Gebhardt-Bauer und Hesselmann treffen gegen Ex-Verein / Ebels Joker stechen

„Das Tor macht die Geschichte natürlich perfekt“

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Gedämpfter Jubel: Majues Gebhardt-Bauer (r.) unterdrückte die Freude über sein 2:0.

Ahlhorn - Von Sven MarquartMit hängenden Köpfen schlichen die Bezirksliga-Fußballer des Ahlhorner SV in die Kabine, als sich Majues Gebhardt-Bauer ein Megafon schnappte und vor dem Anhang des VfL Wildeshausen eine „Humba“ anstimmte. Nach einer Vier-Spiele-sieglos-Serie hatten die Krandel-Kicker wieder mal Grund zum Feiern: Der Vizemeister gewann das Kreisderby beim Aufsteiger mit 3:0 (0:0).

Nicht von ungefähr war es Majues Gebhardt-Bauer, der nach dem Schlusspfiff den Vorsänger gab. Sechs Spielzeiten hatte er für den Ahlhorner SV gekickt, ehe er vor der vergangenen Saison in die Kreisstadt wechselte. Gegen seine früheren Kollegen war der 24-Jährige natürlich besonders motiviert. Zunächst hatte er zwei Mal Pech im Abschluss. Erst spitzelte Gebhardt-Bauer den Ball an ASV-Keeper Alexander Lohrey vorbei, doch Jan Gusfeld-Ordemann klärte vor der Linie (24.). In Halbzeit zwei wollte der Flügelstürmer nach einer Flanke von Janek Jacobs bereits die Arme zum Jubeln hochreißen, rutschte beim Schussversuch aber aus (50.). Doch dann sorgte er mit dem 2:0 für die Entscheidung (77.). „Das Tor macht die Geschichte natürlich perfekt“, meinte Ma jues Gebhardt-Bauer, der seine Freude über den Treffer allerdings unterdrückte: „Man muss den Gegner ja nicht unnötig provozieren – das muss fair bleiben.“

In den Augen von Klaus Ebel war das Derby sogar „überragend fair“. Der frühere ASV- und jetzige VfL-Trainer bewies an alter Wirkungsstätte ein glückliches Händchen: Zwei seiner Joker stachen. Nach einer sehenswerten Kombination über Sascha Görke, Maximilian Seidel und Janek Jacobs brachte Benjamin Bohrer die Gäste nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung mit 1:0 in Führung (58.).

Der dritte Treffer (90.) ging auf das Konto von André Hesselmann, der unter Ebel bereits ebenfalls für den Ahlhorner SV spielte. Der VfL- Coach hatte nach Benjamin Bohrer Matthias Ruhle aufs Feld geschickt – also blieb ihm noch eine Wechseloption. Alexander Kupka oder André Hesselmann? „Alex hat gesagt, dass es okay für ihn ist, wenn ich André bringe, weil der früher für den ASV gespielt hat – aber nur, wenn er ein Tor schießt“, berichtete Ebel schmunzelnd. Gesagt, getan.

Dabei hatten die Wildeshauser beim Versuch, ihren Negativtrend zu stoppen, zunächst einen weiteren Rückschlag verkraften müssen: Pierre Ritter trat Maximilian Seidel im Strafraum vor das Schienbein – der gute Schiedsrichter Muhammad Yasin (Garrel) entschied auf Elfmeter. Rene Tramitzke und Benjamin Bohrer hatten beim Pokal-Aus gegen Lohne bereits verschossen, Bohrer zudem vor einer Woche beim 1:2 gegen Rastede. Deshalb durfte sich diesmal Janek Jacobs versuchen. Doch auch er scheiterte. Allerdings bezahlte Alexander Lohrey seine Glanztat teuer und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden. „Er hat den Elfmeter genau auf die Fußspitze bekommen. Jetzt ist der ganze Fuß dick, und er kann nicht mehr auftreten“, berichtete ASV-Trainer Detlef Blancke.

Trotz seines Fehlschusses machte Janek Jacobs ein starkes Spiel und spulte ein großes Laufpensum ab. Dennoch: „Den nächsten Elfmeter wird Lennart Flege schießen“, kündigte Klaus Ebel an.

Mit einem tollen Reflex lenkte Sebastian Pundsack eine Kopfball von Swen Arkenbout über die Latte (30.). Es war die beste Chance der Platzherren. „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig Torgefahr ausgestrahlt – das reicht nicht. Und nach dem 0:1 haben wir zu schnell den Kopf hängen lassen und unsere Marschroute verlassen“, meinte Detlef Blancke.

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