Zwei Staffeln geplant / VfL Wildeshausen hofft auf viele interessante Derbys

Brinker will Landesliga splitten

Geringe Entfernung, viele Zuschauer: Auf das Nachbarschaftsduell gegen den VfL Oythe (hier mit Dustin Beer, l. und Yannick Persson, r.) würde der VfL Wildeshausen (Alexander Kupka, M.) ungern verzichten. 
Foto: Marquart
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Geringe Entfernung, viele Zuschauer: Auf das Nachbarschaftsduell gegen den VfL Oythe (hier mit Dustin Beer, l. und Yannick Persson, r.) würde der VfL Wildeshausen (Alexander Kupka, M.) ungern verzichten. Foto: Marquart
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Wildeshausen – Die Regionalliga Nord und die Oberliga Niedersachsen firmieren künftig als „Zwei-Klassen-Gesellschaft“. Auch die höchste Spielklasse des Fußballbezirks Weser-Ems wird zur neuen Saison zweigleisig. Die Landesliga, der künftig 21 Mannschaften angehören, soll in zwei Staffeln aufgesplittet werden. Das erklärte der Bezirksspielausschussvorsitzende Stefan Brinker auf Nachfrage unserer Zeitung. „Am Dienstag haben wir Spielausschusssitzung. Da wollen wir das in trockene Tücher packen, damit die Vereine wissen, wo die Reise hingeht“, sagte der Werlter, der zugleich Staffelleiter der Landesliga ist.

Nachdem der außerordentliche Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes am vergangenen Sonnabend den Abbruch der Spielzeit 2019/2020 mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger beschlossen hatte, wächst die Zahl der Landesligisten zur neuen Serie um vier Teams an. Während Meister TuS BW Lohne in die Oberliga aufsteigt, kommen die fünf Bezirksliga-Staffelsieger TuRa 07 Westrhauderfehn, WSC Frisia Wilhelmshaven, SV Sparta Werlte, SV Hansa Friesoythe und SV Bad Rothenfelde neu hinzu. Selbst wenn die Saison 2020/2021 wie angepeilt am ersten September-Wochenende beginnen würde, wäre es kaum möglich, dass jede Mannschaft bis Mitte Juni kommenden Jahres 40 Partien bestreitet – zumal auch noch vier oder fünf Spieltage aus dem August fehlen werden.

Stattdessen soll es zunächst zwei Staffeln mit zehn beziehungsweise elf Mannschaften geben, die entweder nach räumlichen Kriterien oder aber nach Leistungsstärke eingeteilt werden. „Ich habe eine kleine Abfrage bei den Vereinen gestartet, und ich denke, dass sie sich wegen der Derbys und um weite Fahrten zu vermeiden, für den regionalen Aspekt entscheiden werden“, berichtet Brinker.

Ottmar Jöckel bestätigt die Einschätzung des Staffelleiters. „Wir haben ganz klar gesagt, dass wir am liebsten in unserem Dunstkreis spielen würden. Das verspricht die höchsten Zuschauereinnahmen und verursacht aufgrund der geringeren Entfernungen niedrigere Fahrtkosten“, sagt der Fußballabteilungsleiter des VfL Wildeshausen.

Nachteil dieser Variante: Die Krandel-Kicker würden es vermutlich mit vielen starken Gegnern wie dem VfL Oythe, dem SV Bevern, dem TV Dinklage und dem SV Hansa Friesoythe zu tun bekommen. Aber das schreckt Jöckel nicht ab. „Wir haben nicht vor, den Favoriten aus dem Weg zu gehen und fühlen uns ganz wohl damit. Uns macht es Spaß in der Landesliga, und wir wollen schöne Spiele bestreiten“, sagt der VfL-Fußballboss.

Ob die erste Gruppenphase als einfache Runde oder mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, dürfte auch davon abhängen, wann die Saison starten kann. Anschließend ginge es aller Voraussicht nach mit einer Aufstiegsrunde weiter. „Ob sich eine Abstiegsrunde lohnt, ist die Frage“, rätselt Brinker. Denn wie schon in der vergangenen Serie wird es mindestens sechs Absteiger geben. „Vielleicht sogar einen mehr“, meint Brinker. Ziel sei es, dass die Landesliga in der Saison 2021/2022 „wieder eingleisig spielt – wenn Corona es zulässt“. Laut Verbandstagsbeschluss sollen die Spielklassen spätestens in der Serie 2023/2024 wieder ihre Sollstärke erreicht haben. Für die Landesliga sind 16 Teams vorgesehen.

Von Sven Marquart

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