Nach Saisonabbruch Meister der 2. Kreisklasse / Auch TSV Ippener steigt auf

Corona torpediert Colnrader Sause

Treffsicher: André Sommerfeld (r.) netzte elfmal für den SC Colnrade ein. 
Foto: Büttner
+
Treffsicher: André Sommerfeld (r.) netzte elfmal für den SC Colnrade ein. Foto: Büttner
  • Sven Marquart
    vonSven Marquart
    schließen

Colnrade/Groß Ippener – Die Freude war gedämpft. „Ich wäre lieber auf dem Platz Meister geworden – dann hätten wir auch gleich eine Sause machen können“, sagt Sascha Albers. Doch weil Corona dazwischen gegrätscht war, blieb dem Spielertrainer und seinen Teamkollegen vom SC Colnrade nichts anderes übrig, als den Titel in der 2. Fußball-Kreisklasse auf dem heimischen Sofa zu feiern. Immerhin: Nach dem Verbandstagsbeschluss vom Wochenende steht Colnrades Aufstieg nichts mehr Wege.

Dass der verdient ist, daran lässt Albers keinen Zweifel. „Wir haben einiges richtig gemacht, und ich würde behaupten, dass in der Rückrunde nicht mehr viel angebrannt wäre“, sagt der 39-Jährige. In der Tat hatte seine Crew nach leichten Startschwierigkeiten eine starke Serie hingelegt und war zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs immer noch ungeschlagen (elf Siege, drei Unentschieden).

Prunkstück war dabei die Offensive. Insgesamt 64-mal langte der SC zu – macht einen Schnitt von mehr als 4,5 Treffern pro Partie. Für zwei Drittel der Ausbeute zeichnete ein Trio verantwortlich. Mit 23 „Buden“ führt Dominik Albers die Torschützenliste an. Der jüngere Bruder des Spielertrainers war vor der Saison vom Bezirksligisten TuS Frisia Goldenstedt nach Colnrade gewechselt. Sascha Albers steuerte selbst ein Dutzend Treffer bei, und Rückkehrer André Sommerfeld (SV Mörsen-Scharrendorf) netzte elfmal ein. Dadurch konnte der Klassenprimus sogar den langen Ausfall von Torjäger Jörg Schliehe-Diecks kompensieren. „Wir waren schon gut dabei. Aber auch die Defensive hat ordentlich gestanden“, meint Albers.

Zusammen mit seinem Co-Trainer Michael Reglitzki plant der Coach nun für die 1. Kreisklasse. In Finn Eilks hat das Duo bereits eine Verstärkung für die rechte Außenbahn an Land gezogen. Der 28-jährige Goldenstedter kickte bisher für den TV Munderloh in der Kreisliga. Weitere Neuzugänge sind am Kieselhorster Weg nicht ausgeschlossen. Nach dem Ausstieg von Felix Middelbeck im Winter braucht der SC vor allem einen neuen Torhüter. Auch Abwehrspieler Patrik Hackstedt (SFN Vechta III) hat den Verein verlassen.

„Ich freue mich vor allem auf die vielen Derbys. Darauf habe ich richtig Bock!“, betont Albers. Denn neben seinem Team spielen künftig noch drei weitere Samtgemeinde-Vertreter in der 1. Kreisklasse: der Harpstedter TB II, die Beckeln Fountains und der TSV Ippener, der als Vizemeister ebenfalls aufsteigt. „Da wird es heiß hergehen“, ist Michael Lamke überzeugt. Obwohl seine junge Mannschaft das erklärte Saisonziel erreicht hat, ist auch der TSV-Coach nicht ganz glücklich. „Die Bierdusche hätte ich gerne mitgenommen“, bedauert der 39-Jährige. Aber auch dieses zweifelhafte Vergnügen musste aus den bekannten Gründen entfallen.

Von Sven Marquart

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Alltagsmasken und die Materialfrage

Alltagsmasken und die Materialfrage

Was Krebsrisiko eigentlich bedeutet

Was Krebsrisiko eigentlich bedeutet

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Auf Flusskreuzfahrt ab Bordeaux

Auf Flusskreuzfahrt ab Bordeaux

Meistgelesene Artikel

Schindler setzt auf Bordmittel

Schindler setzt auf Bordmittel

Bettermann trotzt Wind und Regen

Bettermann trotzt Wind und Regen

Landesliga wird zweigleisig

Landesliga wird zweigleisig

„Es ist kein Schwund erkennbar“

„Es ist kein Schwund erkennbar“

Kommentare