Bröcker beendet Elias Serie

Zwei Tore und eine Vorlage beim Wildeshauser 4:0 über VfB Oldenburg II

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Dieses war sein zweiter Streich: Sebastian Bröcker zieht ab und trifft zum 2:0. Auch der erste Wildeshauser Treffer und die Vorlage zum 3:0 gingen auf sein Konto.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Der Empfang für Marco Elia fiel überaus herzlich aus. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB Oldenburg II musste im Krandelstadion zahlreiche Hände schütteln, hinzu kam so manche innige Umarmung. Punkte konnte der 42-Jährige an alter Wirkungsstätte indes nicht bejubeln. Stattdessen setzte es für den Tabellenzweiten im Verfolgerduell beim VfL Wildeshausen eine empfindliche 0:4 (0:3)-Klatsche.

„So hatte ich mir das mit Sicherheit nicht vorgestellt“, sagte Elia, der den VfL Wildeshausen 2015 im Gespann mit Marcel Bragula zur Bezirksliga-Meisterschaft geführt hatte. Zuletzt hatte Elia

mit seinen Blauen elfmal in Folge gewonnen – gegen seine alte Liebe riss die stolze Serie nun. „Der Wildeshauser Sieg ist hochverdient. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe reingekommen. Und wenn du nicht bereit bist, jeden Meter zu gehen, kannst du so ein Spiel nicht gewinnen“, erklärte der VfB-Coach.

Dagegen hatte sein ehemaliger Kompagnon nach zuvor vier sieglosen Partien endlich einmal wieder Grund zur Freude. „Vor allem in der ersten Halbzeit hat es Spaß gemacht, der Mannschaft zuzusehen“, sagte Bragula. In den ersten 45 Minuten habe seine Crew „Geschwindigkeitsfußball gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“.

Zudem hatten die Gastgeber einen glänzend aufgelegten Sebastian Bröcker in ihren Reihen. „Er war überragend“, musste auch Elia anerkennen. Dabei spielte Bröcker im Wildeshauser 4:2:3:1 auf der für ihn völlig ungewohnten Zehnerposition. Doch hinter der ebenfalls agilen Sturmspitze Jannis Oberbörsch fühlte sich der 27-Jährige offenbar pudelwohl. So nahm Bröcker einen zu kurz abgewehrten Ball mit seinem starken linken Fuß direkt und traf zum frühen 1:0 (10.). „Da stehen vier Leute von uns drumherum, und auch das 2:0 aus dem Halbfeld darf so nicht fallen“, monierte Elia. Nach Ballgewinn Oberbörsch und der Zwischenstation Sascha Görke langte Bröcker ein zweites Mal zu (17.). „Bröcker für Deutschland“, schallte es da von der Tribüne.

Doch damit nicht genug: Zum 3:0, das der wieder einmal aushelfende Lukas Schneider per Flugkopfball erzielte, lieferte Bröcker mit einer präzisen Linksflanke den Assist (45.+1). „,Sebi‘, das war eine Leistung, vor der habe ich allerhöchsten Respekt“, lobte Bragula nach dem Abpfiff. Bereits eine Viertelstunde vor Schluss hatte er Bröcker unter großem Applaus ausgewechselt.

Elia war früh bedient und schickte schon in Minute 22 seine gesamten Reservisten zum Warmlaufen. Zu Wiederbeginn wechselte er dreimal auf einen Schlag, aber auch damit wurde das Oldenburger Spiel nicht besser. Die einzige nennenswerte Chance der Regionalliga-Reserve hatte Tilko Trebesch, der völlig frei vorm prima reagierenden VfL-Keeper Sebastian Pundsack auftauchte (43.). In der zweiten Halbzeit glänzten die Gäste lediglich als „Hundefänger“: Unter großem Gelächter brachte Bastian Asmus einen vierbeinigen Flitzer zu seinem Herrchen zurück (81.).

Das Sahnehäubchen auf die starke Leistung der Krandel-Kicker setzte dann René Tramitzke. Mit dem Rücken zum VfB-Tor legte sich der eingewechselte Sturmtank den Ball zweimal selbst vor und jagte die Kugel aus der Drehung zum 4:0-Endstand in die Maschen (86.). „Ein typischer Tramitzke!“, waren sich Bragula und Elia einig.

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