Galatasaray Istanbul gewinnt Hallenturnier für Traditionsmannschaften in Oldenburg

„Budenzauber“ mit 76 Toren

Die Autogramme von Ailton waren in Oldenburg heiß begehrt.

Wildeshausen - OLDENBURG (him) · Von ihren fußballerischen Qualitäten haben die ehemaligen Stars noch lange nichts verlernt: Das Hallenfußballturnier für Traditionsmannschaften in der Oldenburger EWE-Arena sorgte gestern für Begeisterung auf den mit über 3 000 Fans besetzten Zuschauerrängen. Am Ende wehten die gelb-roten Fahnen am höchsten, denn Galatasaray Istanbul gewann das unterhaltsame und torreiche Endspiel gegen die „Oldies“ des SV Werder Bremen um den brasilianischen „Kugelblitz“ Ailton mit 9:6. Platz drei hatte sich zuvor Gastgeber VfB Oldenburg gesichert.

„Galatasaray war im Endspiel einfach besser“, zeigte sich Ailton – wenn auch etwas aus der Puste – als fairer Verlierer, als er Arm in Arm mit seinem früheren Mannschaftskollegen Ümit Davala das Turnier Revue passieren ließ. „Es hat trotzdem viel Spaß gemacht und ich bin sehr zufrieden“, schmunzelte der Brasilianer. Der „Tor-Toni“ hatte berechtigterweise Grund zur Freude, denn mit acht „Buden“ sicherte sich der Stürmer die Torschützenkrone vor dem Leverkusener Marcus Feinbier, der auf sieben Treffer kam.

Der „Budenzauber“ begann gleich mit einem Spektakel, denn im Eröffnungsspiel gewann der VfB Oldenburg, der unter anderem Henning Butt (TSV Großenkneten) als Torhüter sowie Hakan Cengiz (RW Hürriyet) als Stürmer in seinen Reihen hatte, gegen den Hamburger SV mit 8:6. Überhaupt sollte es ein torreicher Tag in der EWE-Arena werden: Insgesamt „klingelte“ es 76 Mal in der regulären Spielzeit, zusätzlich servierten die Stars von gestern den Zuschauern zwei Neunmeterschießen.

„Ein gewisser Ehrgeiz ist eben immer dabei“, erklärte Mike Rietpietsch von Bayer 04 Leverkusen das engagierte Auftreten aller Klubs. Thomas Doll (Hamburger SV) zeigte sich begeistert von der Atmosphäre in der Halle: „Es ist schön hier, der Kontakt zu den Fans tut gut. Die Zuschauer honorieren sehenswerte Aktionen, auch wenn es bei uns schon manchmal zeitlupenmäßig aussieht...“

Nach der Gruppenphase mussten sich der Hamburger SV und FC Schalke 04 verabschieden. Werder Bremen, das seine Gruppe mit zwei Siegen gegen Hamburg (3:1) und Oldenburg (4:2) beherrscht hatte, ließ sich auch im Halbfinale von Bayer Leverkusen nicht aufhalten. Ailton, zwischen den Spielen ständig von Fans umlagert, kam zwar etwas verspätet aus der Kabine, traf dann aber zum vorentscheidenden 3:1. Nach dem Anschlusstreffer durch Feinbier packte Günter Hermann mit dem 4:2 den Deckel drauf.

Fast schon dramatisch verlief das zweite Halbfinale: In einem Spiel zwischen zwei heißblütigen Teams holte der VfB Oldenburg gegen Galatasaray Istanbul einen 1:3-Rückstand noch auf. Hakan Cengiz war es, der Oldenburg mit dem Ausgleichstreffer ins Neunmeterschießen rettete. Hier versagten dem VfB aber die Nerven. Meyer und Cengiz verschossen, während die Türken zwei Mal trafen. Immerhin gelang den Lokalmatadoren im kleinen Finale gegen Leverkusen mit einem 4:2 (2:2)-Erfolg nach Neunmeterschießen ein mehr als versöhnliches Ende.

Das Finale glich dann einem munteren Scheibenschießen. Die Bremer verschliefen die erste Halbzeit und lagen schnell mit 0:4 zurück. Als Uwe Harttgen im zweiten Abschnitt auf 5:7 verkürzte, kam noch einmal Spannung auf, die der Ex-Schalker Hami aber schnell wieder zerstörte. Tröstende Worte fand Ümit Davala für seinen unterlegenen Freund Ailton: „Werder hat ein tolles Turnier gespielt und zählt auch zu den Gewinnern.“

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