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Schindler: „Die Vorfreude ist riesig“

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Erwischt Dötlingens Dreifach-Torschütze Shqipron Stublla (li.) gegen Wardenburg einen ähnlichen Sahnetag wie eine Woche zuvor beim 5:2 gegen Ahlhorn?
Erwischt Dötlingens Dreifach-Torschütze Shqipron Stublla (li.) gegen Wardenburg einen ähnlichen Sahnetag wie eine Woche zuvor beim 5:2 gegen Ahlhorn? © Büttner

Landkreis – Wenn heute Abend der 26. Spieltag der Fußball-Kreisliga angepfiffen wird, liegt eine Menge Spannung in der Luft. Während der TV Dötlingen zu seinem Angstgegner VfR Wardenburg reist und den Tabellendritten so lange wie möglich ärgern will, fordert der FC Huntlosen den Tabellenführer TSV Großenkneten zum Derby heraus. Allerdings ohne FCH-Toptorschütze Leon Fenslage.

VfR Wardenburg - TV Dötlingen (Freitag, 19.30 Uhr): Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen geht Dötlingen heute Abend in das Duell beim VfR Wardenbrug. Kein Wunder, immerhin hat die Mannschaft von Markus Welz am vergangenen Spieltag den Ahlhorner SV mit 5:1 aus dem eigenem Stadion geschossen. „Zuletzt waren wir durch Corona ganz schön gebeutelt. Daher tat der Sieg richtig gut. Den Schwung wollen wir natürlich jetzt mit nach Wardenburg nehmen“, erklärt Markus Welz.

Ärgerlich ist nur, dass sich ausgerechnet Mittelfeldmotor Joole Bredehöft gegen Ahlhorn verletzte. „Es bestand sogar der Verdacht auf einen Knöchelbruch. Das hat sich zum Glück nicht bestätig“, berichtet der TVD-Coach: „Er hat sich in Anführungszeichen nur eine schwere Bänderverletzung zugezogen. Dennoch ist die Saison für ihn beendet.“ Zudem muss der 54-Jährige auf Jannes Henning und Gerrit Schüler verzichten: „Beide leiden noch an ihren Coronainfektionen, die sie sich vor vier Wochen einfingen. Sowohl Jannes als auch Gerrit sind noch zu geschwächt und nicht einsatzbereit.“ Auch Trainersohn Lukas Welz (privat verhindert) und Jonas Krummland (Auslandsaufenthalt) werden gegen Wardenburg fehlen.

Dafür hofft Markus Welz, dass sein Stürmer Shqipron „Schippe“ Stublla (Dritter in der Torschützenliste) einen ähnlichen Sahnetag erwischt wie eine Woche zuvor, als er Ahlhorn mit drei „Buden“ fast im Alleingang abschoss.

„Wir müssen uns keine Illusionen machen. Auf uns wartet ein ganz schwerer Brocken. Es geht immerhin gegen den Tabellendritten. Und in Wardenburg haben wir noch nie gut ausgesehen“, weiß Markus Welz, der den kommenden Gegner als gut eingespielt, aggressiv und offensivstark beschreibt. Daher erwarte er, dass sein Team heute „alle Körner mobilisiert, den Kampf annimmt und mit Herz spielt“.

TSV Großenkneten - FC Huntlosen (heute, 20.00 Uhr): Ein noch dickeres Brett wartet heute Abend auf den FC Huntlosen. Die Mannschaft von Coach Jan Schindler muss ausgerechnet beim Tabellenführer TSV Großenkneten antreten, der sowohl den besten Sturm als auch die beste Defensive der Liga stellt. Dass die Trauben hoch hängen, weiß auch der 34-Jährige: „Dennoch ist die Vorfreude auf das Derby riesig. Das letzte Mal haben wir im August 2019 dort gespielt.“

Aber auch dem FCH-Trainer plagen Verletzungssorgen. „Kolja Schrinner hat sich beim Montagstraining einen Rückennerv eingeklemmt. Und am Mittwoch ist auch noch unser Kapitän Stefan Merz umgeknickt. Das ist natürlich bitter.“ Auch auf Hendrik Pörtner (Zahn-OP), Sebastian Merz (fünfte Gelbe Karte) sowie Toptorschütze Leon Fenslage (13 Treffer) muss Schindler verzichten. Und ob es für Tom Kunst reicht, der sich gerade erst von einer Grippe erholt hat, ist auch noch fraglich.

Trotz der vielen Ausfälle überwiegt für den Coach die Aufregung: „Ich hoffe natürlich auf viele Zuschauer. Außerdem haben wir nach dem 2:5 beim VfL Stenum II noch etwas gutzumachen. Und gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte tun wir uns meist leichter. Zudem haben wir bekanntlich nichts zu verlieren.“

Und als ehemaliger A-Junioren-Trainer des TSV Großenkneten sollte keiner den kommenden Gegner besser lesen können als Schindler selbst. „Auf uns wartet eine junge, hungrige Mannschaft, die immer nach vorne spielen will. Daher gehe ich davon aus, dass Großenkneten viel Ballbesitz haben wird“, blickt der 34-Jährige voraus und fordert daher von seiner Mannschaft, „die Räume eng zu halten und die Zweikämpfe anzunehmen“.

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