TV Brettorf fertigt Bardowick und Schneverdingen ab / Ahlhorner SV tankt Selbstvertrauen

Buck-Crew stürmt an die Tabellenspitze

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Laura Cording (vorne) und Rika Meiners übernahmen mit dem TV Brettorf die Tabellenführung.

Brettorf/Ahlhorn - Erleichterung in der Chefetage der Deutschen Faustball-Liga (DFBL): Nach zäher Suche ist nun endlich ein Gastgeber für die Hallen-DM der Frauen gefunden. Süd-Bundesligist SV Tannheim wird die Endrunde der sechs besten Teams am Wochenende 3./4. März stemmen. „Ich freue mich, dass wir den SV Tannheim als Ausrichter gewinnen konnten. Der Vertrag ist unterwegs“, sagte DFBL-Präsident Ulrich Meiners aus Ahlhorn.

Gut möglich, dass sich auch der TV Brettorf auf den Weg nach Baden-Württemberg machen darf: Die Crew von Trainerin Rieke Buck übernahm durch ihre überraschend deutlichen 3:0-Heimerfolge gegen den TSV Bardowick und den TV Jahn Schneverdingen die Tabellenführung in der Nordstaffel. Direkt dahinter hat sich der Ahlhorner SV eingereiht. Der amtierende deutsche Hallenmeister bezwang den SV Moslesfehn und den TSV Hagenah jeweils mit 3:0 und darf nach seinem Stotterstart vorerst aufatmen.

SV Moslesfehn – Ahlhorner SV 0:3 (9:11, 6:11, 8:11): Der ASV begann konzentriert und hatte im ersten Durchgang beim Stand von 10:7 Satzball. Allerdings benötigte das Team von Trainerin Edda Meiners zwei Anläufe, um die 1:0-Satzführung herzustellen. Der Satzgewinn gab den Ahlhornerinnen Selbstvertrauen. 7:0 hieß es im zweiten Abschnitt, ehe der SV Moslesfehn etwas entgegensetzen und auf 6:8 verkürzen konnte. Doch auch dieser Satz ging an den ASV. Unter Führung von Mittelfeldmotor Janna Köhrmann machte Ahlhorn wenig später den vorher nicht in dieser Deutlichkeit erwarteten 3:0-Erfolg klar.

Hagenah leistete sich im Angriff eine hohe Eigenfehlerquote

TSV Hagenah – Ahlhorner SV 0:3 (2:11, 8:11, 8:11): Der bislang punktlose TSV Hagenah leistete sich im Angriff eine hohe Eigenfehlerquote. Das nutzten die wiedererstarkten Ahlhornerinnen um Mannschaftsführerin Imke Schröder gnadenlos aus und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieg aufkommen. Dabei integrierte sich Felicia Gißler nahtlos in die ASV-Abwehrreihe. Im zweiten Satz lieferten sich beide Teams umkämpfte Ballwechsel. Zwar ging Hagenah sogar mit 7:6 in Führung, doch das ASV-Angriffsduo Imke Schröder und Pia Neuefeind machte mit platzierten Schlägen das 11:8 perfekt. 

Im dritten Spielabschnitt wechselte Felicia Gißler schließlich auf die Mittelposition und zeigte auch hier ihr Talent. Hagenahs Ex-Nationalspielerin Jana Rapp und ihre Teamkolleginnen mobilisierten zwar noch einmal alle Kräfte, wurden aber nicht belohnt. Zu dominant war die Ahlhorner Spielübersicht. „Heute konnten wir endlich unsere gewohnte Leistung abrufen“, freute sich ASV-Trainerin Edda Meiners über die optimale Tagesausbeute.

Buck: „Und wir haben unseren Stiefel runtergespielt“

TV Brettorf – TSV Bardowick 3:0 (15:14, 11:4, 11:4): Zum Auftakt deutete nichts auf einen so klaren Erfolg der Gastgeberinnen hin, denn der erste Durchgang wurde erst mit dem allerletzten Ball entschieden. Zunächst vergab Brettorf vier Satzbälle, dann ließ der bisherige Spitzenreiter zwei Gelegenheiten zur Satzführung aus, ehe die Schwarz-Weißen den Sack mit 15:14 zumachten. Dabei bewiesen die Angreiferinnen Laura Marofke und Rika Meiners mehrfach starke Nerven. Im zweiten Satz zog sich TSV-Hauptangreiferin Kathrin Wolter eine Zerrung zu und konnte nicht mehr weiterspielen. Diesen Verlust konnte Bardowick nicht kompensieren. Michaela Grywatz war an der Leine zu sehr auf sich allein gestellt. „Und wir haben unseren Stiefel runtergespielt“, berichtete Brettorfs Trainerin Rieke Buck.

TV Brettorf – TV Jahn Schneverdingen 3:0 (11:4, 11:5, 11:4): Angetrieben von der großen Kulisse, machte Brettorf mit den „Heidschnucken“ kurzen Prozess. Was Schneverdingens Rückkehrerin Theresa Schröder auch versuchte – nichts fruchtete. „Ihre langen Bälle waren nicht lang genug, und die kurzen haben wir alle geholt“, sagte Rieke Buck. So standen am Ende ein weiteres 3:0 und der Sprung an die Tabellenspitze. „Das war ein super Tag! Die Mädels haben richtig gut gespielt“, jubelte Rieke Buck. - mar

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