Faustball-Bundesligist kassiert überraschende 3:5-Heimniederlage gegen Hagen

Bundestrainer Neuenfeld sieht Brettorfer Stückwerk

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Im Dienst der Mannschaft: Christian Kläner (vorne) konnte die Niederlage gegen Hagen aber nicht verhindern. ·

Brettorf - Von Sven MarquartDie Vorfreude auf das Länderspiel zwischen Weltmeister Deutschland und Europameister Schweiz hat gestern einen empfindlichen Dämpfer bekommen: Faustball-Bundesligist TV Brettorf unterlag dem TSV Hagen 1860 mit 3:5. Tags zuvor hatte sich die Mannschaft von Trainer Klaus Tabke noch souverän mit 5:1 gegen den TuS Dahlbruch behauptet.

TV Brettorf – TSV Hagen 1860 3:5 (6:11, 11:7, 7:11, 4:11, 6:11, 11:9, 11:2, 7:11): Nicht nur Bundestrainer Olaf Neuenfeld rieb sich verwundert die Augen. „So schlecht habe ich Brettorf noch nie gesehen – auf allen Positionen nur Stückwerk.“ Im Gegensatz dazu spielte Hagen „eine Klasse besser“ als am Sonnabend beim 0:5 in Ahlhorn, meinte der Nationalcoach.

Schien der Verlust des ersten Satzes nur ein Ausrutscher zu sein, offenbarten die Gastgeber auch nach dem Gewinn des zweiten Durchgangs große Abwehrschwächen. „Da war deutlich zu sehen, dass mit Timo und Christian Kläner zwei Stammkräfte fehlen“, sagte Klaus Tabke.

Während Timo Kläner nach seiner Kreuzband-OP immer noch eine Schiene ums linke Knie trägt, kam Christian Kläner mit einer Prellung seines rechten Knies vom jüngsten Nationalmannschaftslehrgang zurück. „Darunter hat sich eine Schwellung gebildet“, berichtete der TVB-Kapitän, der nun um seine Länderspielteilnahme und die Nominierung für den deutschen World-Games-Kader bangt. Eigentlich hatte der 29-Jährige pausieren wollen. Doch in seiner Not wechselte Klaus Tabke Christian Kläner zu Beginn des vierten Satzes doch ein. „Ob das gut war, weiß ich nicht“, knurrte Kläner, der sich fitspritzen lassen hatte.

Beim 1:4 steuerten die Gastgeber geradewegs auf eine richtige Klatsche zu. Doch mit dem Gewinn der Sätze sechs und sieben schien die Partie plötzlich zu kippen. Doch Hagens Schlagmann Florian Sonfeld wirkte in der Schlussphase frischer als sein Pendant Tobias Kläner und besorgte Hagen mit dem 10:7 im achten Satz drei Matchbälle. Der Punkt war allerdings umstritten: Während Schiedsrichter Max Hunger den Ball gut gab, hatten ihn die Brettorfer im Aus gesehen.

Gleich der erste Matchball saß. „Hagen hat sich den Sieg verdient“, bilanzierte Klaus Tabke. Dagegen gehöre sein Team „mit der gezeigten Leistung nicht in die obere Tabellenhälfte“.

TV Brettorf – TuS Dahlbruch 5:1 (11:9, 11:6, 7:11, 11:7, 11:5, 11:7): Im Dauerregen hatten beide Abwehrreihen große Probleme bei der Annahme, denn der Ball war auf dem nassen Rasen immens schnell und kaum zu kontrollieren. „Für die Schlagleute war das natürlich optimal“, sagte Klaus Tabke. Mit Tobias Kläner, der gute Angaben schlug, hatte er jedoch die größere Qualität in seinem Team. Lediglich im dritten Satz leisteten sich die Brettorfer einen kleinen Wackler, als sie bereits mit 7:4 führten, dann aber sieben Punkte in Folge abgaben.

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