Döner feiert 4:1 gegen Ex-Club Hürriyet / Seeger fühlt sich beim 2:3 in Dötlingen „mega-benachteiligt“

Daniel Wollenberg mit Mut zum Abschluss

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An drei Treffern beteiligt: HTB-Kapitän Nils Klaassen (r.) netzte zweimal selbst und bereitete das 4:1 vor.

An der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga zieht der SV Atlas II weiter einsam seine Kreise. Das 5:0 im Stadtderby gegen den TV Jahn war für die Blau-Gelben der 14. Sieg im 14. Saisonspiel. Doch hinter dem Klassenprimus wird es kuschelig: Gerade einmal acht Punkte trennen den zweitplatzierten Ahlhorner SV vom VfL Wildeshausen II auf Rang elf.

Landkreis – VfL Wildeshausen II – RW Hürriyet 4:1 (3:1): „Wir waren besser. Deshalb ist der Sieg verdient“, sagte Mete Döner. Trotzdem wollte der VfL-Coach den Erfolg gegen seinen Ex-Club „nicht überbewerten“. Die Krandel-Kicker erspielten sich sofort Chancen. Der erste Treffer von Henning Nitzsche fand wegen einer Abseitsstellung noch keine Anerkennung (10.). Doch wenig später erzielte der VfL-Torjäger auf Zuspiel von Kevin Kari das 1:0 (13.). Die Platzherren versäumten es aber nachzulegen. Stattdessen nutzte Mohammad Hossein Parvizi Babadi eine Wildeshauser Fehlerkette zum 1:1 (26.). Der VfL nahm trotzdem eine Führung mit in die Kabine: Einen Schuss von Robin Landgraf konnte Hürriyet-Keeper Ibrahim Ekici nicht festhalten, und Kevin Kari staubte zum 2:1 ab (44.). Kari leistete anschließend die Vorarbeit zum 3:1 durch Nitzsche (45.+1). Nachdem Hürriyets Burak-Aziz Sonuvar wegen einer unflätigen Äußerung die Rote Karte gesehen hatte (64.), erhöhte Daniel Wollenberg auf 4:1 (71.). Der A-Junior belohnte sich damit für seinen starken Auftritt in der Mittelfeldzentrale. „Er hätte auch quer legen können, aber es freut mich, dass er den Mut hatte abzuschließen“, meinte Döner. Wegen wiederholten Foulspiels musste Hürriyets Tayfun Akbudak mit Gelb-Rot vom Platz (75.).

TV Dötlingen – FC Huntlosen 3:2 (2:1): „So etwas habe ich noch nicht erlebt!“ Maik Seeger fühlte sich nach der Partie „mega-benachteiligt“. Schiedsrichter David Gäbe (TV Jahn) habe „mit zweierlei Maß gemessen“, ärgerte sich Huntlosens Trainer. Sein Dötlinger Kollege Joachim Puchler teilte diese Ansicht nicht. Für ihn war die Leistung des Referees okay: „Er hat seine Linie durchgezogen.“ Die beiden Foulelfmeter, die Julian Eilers zum 1:0 (16.) und 3:2 (90.+3) verwandelte, waren für Puchlers Empfinden „glasklar“. Zumindest den zweiten Strafstoß und das damit einhergehende Gelb-Rot für Sebastian Merz, der hart gegen Otis Bredehöft eingestiegen war, wollte auch Seeger nicht in Abrede stellen: „Das haben wir selbst versaubeutelt.“ Dem 1:0 ließ Jan Mewis nur eine Minute später das 2:0 folgen (17.). Die Gäste kamen durch Lyroy Schallock zum Anschlusstreffer. Bedient von Felix Dalichau, hämmerte er den Ball aus 16 Metern zum 1:2 in den Winkel (37.). Dötlingen besaß in der zweiten Hälfte ein leichtes Chancenplus, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Stattdessen sah Enis Stublla wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (82.). „Enis wurde im ganzen Spiel malträtiert. Irgendwann teilt er dann auch mal aus“, nahm Puchler seinen Angreifer in Schutz. In Überzahl köpfte Felix Dalichau eine Schallock-Flanke über TVD-Keeper Patrick Stefan hinweg zum 2:2 ins Netz (89.). Huntlosen ging auf den Siegtreffer – und wurde durch Eilers bestraft. „Ich gönne Dötlingen die drei Punkte. Aber unter normalen Umständen hätten sie die nie zuhause behalten“, erklärte Seeger. Puchler lobte nach dem „glücklichen Sieg“ hingegen lieber seinen Linksverteidiger Maximilian Struve für dessen „sehr, sehr gute Leistung“.

VfL Stenum II – Harpstedter TB 1:4 (0:2): Griffig, agil, einsatzfreudig – die Harpstedter knüpften nahtlos an ihre starke Vorstellung vom 6:1 über den KSV Hicretspor an. „Es ist nur schade, dass wir so viele Chancen liegen lassen haben“, bedauerte HTB-Coach Jörg Peuker. Allein sein Kapitän besaß neun Möglichkeiten, darunter vier glasklare. Immerhin zwei davon nutzte Nils Klaassen zum 1:0 (32.) und 3:0 (75.). Vor der Pause netzte außerdem Marik Landgraf, der eine Flanke von Till Fassauer einnickte (34.). „Stenum ist mit dem 4:1 noch gut bedient. Schon zur Pause hätte es 4:0 oder 5:0 stehen können“, meinte Peuker. Im zweiten Abschnitt ließen die Gäste etwa eine Viertelstunde die Zügel schleifen. Doch erst kurz vor Schluss gelang Jonas Genzen das 1:3 (84.). Das letzte Wort hatte aber Alexander Geisler, der einen Pass von Klaassen mit dem 4:1 veredelte (89.).  mar

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