Faustballer erhalten in Berlin das Silberne Lorbeerblatt / „Eine Riesenehre“

Bundespräsident zeichnet Kläner und Albrecht aus

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Bundespräsident Joachim Gauck (5.v.r.) zeichnete die deutsche Faustball-Nationalmannschaft (v.l.) für ihren World-Games-Sieg mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus: Steve Schmutzler (MTV Rosenheim), Michael Marx (TV Stammheim), Christian Erlenmeyer (TV Unterhaugstett), Tim Albrecht (Ahlhorner SV), Ajith Fernando (TSV Pfungstadt), Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf), Lukas Schubert (VfK Berlin), Christian Kläner (TV Brettorf) und Patrick Thomas (TSV Pfungstadt). ·

Wildeshausen - BRETTORF/BERLIN · Ehre, wem Ehre gebührt: Christian Kläner vom TV Brettorf und Tim Albrecht vom Ahlhorner SV haben gestern in Berlin von Bundespräsident Joachim Gauck das Silberne Lorbeerblatt, die höchste staatliche Auszeichnung für sportliche Spitzenleistungen in Deutschland, erhalten. Die beiden Faustballer hatten im August dieses Jahres mit der Nationalmannschaft bei den World Games im kolumbianischen Cali die Goldmedaille gewonnen.

„Ein tolles Erlebnis und eine Riesenehre für mich und Tim“, schwärmte Mannschaftskapitän Christian Kläner nach dem Festakt. „Das passiert einem nur ein Mal im Leben – eine Supersache!“ Zwar seien ihm sportliche Titel lieber, sagte der 29-Jährige, trotzdem bedeute ihm die Auszeichung unheimlich viel, „weil wir Faustballer dadurch eine große Wertschätzung durch die Bundesrepublik Deutschland erfahren“.

Das war bisher anders. Denn die World-Games-Gewinner wurden genauso wie die Sieger der Deaf lympics (Sommerspiele der Gehörlosen) erstmals mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. „Sie sind exzellente Botschafter unseres Landes, gerade auch, weil Sie seine ganze Vielfalt repräsentieren, seine unterschiedlichen Talente und Fähigkeiten – und weil Sie für Werte stehen, die weit über den Sport hinausweisen: für individuelle Anstrengung und Fair Play, aber auch für die Anerkennung anderer Menschen“, sagte Joachim Gauck in seiner Ansprache und forderte die Preisträger auf: „Tragen Sie diesen Geist bitte weiter, in Deutschland und über Grenzen hinweg! Dann wäre viel gewonnen – für uns alle.“

Bei Christian Kläner kamen die Worte des Bundespräsidenten gut an. „Es klang so, als ob er das, was er gesagt hat, auch so meint. Ich glaube, er ist keiner, der nur hohle Phrasen in den Raum wirft“, erklärte der Brettorfer.

Allein das Ambiente von Schloss Bellevue sei sehr beeindruckend gewesen, berichtete Christian Kläner: „Hohe Decken, Riesenfenster, große Kronleuchter und Bilder – alles sehr imposant!“ Nach der obligatorischen Personenkontrolle seien die Sportler zu ihren Sitzplätzen geführt worden, Moderator Johannes B. Kerner habe dann alle einzeln vorgestellt. Ein Saxofonquartett und Pantomimen umrahmten den „sehr, sehr gelungenen Festakt“, der mit der deutschen Nationalhymne endete.

Beim anschließenden Empfang hatten die Sportler bei Getränken und Häppchen Gelegenheit zum Smalltalk mit Joachim Gauck, dessen Lebensgefährtin Daniela Schadt und Johannes B. Kerner. „Der Bundespräsident hat sich richtig Zeit für uns genommen“, erzählte Christian Kläner. „Aber nach zwei Stunden war auch schon alles vorbei.“ · mar

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