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Brys’ Hinausstellung verunsichert VfL Wildeshausen

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Manuel Meyer vom VfL Wildeshausen beim Angriffsschlag.
Erst überzeugend, dann glücklich: Manuel Meyer und seine Teamkollegen vom VfL Wildeshausen meldeten sich nach viermonatiger Coronaunterbrechung mit einem 3:1-Erfolg bei der SG Buxtehude-Altkloster im Oberliga-Spielbetrieb zurück. © Tamino Büttner

Wildeshausen – Eine über weite Strecken überzeugende Leistung haben die Oberliga-Volleyballer des VfL Wildeshausen im Auswärtsspiel bei der SG Buxtehude-Altkloster abgeliefert. Allerdings hatten die Huntestädter bei ihrem 3:1 (25:15, 25:14, 17:25, 25:23)-Erfolg am Ende auch das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

Vier Monate nach ihren beiden bis dahin ersten und letzten Auftritten war der Crew um Spielertrainer Jakub Brys die lange Zwangspause kaum anzumerken. Die Gäste ließen die Hausherren nicht ins Spiel kommen, konnten viele Bälle in der Abwehr entschärfen und waren im Angriff immer wieder erfolgreich. Da Marek von der Mehden und Conrad Florian Kramer verletzungsbedingt fehlten, half Andreas Fortmann im Mittelblock aus. Der Routinier machte seine Sache auf der für ihn ungewohnten Position gut.

Doch mit der 2:0-Satzführung im Rücken, geriet das Wildeshauser Spiel ins Stocken. Die Buxtehuder leisteten im dritten Durchgang nun auch deutlich mehr Gegenwehr. Dadurch konnten sich die VfL-Angreifer nicht mehr so einfach durchsetzen. Beim Stand von 14:17 schlug Brys den gegnerischen Block an, was der erste Schiedsrichter aber nicht bemerkte und deshalb auf aus entschied. „Für sein Meckern bekam ,Kuba‘ zunächst die Gelbe Karte. Als er sich im Anschluss zu polnischen Bemerkungen hinreißen ließ, wurde er dafür vom ersten Schiedsrichter für den Rest des Satzes hinausgestellt“, berichtete Wildeshausens spielender Co-Trainer Frank Gravel. Nun war den Wildeshausern eine deutliche Verunsicherung anzumerken.

Zum vierten Abschnitt durfte Brys dann wieder ins Geschehen eingreifen. Nach ausgeglichenem Start setzte sich der VfL auf 18:13 ab. Schwächen im Angriff nutzte Buxtehude, um auf 16:18 zu verkürzen. Mit drei Angreifern konnten die Gäste ihren Vorsprung in der nächsten Aufstellungsphase wieder auf 23:18 ausbauen. Doch Buxtehude glich zum 23:23 aus, so dass der Tiebreak drohte.

Beim nächsten Ballwechsel verletzte sich der SG-Zuspieler. Die Partie wurde unterbrochen. Dann wurde der Punkt wiederholt. Jetzt war Linh Nguyen über außen erfolgreich, als er dem Blockspieler durch die Arme auf den Scheitel schlug. Beim Matchball profitierte der VfL Wildeshausen davon, dass Buxtehude zunächst in den Block spielte und den folgenden Aufbau nicht mehr kontrollieren konnte.

„Somit haben wir doch noch die vollen drei Punkte geholt, was nach den ersten beiden Sätzen vielleicht zu erwarten war, am Ende aber doch etwas glücklich zustande gekommen ist“, resümierte Gravel.

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Jakub Brys, Marcel Junel, Paul Schütte, Linh Nguyen, Helge Mildes, Andreas Fortmann, Manuel Meyer.

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