Bezirksoberligist VfL Wildeshausen erkämpft nach 4:6-Rückstand ein 6:6 beim SC BW Papenburg

Carsten Scherf und Fabian Rang retten das Remis

Carsten Scherf
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Carsten Scherf

Wildeshausen – Zweites Saisonspiel, erster Punktgewinn: Beim SC Blau-Weiß Papenburg erkämpfte Tischtennis-Bezirksoberligist VfL Wildeshausen ein 6:6 und fuhr so einen wertvollen Zähler im Kampf gegen den Abstieg ein.

Dennoch wirkte Wildeshausens Nummer vier Michael Rüdebusch nicht restlos zufrieden: „Im Vorfeld hatten wir uns eigentlich mehr ausgerechnet. Aber wir mussten uns ja auch erst einmal an die ungewohnten Bälle und Tische gewöhnen.“

Was den Huntestädtern zunächst trefflich gelang: Erst „breakte“ Helmut Rang Papenburgs Nummer eins Martin Michalke mit 12:10 im Entscheidungssatz, dann setzte sich VfL-Spitzenspieler Guido Grützmacher in einer epischen Schlacht nach Abwehr diverser Matchbälle mit 20:18 (!) im fünften Durchgang gegen Markus Priet durch. Mehr Traumstart geht nicht.

Anschließend musste Wildeshausens „Mitte“ zweimal knapp passen, doch umgehend stellte das glänzend aufgelegte VfL-Duo Carsten Scherf/Fabian Rang den alten Abstand wieder her.

Angesichts der 4:2-Führung sprach mittlerweile einiges für die Gäste, aber nun hatte Glücksgöttin Fortuna offenbar die Seiten gewechselt. Dreimal in Folge triumphierte Papenburg hauchdünn mit 3:2 und drehte so den Spieß wieder um.

Insbesondere die Fünfsatzniederlage von Frank Schröder traf die Huntestädter hierbei bis ins Mark. Gegen Thomas Piwowarski fehlten Wildeshausens Nummer vier bei einer 2:0-Satzführung und 11:11 im dritten Durchgang „nur“ noch zwei Pünktchen zum Sieg, doch Schröder brachte das Spiel zum VfL-Leidwesen nicht nach Hause.

Als dann auch Rüdebusch glatt an Reinhard Kuhlmann scheiterte, standen die Huntestädter endgültig mit dem Rücken zur Wand.

Aber Wildeshausen fightete vorbildlich: Einem deklassierenden Dreisatztriumph von Scherf über Hermann Dreyer folgte ein ähnlich deutlicher Erfolg von Fabian Rang gegen Herbert Michalke zum leistungsgerechten 6:6-Endstand. „Carsten und Fabian haben uns das Unentschieden gerettet“, lobte Rüdebusch die „fantastischen Zwei“.

Und mit etwas Abstand zog der VfL-Teamsprecher sogar noch ein halbwegs versöhnliches Fazit: „Wissingen hat hier ja auch nur 6:6 gespielt. Wer weiß, wofür das Remis noch gut ist?“  drö

Stenogramm

SC BW Papenburg – VfL Wildeshausen 6:6: M. Michalke – H. Rang 2:3 (5:11, 11:7, 11:5, 12:14, 10:12), Priet – Grützmacher 2:3 (11:7, 4:11, 10:12, 11:8, 18:20), Piwowarski – Rüdebusch 3:0 (12:10, 11:9, 11:7), Kuhlmann – Schröder 3:2 (11:6, 8:11, 8:11, 11:8, 11:7), Dreyer – F. Rang 0:3 (6:11, 5:11, 6:11), H. Michalke – Scherf 1:3 (5:11, 11:9, 4:11, 8:11), M. Michalke – Grützmacher 3:2 (4:11, 11:9, 11:7, 6:11, 11:8), Priet – H. Rang 3:2 (11:13, 11:9, 9:11, 11:8, 11:6), Piwowarski – Schröder 3:2 (6:11, 2:11, 13:11, 11:5, 11:6), Kuhlmann – Rüdebusch 3:0 (11:9, 11:7, 11:5), Dreyer – Scherf 0:3 (5:11, 6:11, 5:11), H. Michalke – F. Rang 0:3 (6:11, 8:11, 6:11).

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