VfL dominiert Testspiel bei JFV Nordwest – 2:1

Bröcker bestätigt seine blendende Verfassung

Michael Eberle

Wildeshausen - Dass die A-Junioren des JFV Nordwest kicken können, haben sie in ihren bisherigen Testspielen gegen Herrenmannschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gegen den Oberligisten BV Cloppenburg gewann der Regionalliga-Dritte ebenso mit 1:0 wie gegen den Landesligisten TSV Oldenburg.

Und dem Oberliga-Zweiten VfL Oldenburg musste sich die Crew von JFV-Coach Lasse Otremba nur knapp mit 1:3 geschlagen geben. Möglicherweise waren dem JFV-Nachwuchs diese Ergebnisse vor der kurzfristig anberaumten Partie gegen den Bezirksligisten VfL Wildeshausen zu Kopf gestiegen. „Das haben wir sauber bestraft“, freute sich Marcel Bragula nach dem 2:1 (0:1). „Das war so nicht zu erwarten. Nicht nur das Ergebnis überrascht, sondern auch die Art und Weise“, meinte der VfL-Coach.

Denn auf dem Kunstrasenplatz an der Maastrichter Straße in Oldenburg waren die Krandel-Kicker die klar tonangebende Mannschaft. Der Bezirksliga-Zweite gestattete dem JFV nur kurze Phasen mit mehr Ballbesitz. Bereits nach einer Viertelstunde hätten die Gäste mit 3:0 führen können, wenn nicht müssen. 

Zweimal Maxmilian Seidel und einmal Andreas Kari liefen allein aufs JFV-Tor zu, scheiterten aber jeweils im Eins-gegen-eins an Keeper Thilo Pöpken. Auch Niklas Heinrich und René Tramitzke schafften es im ersten Durchgang nicht, den Ball im Kasten unterzubringen. So hieß es nach einem verwandelten Foulelfmeter (40.) zur Pause 1:0 für die Platzherren, die ansonsten nur noch eine Kopfballchance zustande brachten.

Wildeshauser für Mühen belohnt

Direkt nach dem Seitenwechsel wurden die in einem klaren 4-4-2 agierenden Wildeshauser für ihre Mühen belohnt. Seidel flankte von links punktgenau auf Michael Eberle, der zum 1:1 einnickte (48.). Den Siegtreffer markierte Winterneuzugang Jannis Oberbörsch, der einen schönen Pass von Kevin Kari technisch anspruchsvoll verarbeitete und zum 2:1 in den Winkel setzte (70.). Oberbörsch, Seidel und Eberle hätten den Vorsprung anschließend noch ausbauen können. „Es hätte auch 4:1 oder 5:1 ausgehen können. Aber leider haben wir die Angriffe nur schlampig zu Ende gespielt“, monierte Bragula.

Dennoch war der VfL-Coach mit der Vorstellung seiner Mannen zufrieden. „Der Sieg ist hochverdient. Das war unser bestes Testspiel“, meinte der 43-Jährige, der insgesamt 18 Akteure einsetzte. Allerdings verzichtete er freiwillig auf Abwehrchef Thorben Schütte, der erst kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt war. 

Stattdessen bildete Christoph Stolle je eine Halbzeit lang mit Niklas Heinrich beziehungsweise Alexander Kupka die Innenverteidigung. Einmal mehr bestätigte Linksverteidiger Sebastian Bröcker seine derzeit blendende Verfassung. In der Mittelfeldzentrale überzeugte Sascha Görke als Taktgeber.

mar

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