„Newcomer“ siegt beim Nikolauslauf / Technik lässt Organisatoren schwitzen

Brörings starke Premiere

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Die Technik bereitete Organisator Torsten Iverssen (rechts) am Sonntag zeitweise ein paar Sorgen. · Fotos (6): Hiller

Wildeshausen - Von Michael HillerZeitweise stand Torsten Iverssen am Sonntagvormittag gewaltig unter Strom – ganz im Gegensatz zum Zeitnahmegerät. Denn das war ebenso plötzlich wie unerwartet ausgefallen, was den Organisator des Wildeshauser Nikolauslaufes mindestens genauso stark wie die Läufer auf den drei Strecken ins Schwitzen brachte.

Glücklicherweise gab es für Iverssen und seine Helferschar um das Lauf-Team Wildeshausen aber schon ein paar Minuten später Entwarnung: Die Zeitnahme funktionierte wieder, und so nahm auch die 20. Auflage der traditionellen Laufveranstaltung in der Kreisstadt mit etwa 350 Sportlern ein gutes Ende.

„Da sieht man doch mal, dass auch nach so vielen Jahren noch Pannen möglich sind“, nahm Iverssen die technische Störung relativ gelassen hin. „Ärgerlich ist der Vorfall natürlich trotzdem, weil es gerade der 20. Nikolauslauf ist. Ich hoffe sehr, dass nicht alle Zeiten weg sind, schließlich war ich bis tief in die Nacht mit den Vorbereitungen beschäftigt“, konnte der Organisator die Anspannung dennoch nicht ganz abschütteln. Am Ende waren es immerhin „nur“ die Ergebnisse vom Zwei-Kilometer-Lauf der Schüler, die komplett vom Bildschirm verschwunden waren. Hier waren die Sieger trotzdem relativ leicht auszumachen. Denn nach etwa acht Minuten kam mit deutlichem Vorsprung Jesse Hinrichs vom 1. TCO „Die Bären“ ins Ziel. Die Strecke schien den 13-Jährigen und somit ältesten Teilnehmer dieses Laufes allerdings kaum gefordert zu haben. Ihm folgte auf Platz zwei und zugleich als schnellstes Mädchen die Aschenstedterin Lisa Marie Nordbruch, die für den TSV Großenkneten startete.

Einen klaren Sieger gab es auch über den 6,4-Kilometer-Lauf (98 Teilnehmer), den Claas Jantz (LT TV Schneverdingen) in 23:20 Minuten für sich entschied. Deutlich  knapper  fielen  die Platzierungen dahinter aus, wo Platz zwei an Andreas Zoll (Wardenburg/ 23:58 Minuten) vor Hans-Jürgen Jansen (SV Vrees/ 24:00) und Stefan Fangmann (Waldschleicher Lohne/24:02) ging. Auf Platz fünf der Gesamtwertung landete Antonia Hehr. Die für den FTSV Jahn Brinkum startende Dünsenerin benötigte 25:04 Minuten und war damit als A-Schülerin zugleich auch die schnellste Frau auf dieser Strecke. Mit einer ganzen Abordnung war das Berufliche Gymnasium Wildeshausen über die mittlere Distanz unterwegs. Für die Schüler bildete die Teilnahme den Abschluss eines Laufkurses, den Torsten Iverssen geleitet hatte. Jonas Schmidt (27:12) war auf Platz neun ihr schnellster Läufer.

Die „Königsdisziplin“ bildete aber auch in diesem Jahr wieder der Lauf über 12,5 Kilometer. Hier feierte mit Christian Bröring vom TuS BW Lohne ein Debütant auf Anhieb den ersten Platz. Und das mit einer Zeit von 44:46 Minuten sowie einem komfortablen Vorsprung auf den ersten Verfolger Waldemar Trudung von der SG akquinet Lemwerder (46:08). „Ich bin erst vor zweieinhalb Jahren so richtig gezielt mit dem Laufen angefangen“, erklärte der 35-jährige Bröring im Ziel. Mittlerweile liege sein Trainingspensum bei etwa 70 Kilometern pro Woche.

Während sich Trudung im Vergleich zu 2010 um einen Platz verbesserte, musste sich sein Vereinskollege und Vorjahressieger Christian Eichinger dieses Mal mit Rang drei zufrieden geben. Auf dem guten fünften Platz kam Udo Menkens vom TSV Großenkneten über die Ziellinie (48:52). Schnellster Wildeshauser in diesem Wettbewerb war Marcus Schwoll von der Triathlon-AG der Realschule. Der Wildeshauser Lauftreff wurde in diesem Jahr nicht nur als teilnehmerstärkste Gruppe am Nikolauslauf geehrt, sondern stellte auch wieder zahlreiche Helfer – so dass es Torsten Iverssen zumindest in dieser Hinsicht etwas ruhiger hatte.

Die komplette Ergebnisliste gibt es im Internet:

http://www.-lauf-team.de

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