VfL Wildeshausen bei 1:4-Pleite in Dinklage mit eklatantem Abwehrverhalten

Defensive gibt Bragula zu denken

Weckte neue Hoffnung: Lennart Feldhus traf in Dinklage zum 1:3. Foto: Marquart

Wildeshausen – Explizit hatte Marcel Bragula vor der Stärke des TV Dinklage bei Standardsituationen und langen Bällen gewarnt. Doch irgendwie waren die mahnenden Worte ihres Trainers bei den Landesliga-Fußballern des VfL Wildeshausen nicht richtig angekommen. Denn bei der 1:4 (0:1)-Niederlage der Krandel-Kicker fielen alle Dinklager Treffer nach den erwähnten Strickmustern.

„Standards und hohe Bälle sind eine Qualität, keine Frage. Aber wenn man so verteidigt wie wir, darf man sich nicht beschweren, wenn man als Verlierer vom Feld geht“, ärgerte sich Bragula. Gleich mehrere seiner Defensivspieler hatten einen „rabenschwarzen Tag“ erwischt. Überhaupt erreichten bei den Krandel-Kickern lediglich die beiden Sechser Alexander Kupka und Jan Lehmkuhl annähernd Normalform.

Für das 1:0 der Platzherren reichte ein langer Ball: Dinklages Torjäger Felix Schmiederer gewann das Laufduell gegen VfL-Abwehrchef Marius Krumland, der diesmal die Kapitänsbinde trug, und vollstreckte einkalt zur Führung (18.). Die Chance zum Ausgleich vergab Lennart Feldhus, der nach Ablage von Maximilian Seidel keinen Druck auf den Ball bekam (21.). Die Wildeshauser hatten zwar mehr Ballbesitz, waren aber nicht zielstrebig genug und hatten Glück, dass Thomas Wulfing kurz vor der Pause nur den Pfosten traf (41.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellten Bragula und sein Co-Trainer Patrick Meyer von einer 4-2-3-1-Formation auf ein 3-4-3-System um. „Danach waren wir super im Spiel“, fand Bragula. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. Tatsächlich brachte Jan Lehmkuhl die Kugel auch im Tor unter, doch Schiedsrichter Tobias Waldmann (SV Wietmarschen) gab den Treffer wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht. „Meiner Meinung nach war der Treffer regulär“, erklärte Bragula. Kurz darauf sah Dinklages Tobias Nordlohne wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (62.). Doch trotz der Überzahl stand Schmiederer nach einem langen Ball im Wildeshauser Strafraum völlig blank und köpfte das 2:0 (63.). Dabei stand Innenverteidiger Thorben Schütte komplett falsch. Keine drei Minuten später rauschte ein Freistoß von Michael Bockhorst an Freund und Feind vorbei zum 3:0 ins Netz (65.).

Durch das 1:3 von Feldhus, der einen Querpass von Alexander Dreher einschob, schöpfte der Aufsteiger noch einmal neue Hoffnung (79.). Nachdem VfL-Keeper Sebastian Pundsack mit zwei tollen Paraden gegen Schmiederer die endgültige Entscheidung noch verhindert hatte (87./88.), markierte der amtierende Landesliga-Torschützenkönig per Foulelfmeter doch noch das 4:1 (90.+2). Schütte war im Duell mit Schmiederer ungeschickt zu Werke gegangen. „Dieser Auftritt gibt mir zu denken. Natürlich tun die ganzen Ausfälle weh. Aber die Niederlage nur daran festzumachen, wäre zu billig. Wenn man defensiv so auftritt wie wir, ist es unmöglich in Dinklage zu gewinnen“, sagte Bragula.  mar

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