„Danke Schiri“: Fußballkreis ehrt Castiglione und Spark

„Danke Schiri“: Der Kreisvorsitzende Erich Meenken (l.) und Kreisschiedsrichterobmann Harald Theile (v.r.) zeichneten Marco Castiglione und Heiner Spark aus. Foto: Fussballkreis

Landkreis – Schiedsrichter stehen nach kniffligen Entscheidungen oft in der Kritik. Und immer wieder gibt es Meldungen von gewalttätigen Übergriffen auf Referees. Doch was wäre der Fußball ohne den 23. Mann oder die 23. Frau? Um das Amt der Unparteiischen in der Gesellschaft zu würdigen, sagt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auch in dieser Saison wieder „Danke Schiri“.

Im Rahmen dieser Aktion waren alle Fußballkreise aufgerufen, je einen Schiedsrichter unter und über 50 Jahren (U 50 und Ü 50) sowie eine Schiedsrichterin zu benennen, die sich um das Schiedsrichterwesen im Jahr 2019 besonders verdient gemacht haben. Im Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst fiel die Wahl diesmal auf Marco Castiglione (U 50) und Heiner Spark (Ü 50). Der Kreisvorsitzende Erich Meenken und Kreisschiedsrichterobmann Harald Theile überreichten dem Duo im Rahmen einer kleinen Feierstunde die vom DFB ausgestellten Urkunden sowie je eine Schiedsrichterpfeife.

Eine Schiedsrichterin zeichnete der NFV-Kreis „mangels Auswahl“ diesmal nicht aus. „Die auch höherklassig aktiven Schiedsrichterinnen Mona Böhm und Nicole Kluth waren bereits in den beiden Vorjahren geehrt worden“, erläuterte Theile.

Marco Castiglione (41) ist Gymnasiallehrer und kam erst sehr spät zur Schiedsrichterei (2016). Der Fußballabteilungsleiter des TV Jahn Delmenhorst trainiert die zweite A-Jugend seines Vereins und ist selbst noch in der vierten Herren und bei den Oldies aktiv. Er leitet regelmäßig Spiele bis zur 3. Kreisklasse. Castiglione engagiere sich bei der Nachwuchswerbung und organisiere für die vereinseigenen Schiedsrichter Fahrdienste, um ihnen die Lehrabendbesuche zu ermöglichen, heißt es in Theiles Würdigung.

Heiner Spark sei mit seinen 79 Jahren schon ein alter „Haudegen“ und gehört zu den drei ältesten noch aktiven „Pfeifenmännern“ im Kreis. Auch nach 58 Jahren als „Schwarzkittel“ pfeift Spark monatlich immer noch bis zu sieben Partien bis zur 3. Kreisklasse. Der Referee vom SV Tungeln stehe immer „Gewehr bei Fuß“, wenn bei Ausfällen kurzfristig adäquater Ersatz gesucht wird, lobt Theile. Von 1979 bis 1995 fungierte Spark als Obmann des alten Fußballkreises Oldenburg-Land und von 1993 bis 2015 als Vorsitzender des Kreissportgerichts. Darüber hinaus war er von 1980 bis 2016 als Schiedsrichterbeobachter auf Verbands- und Bezirksebene tätig.

Die Kreissieger Castiglione und Spark wurden an den Fußballbezirk Weser-Ems gemeldet, der wiederum in jeder Kategorie einen Bezirkssieger benennt. Inzwischen wurde bekannt, dass Heiner Spark auch zum Ü 50-Bezirkssieger gekürt wurde und nun zu der Ehrungsveranstaltung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) am 22. Februar nach Hannover eingeladen worden ist. Der Verbandssieger nimmt am 19. Mai an der Ehrung auf Bundesebene in Frankfurt teil.

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