SV Baris gewinnt Masters / VfL Wildeshausen verliert kleines Finale gegen ASV

Cakis „Hallenkönige“ sind zurück auf dem Thron

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Enttäuscht: die Wildeshauser Tobias Düser (l.) und Jan Lehmkuhl nach dem Halbfinalaus gegen den späteren Masterssieger SV Baris.

Ahlhorn - Von Sven MarquartDie Uhr zeigte noch 57 Sekunden, als Mert Caki den Ball überlegt mit dem rechten Fuß flach zum 1:0 ins linke Eck schob. Mit diesem Treffer im Endspiel gegen den SV Tur Abdin kürte der 19-Jährige den Kreisligisten SV Baris zum ersten (und letzten) Hallenmasterssieger des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst. Der Trainersohn war neben Torhüter Malik Oflazoglu der zweite Matchwinner in Reihen der Delmenhorster.

Nach einigen Patzern von Keeper Cevat Agri war Baris eine Woche zuvor bei der Stadtmeisterschaft nicht über den vierten Platz hinausgekommen. Diesmal durfte also Oflazoglu ran, der sonst das Tor der zweiten Mannschaft in der 1. Kreisklasse hütet. Der 44-jährige Routinier zeigte im Turnierverlauf einige starke Paraden und hielt im Halbfinale die Neunmeter der Wildeshauser Jan Lehmkuhl und Majues Gebhardt-Bauer. „Ich weiß, dass er in der Halle stark ist“, lobte Baris-Coach Önder Caki seinen Schlussmann. Aber das gelte für seine ganze Mannschaft: „Eine zeitlang waren wir die Hallenkönige.“

Dass Baris nun wieder den Thron erklommen hat, war lange Zeit nicht abzusehen: Erst im allerletzten Vorrundenspiel hatte sich der Kreisliga-Zwölfte durch ein 3:2 gegen den TSV Ippener für das Halbfinale qualifiziert: 17 Sekunden vor Schluss verwandelte Mert Caki einen Strafstoß, den TSV-Keeper Maxim Prieb durch ein Foul verschuldet hatte.

Während Stadtmeister SV Tur Abdin trotz des 0:3 gegen Baris souverän durch die Gruppe B spazierte, gab es dahinter ein großes Gerangel. Als der TSV Ippener vor der Abschlussrunde durch Florian Schamberg mit 1:0 gegen den VfL Stenum führte, lagen gleich vier Teams (Baris, Ippener, Falkenburg, Munderloh) mit je sechs Punkten gleichauf. Am Ende kam Ippener nicht über Platz fünf hinaus. „Wir haben uns trotzdem gut verkauft – ich bin auf jeden Fall zufrieden“, sagte TSV-Spielertrainer Andreas Lorer.

In Gruppe A waren die Fronten hingegen rasch geklärt: Die Bezirksligisten VfL Wildeshausen und Ahlhorner SV wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und zogen ungefährdet ins Halbfinale ein. Kreisligist Harpstedter TB blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück und wurde mit zwei Punkten lediglich Vorletzter. „Das war sicherlich nicht das, was wir uns vorgenommen hatten“, meinte Marcus Metschulat. Der HTB-Coach stand bereits während der letzten Partie gegen den KSV Hicretspor kopfschüttelnd am Torpfosten und ärgerte sich über die schwache Chancenverwertung: „Wir machen die Dinger einfach nicht!“

Tore blieben auch im ersten Halbfinale zwischen dem SV Tur Abdin und dem Ahlhorner SV zunächst Mangelware. Erst nach acht Minuten traf Marcel Maus zum 1:0 für die Delmenhorster. Drei Sekunden vor dem Ende machte Artjom Prieb mit dem 2:0 alles klar.

Von der vorherigen Dominanz des VfL Wildeshausen war im zweiten Halbfinale nichts mehr zu sehen. Sinan Uygun brachte den SV Baris mit 1:0 in Führung (2.), Jan Lehmkuhl glich noch in derselben Minute zum 1:1 aus. „Aber irgendwie waren wir nicht entschlossen genug“, meinte VfL-Trainer Klaus Ebel. Torschütze Lehmkuhl fand den Auftritt des Landkreismeisters sogar „lahmarschig“. Trotzdem hätte Sascha Görke 25 Sekunden vor dem Abpfiff das Finale klar machen können, doch er pikte den Ball nur an den Pfosten. Das Neunmeterschießen musste entscheiden.

Während für die Krandel-Kicker nur Tobias Düser und Maximilian Seidel trafen, verwandelten Sinan Uygun, Mert Caki, Ümit Igde und Ricardo Meyer für Baris. VfL-Keeper Harm-Aike Hollmann hatte mit seiner Parade gegen Cumali Tuner kurzzeitig für neue Hoffnung gesorgt.

Die Enttäuschung über das Aus hatten die Wildeshauser wohl auch im Spiel um Platz drei noch nicht verdaut, denn sie unterlagen dem Ahlhorner SV mit 1:2. Für den Gastgeber trafen Swen Arkenbout und Engin Arslan, für den VfL Lukas Schneider.

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