Carsten Scherf sorgt für die Initialzündung

VfL Wildeshausen überwintert nach 9:7 beim SV Quitt Ankum als Tabellendritter

Carsten Scherf vom VfL Wildeshausen bei einem Vorhandschlag.
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Sein Fünfsatzerfolg war die Initialzündung: Carsten Scherf.

Wildeshausen – Was für ein Wochenende für Michael Rüdebusch: Erst trug der Leistungsträger des Tischtennis-Bezirksoberligisten VfL Wildeshausen am Freitag entscheidend zum schneidigen 9:7-Triumph beim SV Quitt Ankum bei, ehe in der Nacht zu Sonnabend sein Stammhalter Kalle Jesper das Licht der Welt erblickte.

Ein freudiges Ereignis, das den formidablen Jahres-Kehraus natürlich in den Schatten stellte. Dennoch strahlte VfL-Youngster Fabian Rang nach der Nervenschlacht wie ein Schneekönig: „Wir wollten unbedingt gewinnen, um in der Hinrunde möglichst viele Punkte gesammelt zu haben, falls die Rückrunde angesichts von Corona überhaupt gespielt werden kann.“

Was sich zeigen wird. Auf alle Fälle überwintern die Huntestädter nach dem 9:7-Thriller nun mit 10:4 Zählern auf Tabellenplatz drei und dürften so oder so aller Abstiegssorgen ledig sein.

Im Gegensatz zum Schlusslicht aus Ankum, das sich jedoch offenbar noch längst nicht aufgegeben hat und Wildeshausen bis zum Ende energisch die Stirn bot. Anfangs durften die Hausherren sogar noch auf einen Coup hoffen. Mit 4:1 lag Quitt schon in Front, als Carsten Scherf mit seinem hauchzarten 12:10-Fünfsatztriumph über Ankums Nummer drei Stephan Peters für eine Initialzündung sorgte. Nun waren die Gäste im Spiel und drehten durch souveräne Erfolge von Rüdebusch, Martin Hakemann sowie Fabian Rang den Spieß wieder um. Beim Stand von 5:4 war aber noch rein gar nichts entschieden.

Der kampflosen Niederlage des verletzten VfL-Spitzenspielers Guido Grützmacher folgte ein chancenloses 0:3 von Helmut Rang gegen Markus Küthe, so dass die Führung wieder zum Gastgeber wechselte. Aber Wildeshausen bewies einmal mehr Moral: Zwar musste im weiteren Verlauf Scherf knapp gegen Uwe Droppelmann passen, doch dafür punkteten der erneut überragende Rüdebusch, der ähnlich stark auftrumpfende Fabian Rang sowie „Capitano“ Hakemann in souveräner Manier.

Beim Stand von 8:7 für die Gäste hatte es Wildeshausens Abschlussdoppel Helmut Rang/Fabian Rang nun in der Hand, dem Schlusslicht endgültig das Licht auszuknipsen. Gesagt, getan: Nach leichten Anlaufschwierigkeiten steigerte sich die Vater-Sohn-Kombination in einen echten Spielrausch hinein und fertigte Ankums Duo Martin Zwirner/Uwe Droppelmann in drei Sätzen zum umjubelten 9:7-Gesamtsieg ab.

Trotzdem mahnte Routinier Rang, sich nicht zu früh zu freuen: „Für mich waren das weiterhin nur zwei Punkte gegen den Abstieg.“

Stenogramm

SV Quitt Ankum – VfL Wildeshausen 7:9

Zwirner/Droppelmann – Grützmacher/Scherf 3:0 (11:0, 11:0, 11:0), Küthe/Peters – Rang/Rang 1:3 (6:11, 11:5, 8:11, 4:11), Lüvolding/Struve – Rüdebusch/Hakemann 3:0 (15:13, 11:8, 11:9), Zwirner – H. Rang 3:2 (11:6, 7:11, 9:11, 11:5, 11:3), Küthe – Grützmacher 3:0 (11:0, 11:0, 11:0), Peters – Scherf 2:3 (11:8, 4:11, 11:8, 9:11, 10:12), Droppelmann – Rüdebusch 0:3 (10:12, 5:11, 4:11) Lüvolding – Hakemann 1:3 (13:11, 8:11, 6:11, 9:11) Struve – F. Rang 0:3 (6:11, 4:11, 5:11), Zwirner – Grützmacher 3:0 (11:0, 11:0, 11:0), Küthe – H. Rang 3:0 (11:7, 11:5, 11:4), Peters – Rüdebusch 0:3 (11:13, 8:11, 8:11), Droppelmann – Scherf 3:1 (11:4, 7:11, 13:11, 11:6), Lüvolding – F. Rang 1:3 (4:11, 11:8, 8:11, 10:12), Struve – Hakemann 1:3 (9:11, 8:11, 11:9, 8:11), Zwirner/Droppelmann – H. Rang/F. Rang 0:3 (11:13, 4:11, 6:11).

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