmeisterschaft im oberösterreichischen Grieskirchen gestartet. Auch im 43. und 44. Spiel in Folge blieb die Mannschaft von Bundestrainerin Silke Eber ungeschlagen.

  • Deutsche Frauen-Nationalmannschaft seit über 40 Spielen ungeschlagen.
  • Souveräner Auftaktsieg gegen Chile.
  • Österreich macht es den Deutschen zu Beginn schwer.

Grieskirchen/Österreich – Zum Auftakt fegten sie erst Chile mit 3:0 vom Platz, am Abend folgte dann noch ein 3:1-Erfolg über Gastgeber Österreich.

Deutschland - Chile 3:0: Bundestrainerin Eber stellte zum WM-Auftakt Sonja Pfrommer, Henriette Schell (Angriff), Hinrike Seitz (Zuspiel), Luca von Loh und die für den TV Brettorf spielende Ida Hollmann (Abwehr) auf. „Ich habe mich mega gefreut, dass ich von Anfang an spielen durfte“, strahlte Hollmann. Michaela Grzywatz vom Ahlhorner SV musste dagegen zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Und das deutsche Team startete gleich erfolgreich: Sonja Pfrommer punktete über die Mitte zum 1:0, nach zwei chilenischen Eigenfehlern und zwei weiteren deutschen Punkten stand es schnell 5:0 – die Südamerikanerinnen nahmen daraufhin eine Auszeit. Doch diese brachte die deutschen Frauen nicht aus ihrem Spielfluss. Ganz im Gegenteil: Während Chile weiterhin Eigenfehler unterliefen, brachte der Titelverteidiger die Bälle nach sicherer Annahme perfekt an die Leine. Nach einem Diagonalball von Pfrommer hatte Deutschland beim Stand von 10:0 Satzbälle. Den ersten wehrte Chile zwar noch ab, den zweiten verwandelte Schell aber aus der Angabe heraus – 11:1. „Wir sind gleich gut ins Spiel gekommen, haben die Bälle gut nach vorne gebracht und Druck aufgebaut“, so Hollmann.

Etwas enger ging es dann in Satz Nummer zwei zu. Chile hielt zwar den Anschluss, sorgte aber mit einem Ball ins Aus für Deutschlands 9:4-Führung. Ein zu weites Vorspiel der Chileninnen brachte anschließend den ersten Satzball ein, und ein Ball ins seitliche Aus die beruhigende 2:0-Satzführung.

Michaela Grzywatz vom Ahlhorner SV feiert ihr WM-Debüt

In Durchgang drei war dann auch die Stunde von Grzywatz gekommen: Die Ahlhornerin feierte in der Abwehr ihr WM-Debüt, dazu übernahm Svenja Schröder für Schell. Doch nach drei deutschen Eigenfehlern aus der Angabe heraus lag Chile zum ersten Mal in der Begegnung in Führung (4:2). Doch die deutsche Mannschaft ließ sich davon nicht beirren, fand wieder zu alter Stärke zurück und glich zum 6:6 aus. Danach war der chilinische Widerstand gebrochen. Die Deutschen Frauen bauten ihre Führung Punkt um Punkt aus, was einen 10:6-Vorsprung einbrachte. Schröder fackelte nicht lange und verwandelte den ersten Matchball zum verdienten Auftaktsieg.

Deutschland - Österreich 3:1: Zuletzt standen sich beide Mannschaften im EM-Finale 2019 in Tschechien gegenüber. Für die Partie schickte Bundestrainerin Eber den Calwer Angriff um Stephanie Dannecker und Schell, Anna-Lisa Aldinger im Zuspiel und in der Defensive Theresa Schröder und Grzywatz aufs Spielfeld. Doch das Spiel gegen Österreich war ein hartes Stück Arbeit. Hinzu kam, dass „die Boden- und Wetterverhältnisse diesmal andere als im Spiel gegen Chile waren“, erklärte Hollmann, „der Ball ist oft anders gesprungen, als wir gedacht haben.“

Brettorfs Ida Hollmann: „Wir haben das Spiel verdient gewonnen“

Ungewohnte Unsicherheiten in der Abwehr sorgten schließlich für den österreichischen 11:7-Satzgewinn. Doch die positiven Ansätze zum Ende des ersten Satzes haben Auftrieb für Abschnitt zwei (11:8) gegeben. „Wir sind wir immer stärker geworden“, sagte Hollmann. Deutschland spielte nun deutlich sicherer, gewann Durchgang drei knapp mit 12:10, und am Ende sorgte die österreichische Eigenfehlerquote in Durchgang vier für ein versöhnliches Ende (11:7). „Wir haben das Spiel verdient gewonnen“, bilanzierte Hollmann.

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