Bundesliga-Faustballer heute bei Spitzenreiter VfK / Morgen Duell gegen Neuling

Gegensätze an der Spree: Brettorf in Berlin gefordert

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Während sich sein Trainer Ralf Kreye bereits in Berlin umschaute, leitete Brettorfs Kapitän Christian Kläner (Bild) die letzte Übungseinheit vor dem Bundesliga-Doppelpack in der Bundeshauptstadt.

Brettorf - Von Cord Krüger. Das nennt man eine akribische Vorbereitung! Die Bundesliga-Faustballer des TV Brettorf bestreiten am Wochenende einen Doppel-Spieltag in Berlin – doch ihr Trainer Ralf Kreye ist schon seit Mittwochabend vor Ort. „Ich sehe mir die Hallen und die beiden Gegner im Training an, um nichts dem Zufall zu überlassen“, schilderte der Coach des Tabellendritten – und musste darüber noch im selben Atemzug lachen. Nein, er nutzte die anstehenden Auftritte beim VfK 01 Berlin (heute um 18 Uhr) und der Berliner Turnerschaft (Sonntag, 11 Uhr), um vorher mit Frau und Kindern ein paar Tage Urlaub an der Spree zu verbringen.

Auch das Duell bei Spitzenreiter VfK sieht er nicht so verbissen, „denn wir haben gegen diese Mannschaft nichts zu verlieren“. Ernste Worte findet Kreye mit Blick auf den Drittletzten Berliner TS: „Ich möchte nicht erleben, dass wir uns da blamieren und mit 0:4 Punkten nach Hause fahren!“ Es wäre ein bitterer Rückschlag im Rennen um den Startplatz für die deutschen Meisterschaften.

Heute Nachmittag erwartet er seine Mannschaft in der Hauptstadt – und das in Bestbesetzung: „Stand jetzt haben wir alle Mann an Bord – und ich hoffe, dass sich niemand im Abschlusstraining verletzt hat.“ Die Einheit leitete Kapitän Christian Kläner. „Wir haben vorher ein paar Sachen besprochen, aber ich vertraue ihm voll“, unterstrich Kreye.

Positiv dürfte sich bemerkbar machen, dass Weltmeister Kläner beim epischen 5:4-Sieg des VfK am Sonntag beim Ahlhorner SV ganz genau hingesehen hatte – als Linienrichter. Dabei dürften ihm die brandgefährlichen Angaben von Sebastian Kögel aufgefallen sein, die regelmäßig fast parallel zur Leine vorne rechts aus Sicht der abwehrenden Mannschaft einschlugen – ganz schwer anzunehmen. Auch Tobias Andres versteht sein Handwerk im Angriff. Hinzu kommt, dass diesmal Weltmeister Lukas Schubert wieder dabei sein dürfte – der 28-Jährige fehlte zuletzt in Ahlhorn, weil er aus beruflichen Gründen nicht mehr alle weiten Auswärtsfahrten bestreitet. Kreye stellt daher klar: „Berlin ist Favorit.“ Gleichwohl fordert er von „meinen Jungs, dass wir diese Mannschaft richtig ärgern. Sie sollen nicht mit 5:0 aus ihrer Halle kommen.“ Der Coach denkt darüber nach, die Hausherren „mit der einen oder anderen spielerischen Variante zu überraschen“. Weitere Unterstützung verspricht er sich „von unseren drei Brettorfer Schlachtenbummlern“ – nämlich Familie Kreye.

Zwischen dem VfK-Heimspielort und dem Schauplatz des Duells gegen die TS liegen nur zehn Kilometer. Dort fordert der Gäste-Trainer für morgen „einen Sieg – ohne Wenn und Aber.“ Der Neuling ist für ihn ein unbeschriebenes Blatt, doch er warnt angesichts seines jüngsten 5:2-Erfolgs gegen den SV Armstorf davor, den Gegner zu unterschätzen. Immerhin scheinen die TS-Faustballer nicht wirklich einen Heimvorteil zu haben: Ihr eigenes Domizil mussten sie den Behörden als Flüchtlingsunterkunft überlassen. „Seitdem spielen sie mal hier und mal da. Das ist also auch kein echter Vorteil für sie“, schätzt Kreye.

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