Aufsteiger SV Baris hat seine Defizite nach 0:7-Pokalschlappe aufgearbeitet

Caki will Wildeshausen ärgern

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Eine Szene aus dem Pokalspiel: Wildeshausens Andreas Kari (l.) im Zweikampf mit Cumali Tuner. Der Baris-Kapitän fehlt am Sonntag urlaubsbedingt. 

Wildeshausen - An den 30. Juli dieses Jahres erinnert sich Önder Caki nur äußerst ungern. An jenem Tag jagte der VfL Wildeshausen den SV Baris Delmenhorst in der ersten Runde des Fußball-Bezirkspokals mit 7:0 aus dem Krandel.

An diesem Sonntag, 15 Uhr, bekommen Baris-Coach Caki und seine Mannen die Chance zu zeigen, dass sie es besser können, wenn es um Bezirksliga-Punkte geht.

„Wir wussten, woran es gehapert hat“, sagt Caki im Rückblick auf die Pokalschlappe. „Wir hatten keine gute Vorbereitung und Probleme im Fitnessbereich. Dadurch waren wir nach Ballverlusten nicht in der Lage hinterherzukommen.“ Diese Defizite hat Caki mit seiner Crew in den vergangenen zwei Monaten aufgearbeitet. „Und spielerisch können wir sowieso mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten“, sagt er selbstbewusst: „Wenn wir einen guten Tag haben, sind wir auch in der Lage Wildeshausen zu ärgern.“

Eine Einschätzung, die Marcel Bragula durchaus teilt. Jedenfalls glaubt der VfL-Coach nicht an einen erneuten Selbstläufer. „Fußball ist ein Tagesgeschäft. Da gibt es Hochs und Tiefs – es sei denn, du bist Bayern München“, sagt er. Bragula erwartet diesmal „ein komplett anderes Spiel“. Baris sei wesentlich fitter und eingespielter. Sein Trainerkollege habe die Partie „sauber analysiert“ und die richtigen Schlüsse gezogen: „Nach dem Pokalspiel haben alle Baris als Absteiger Nummer eins abgestempelt. Inzwischen sind sie in der Liga angekommen und reisen als bester Aufsteiger und mit breiter Brust an.“

Kapitän Cumali Tuner nicht dabei

Während die anderen Neulinge SV Eintracht Oldenburg (drei Punkte) und der FC RW Sande (null) ganz am Ende der Tabelle zu finden sind, ist Baris Zehnter und hat in fünf Partien bereits sieben Zähler eingesammelt. Es hätten sogar noch ein paar mehr sein können, denn beim 3:3 gegen den SV Eintracht Wiefelstede verspielten die Delmenhorster eine 3:0-Führung. Und beim 2:3 gegen den FC Rastede erzielten die „Löwen“ ihren Siegtreffer erst in der Nachspielzeit.

Baris muss im Krandel ohne seinen Kapitän Cumali Tuner auskommen, der wie Serkan Mangal im Urlaub ist. Der Einsatz von Izzet Saglam und Maik Hannebauer steht berufsbedingt auf der Kippe. „Wir sind aber trotzdem gut aufgestellt“, betont Caki.

Was nicht auf den VfL Wildeshausen zutrifft. Beim Tabellenzweiten gibt es „einige große Fragezeichen“, berichtet Bragula. Unter anderem sei die Grippewelle über seine Mannschaft hinweggeschwappt: „Vier Spieler liegen flach.“ Zwei weitere Akteure sind im Urlaub, einer ist als Wahlhelfer im Einsatz. Und Sebastian Bröcker, der bei der 2:3-Testspielniederlage gegen den Brinkumer SV nach einer Stunde ausgewechselt werden musste, hat weiter Schmerzen im lädierten Sprunggelenk. „Das sieht nicht gut aus“, sagt Bragula. Wenn es ganz schlecht läuft, steht ihm lediglich ein 13er-Kader zur Verfügung. „Aber selbst dann haben wir keine Angst.“  mar

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