TV Neerstedt gewinnt Oberliga-Derby mit 26:21 / Abwehr der Schlüssel zum Erfolg

HSG Delmenhorst bekommt Malte Kasper nicht in den Griff

Kreisläufer Julian Hoffmann (am Ball) bot bei seinem Debüt im Neerstedter Trikot eine starke Vorstellung in der Deckung und erzielte den Treffer zum 13:10-Pausenstand. - Foto: Brandt

Neerstedt - Gestützt auf ihre vorzügliche 6:0-Deckung haben die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt das Derby gegen die HSG Delmenhorst mit 26:21 (13:10) gewonnen. Durch den Erfolg und die gleichzeitige Niederlage des Elsflether TB bei der TSG Hatten-Sandkrug (22:23) sind die Neerstedter nach Punkten nun gleichauf mit dem Tabellensechsten aus der Wesermarsch.

„Wir haben nur 21 Gegentore kassiert“, nannte Neerstedts Trainer Jörg Rademacher den Schlüssel zum Erfolg. Mehrfach klaute seine Defensive den Delmenhorstern den Ball, so dass der HSG-Angriff kaum Fahrt aufnehmen konnte. Zudem hatten die Torhüter Tristan Depenbrock vor der Pause und Christoph Kuper im zweiten Durchgang einen guten Tag erwischt. Da fiel es auch kaum ins Gewicht, dass sich die Gastgeber im Angriff viele Fehlwürfe leisteten, denn auch HSG-Schlussmann Sönke Schröder war prima aufgelegt.

Trotzdem zogen die Hausherren auf 5:1 (12.) davon. Erst als HSG-Spielertrainer Andre Haake fast komplett durchwechselte, lief es besser für die Delmestädter. Die Gäste kamen durch ihren Aktivposten Philipp Freese bis auf 8:9 heran (25.). Bis zum Ende der ersten Halbzeit blieb es eng. Aber die Neerstedter Deckung hielt.

Mit dem Pausenpfiff erzielte der neue TVN-Kreisläufer Julian Hoffmann sein erstes Tor im Neerstedter Trikot. „Das war wichtig für mich persönlich“, erklärte der Youngster, der auch in der Deckung gut agierte.

Nach Wiederbeginn hielten die Grün-Weißen ihren Drei-Tore-Vorsprung bis zum 21:18 (50.) durch Eike Kolpack. Zu diesem Zeitpunkt war Björn Wolken schon nicht mehr dabei, nachdem ihm Delmenhorsts Maik Schäfer einen Tritt ins Gesicht verpasst hatte, den die Schiedsrichter nicht ahndeten (41.). Aber auch diesen Ausfall kompensierten die Neerstedter. Vor allem, weil Kreisläufer Malte Kasper stark auftrumpfte und im zweiten Durchgang sechs seiner sieben Tore erzielte. „Den hatten wir nicht in den Griff“, musste Haake neidlos anerkennen. Neerstedt zog in dieser Phase durch Treffer von Kasper (2), Tim Schulenberg und Andrej Kunz entscheidend auf 25:19 (58.) davon. Damit war das Spiel gelaufen.

„Auch wenn wir im Angriff zu viele Fehler gemacht haben, war es ein überzeugender Derbysieg“, bilanzierte Jörg Rademacher nach Spielende. - wz

TV Neerstedt: Depenbrock, Kuper - Goyert (4), Reuter (1), Schulenberg (2/1), Schützmann (2), Kolpack (4), Kasper (7), Hoffmann (1), Wolken (4), Kunz (1).

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