„Königslösung“

David Lohmann kehrt als Torwarttrainer zum Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen zurück

David Lohmann spuckt in seine Torwarthandschuhe.
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Jetzt wird in die Hände gespuckt: David Lohmann freut sich auf seine neue Aufgabe als Torwarttrainer des Landesligisten VfL Wildeshausen.
  • Ein halbes Jahr nach seinem Abschied kehrt Ex-Keeper David Lohmann als Torwarttrainer zum Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen zurück. Eike Bothe konnte die Aufgabe zeitlich nicht mehr mit seinem Beruf vereinbaren.
  • David Lohmann ist zurück beim VfL Wildeshausen.
  • Der Ex-Keeper übernimmt beim Fußball-Landesligisten den Posten des Torwarttrainers.
  • Eike Bothe hat aus Zeitgründen aufgehört.

Wildeshausen – Schweren Herzens hatte David Lohmann den Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen am Ende der vergangenen Saison verlassen und seine aktive Laufbahn beendet. Rund sechs Monate später kehrt der ehemalige Torhüter nun in den Krandel zurück. Nicht etwa, um seinen Nachfolgern Sören Willers und Miguel Förster die Position zwischen den Pfosten streitig, sondern um die beiden jungen Keeper besser zu machen. Lohmann übernimmt die Position des Torwarttrainers von Eike Bothe, der aufgehört hat.

„Fünfeinhalb spannende Jahre“

„Um dem Verein Planungssicherheit zu geben“, hatte Bothe bereits im Frühjahr VfL-Coach Marcel Bragula darüber in Kenntnis gesetzt, dass sein Job als Vertriebsleiter einer Wildeshauser Baumaschinenfirma zeitlich nicht mehr mit seinen Aufgaben zu vereinbaren sei. „Wenn ich meine Zusage gebe, mache ich etwas auch zu 100 Prozent“, unterstreicht Bothe. „Fünfeinhalb spannende Jahre“ lang hatte er mit dazu beigetragen, dass der VfL Wildeshausen im Kasten stets exzellent besetzt war. „Das tut weh! Eike hat alle Torhüter besser gemacht – nicht nur die der ersten Herren, sondern auch die der U 23“, hebt Bragula hervor.

„Mein Ziel war es immer, dass die Trainer zwei gleich gute Torhüter haben – ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen“, erklärt Bothe, der auch mal bei Spielen die Verantwortung auf der Bank übernahm, wenn Bragula und dessen Co-Trainer fehlten. So zum Beispiel im Oktober 2015, als die Krandel-Kicker nach einer staugeprägten Anreise erst kurz vor der geplanten Anstoßzeit beim SV Bad Rothenfelde eintrafen und trotz einer ansprechenden Leistung mit 0:1 verloren.

Bothe erlebte „intensive Momente“

Besonders gern erinnert sich Bothe an das Saisonfinale 2016 zurück, als die Krandel-Kicker mit einem 2:1-Heimerfolg über den SV Holthausen-Biene den Klassenerhalt perfekt machten. Dazu der Abstieg 2017, die Bezirksliga-Meisterschaft und Wiederaufstieg 2019 – das waren für ihn „intensive Momente“, die Mannschaft und Trainerteam zusammengeschweißt haben. „Wir sind freundschaftlich eng verbunden und werden stetig weiter Kontakt halten. Wenn ich gebraucht werde und es meine Zeit zulässt, bin ich da“, verspricht der 38-Jährige und freut sich, dass der VfL in David Lohmann die „Königslösung“ für seine Nachfolge präsentieren konnte.

Als die Wildeshauser Anfrage kam, hatte sich Lohmann zunächst Bedenkzeit erbeten. Schließlich war er erst zu Saisonbeginn als Torwarttrainer beim neugegründeten JFV Delmenhorst eingestiegen. „Nach nur einem halben Jahr wieder aufzuhören, ist sonst nicht meine Art“, betont Lohmann. Der JFV-Vorsitzende Jens Witte und der sportliche Leiter Matthias Kaiser seien zwar nicht begeistert gewesen, hätten aber Verständnis für seinen Wunsch gehabt.

Lohmann vermisst ausgeprägte Kameradschaft

Lange überlegen musste Lohmann ohnehin nicht. Schon bald nach seinem Abschied vom VfL Wildeshausen, für den er 13 Landesliga-Einsätze bestritt, hatte der Ex-Keeper gemerkt, wie sehr ihm seine Teamkollegen fehlen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so extrem sein würde“, wundert sich der Delmenhorster. Die ausgeprägte Kameradschaft habe er „so bei keinem anderen Verein kennengelernt – allenfalls in meinen ersten beiden Jahren bei Atlas“. Dass er so schnell zum VfL zurückgekehrt ist, sei eine „Win-win-Situation“. Bereits bei der virtuellen Weihnachtsfeier des Landesliga-Kaders am vergangenen Wochenende war der 32-Jährige wieder dabei. „David ist ein Typ, der sehr gut bei uns reinpasst“, findet Bragula.

Spielerpass bleibt wohl in Heidkrug

Nun brennt Lohmann darauf, möglichst bald mit seinen Schützlingen Sören Willers, Miguel Förster, Maik Backhus und Marc-Julian Höfken loslegen zu können. „Das sind völlig verschiedene Typen, aber richtig gute Torhüter. Alle sind jung und lernfähig“, meint der Logistikleiter. Um für den Fall der Fälle auch noch einen erfahrenen Schlussmann in der Hinterhand zu haben, wäre es nicht abwegig, wenn Lohmann seinen Spielerpass gleich mitbringen würde. „Ich weiß, dass ,Bragu‘ das gerne hätte, aber ich denke, der Pass bleibt beim TuS Heidkrug“, dämpft „Locke“ die Erwartungen. Am Bürgerkampweg beteiligt er sich am Neuaufbau der Ü 32-Mannschaft.

Kann nicht mehr 100 Prozent geben: Eike Bothe hatte beim VfL Wildeshausen „fünfeinhalb spannende Jahre“ mit „intensiven Momenten“.

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