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VfL Wildeshausen unterliegt beim Meisterschaftsaspiranten SC Melle 03 mit 0:4

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Von: Sven Marquart

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Porträtfoto von Christopher Kant vor der Tribüne des Wildeshauser Krandelstadions.
Hatte Pech: Christopher Kant traf mit einem Freistoß den Innenpfosten. © Sven Marquart

Wildeshausen – Der Wille war da, aber der Tank ist leer: Die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen haben auch ihr drittes Aufstiegsrundenspiel verloren. Nach dem 1:4 beim FC Schüttorf 09 und dem 1:3 gegen den SV Holthausen-Biene mussten sich die Krandel-Kicker beim Meisterschaftsaspiranten SC Melle 03 mit 0:4 (0:1) geschlagen geben.

Angesichts des nächsten Akts im „personellen Drama“ vermied es Marcel Bragula aber, nach dem Abpfiff draufzuhauen. „Mehr war nicht drin. Die Jungs sind einfach nur fertig und platt“, sagte der VfL-Coach. Youngster Fynn Theuser versuchte es zwar, musste das Warmmachen aber mit Knieschmerzen abbrechen. Im Spiel verletzten sich dann auch noch Mika Ostendorf (Leiste/25.), Christoph Stolle (Knöchel/67.) und Robin Ramke (Knie/83.) und mussten ausgewechselt werden.

Die Gäste begannen auf dem Kunstrasenplatz an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße in einer 4-3-3-Formation, stellten nach dem Aus von Ostendorf dann aber auf ein flaches 4-4-2 um. Melle hatte geschätzt 80 Prozent Ballbesitz und ging früh in Führung: Christoffer von Rekowski schlug eine Flanke aus dem Halbfeld, und Rene Heitkamp beförderte die Kugel mit dem ersten Kontakt zum 1:0 in die Maschen (5.). Für VfL-Keeper Janne Ole Kay gab es nichts zu halten. Mit einer tollen Parade verhinderte er dann das mögliche 0:2.

Aber auch die Wildeshauser kamen zu Chancen. Christopher Kant hatte jedoch Pech, dass sein 20-Meter-Freistoß vom Innenpfosten wieder ins Feld sprang (25.). VfL-Kapitän René Tramitzke, der in den vorangegangenen vier Partien getroffen hatte, bugsierte das Spielgerät aus dem Fünfmeterraum über das Tor (30.). Und praktisch mit dem Halbzeitpfiff setzte Mattes Hehr einen Freistoß von der Strafraumkante nur knapp über den Querbalken (45.).

„Gleich nach der Pause hatten wir dann unsere beste Phase, haben Druck aufgebaut und hatten auch ein paar gefährliche Standards“, berichtete Bragula. Doch mitten in die Drangperiode seiner Crew erzielte Dennis Greiff das 2:0 (60.), dem Heitkamp rasch das 3:0 folgen ließ (64.). „Damit war der Stachel gezogen“, erklärte Bragula.

Die Wildeshauser bemühten sich zwar weiter um eine Resultatsverbesserung. Aber abgesehen von ein paar Halbchancen, sprang nur ein Abschluss durch Aushilfe Andreas Kari heraus, den SC-Torhüter Florian Munz entschärfte. Stattdessen packte Maik Emmrich noch das 4:0 drauf (80.). „Standesgemäß! Beim Tabellenführer kann man unter diesen Voraussetzungen verlieren. Vielleicht ist das Ergebnis am Ende um ein Tor zu hoch ausgefallen“, resümierte Bragula.

Bis zum Heimspiel gegen GW Mühlen am Sonntag, 24. April, 15 Uhr, haben die Wildeshauser nun zwei Wochen Zeit, um ihre Akkus aufzuladen. „Ich hab den Jungs bis Dienstag nach Ostern freigegeben. Wir werden nicht trainieren“, sagte Bragula. Gegen Mühlen kann er dann zumindest wieder mit Ole Lehmkuhl planen, der seine Rotsperre abgesessen hat. Außerdem hofft der 47-Jährige, dass Steven Müller-Rautenberg bis dahin genesen ist.

Stenogramm

SC Melle 03 – VfL Wildeshausen 4:0 (1:0)

SC Melle 03: Munz - von Rekowski, Heitkamp, Martinetz (80. Fischer), Emmrich, Strohmeyer (89. Twyrdy), Hülsmann, Greiff, Moß, Seeberg (67. Flechsig), de Vries (86. Seßmann)

VfL Wildeshausen: Kay - Rothe, Ramke (83. Berger), Hehr, Radke, Kant, Eberle, Kupka, Stolle (67. Stöver), Ostendorf (25. Kari), Tramitzke

Tore: 1:0 (5.) Rene Heitkamp, 2:0 (60.) Dennis Greiff, 3:0 (64.) Rene Heitkamp, 4:0 (80.) Maik Emmrich

Schiedsrichter: Hannes Hettwer (SV Bethen)

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