Deutsche Faustballer lassen der Schweiz beim 4:0 im Finale keine Chance

Kläner verabschiedet sich mit WM-Titel aus Nationalteam

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Würdiger Abschluss: Christian Kläner beendet seine Nationalmannschaftskarriere mit seinem zweiten WM-Titel.

Brettorf - Die Dominanz war erdrückend: Ohne Satzverlust haben die deutschen Faustballer bei der Weltmeisterschaft in Argentinien ihren Titel verteidigt: Im Endspiel besiegte die Crew von Bundestrainer Olaf Neuenfeld die Schweiz glatt mit 4:0 (11:5, 11:2, 11:4, 11:8) und bereitete ihrem Kapitän Christian Kläner damit den perfekten Abschied. Für den Brettorfer war das Finale in Villa General Belgrando das 76. und zugleich letzte Länderspiel seiner eindrucksvollen Laufbahn.

„Ich bin froh, dass ich in der besten Mannschaft der Welt spielen durfte. So was wie hier habe ich in meiner langen Karriere noch nie erlebt! Toll, dass ich auf dem Gipfel bei der Nationalmannschaft aufhören kann! Jetzt wird richtig gefeiert!“, sagte Kläner nach dem Matchball. Bei einem fünftägigen Urlaub in Rio de Janeiro werden es der 32-Jährige und seine Teamkollegen sicher so richtig krachen lassen. Am Sonnabend, 28. November, werden sie in der Heimat zurück erwartet.

Mit Kläner auf der Position hinten rechts sowie Ajith Fernando, Fabian Sagstetter, Patrick Thomas und Lukas Schubert geriet das Finale vor 1800 Zuschauern erneut zu einer Faustball-Demonstration des Titelverteidigers.

Beim Stand von 7:2 im dritten Durchgang verschaffte Coach Neuenfeld seinem Kapitän Christian Kläner dann einen großen Abgang von der internationalen Faustball-Bühne. Der ebenfalls ausscheidende Michael Marx (TV Vaihingen/Enz) ersetzte den Brettorfer in der Abwehr. „Das war einfach eine unfassbare Leistung, die das Team hier in dieser Woche gezeigt hat. Jeder hat für den anderen gearbeitet – und daher ist der Titel auch absolut verdient“, erklärte Neuenfeld.

Den Einzug ins Endspiel hatte seine Mannschaft erst mit einem Tag Verzögerung perfekt gemacht. Wegen eines Unwetters mussten alle für Donnerstag angesetzten WM-Partien auf Freitag verschoben werden. Orkanböen, schwerer Regen und Hagel hatten Zelte zerstört, Tribünen verwüstet und Zentimeter tiefe Wasserlachen auf den Plätzen hinterlassen. Aber auch davon ließ sich der amtierende Welt- und Europameister nicht vom Kurs abbringen: Glatt mit 3:0 (11:3, 11:9, 11:4) besiegte Deutschland die im Vorfeld als Geheimfavorit gehandelten Brasilianer. Der Weltmeister von 2003 verlor anschließend auch das Spiel um Platz drei gegen Österreich mit 1:4 (4:11, 11:9, 1:11, 8:11, 3:11).

mar

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